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==========Hinweise für erstmalig Lesende==========

 

 

Eine metallene Abdeckung schützt den Kamm vor allzu neugierigen Blicken. Meistens wird ein solcher Sichtschutz montiert, um die Marke des ursprünglichen Herstellers zu verdecken. Auch die abgebrochene Zungenspoitze ist schwer zu detektieren. An die Stelle des Musikzettels trat ein Dichterspruch, was zur Verschleierung beiträgt.

 

Wer muss der Hersteller dieses Spielwerkes sein?

ANTWORT: Das Musikstück müsste aus Verdis Rigoletto stammen, der Weg zum Hersteller ist allerdings deutlich schwerer. Wer bei den Schweizer Spielwerken

unter den Bordüren sucht, findet Musiktafeln wie die folgende,

welche der Firma Lador zuzuordnen ist. Der kleine Rest des obigen Musikzettel lässt sich der Firma Lador (und nur dieser) zuordnen. Es sind allerdings mehrere Minuten Suchzeit einzukalkulieren.

 

Über die Montage von Spielwerken in Bilderuhren

 

New music boxes by Rzebitschek: 10161-804, 20024-1690, 26143-2125, 33853-2911, 40589-2663, 47240-1511, 49651-3896, 6099-335, 6405-425 (trial after a relaunche of all Rzebitschek pages)

Maly: 525-145, 7547-1909

Jos. Olbrich: 15099-1942, 17374-2848, 19764-3341, 22315-5500

A. Olbrich: 2861-116, 3163-131, 3870-161, 5769-253, 12892-1172, 14640-1500, [27997], [27998], [27999] [Nummern in Kastenklammern sind nicht nummerierte Spielwerke, denen eine erfundende Zählnummer zugewiesen wurde]

SP: 1541-253, 3493-513, 6906-658

Einsidl: 858-325, 3270-319

 

Von den kleinformatigen Spielwerken, die am Kamm links unten mit einem schrägen Stempel JV bezeichnet sind, kennen wir erst Exemplare. Diese Firma muss mit Charles Ullmann zuammengearbeitet haben, vielleicht verkaufte dieser mit dem Kürzel JV diejenigen Spielwerke, die er nicht mit seinem Firmannamen in Zusammenhang bringen wollte?

 

Notre premier ISB. Qui sais plus? Nous ne savons pas plus...

 


Was kann das sein?
(bitte nehmen Sie sich etwas Zeit...)

2021,
1. November

Der Spielwerkrestaurator Niko Wiegmann entdeckt in unseren Spieldosen, von denen nur die Nummer bekannt ist aber nicht deren Hersteller, eine von L'Épée! Wir verzeichnen diese Spieldose nun auch weiterhin unter den unnummerierten und verweisen an dieser Stelle auf Wiegmans Statement, verknüpfen aber die Nummer natürlich auch mit dem Hersteller L'Épée und danken für den Hinweis.

 

Je näher man sich mit einem bestimmten Kapitel befasst, um so tiefer dringt man un die Materie ein und umso mehr Wissensbausteine stehen zur Verfügung. Manchmal ist es aber auch umgekehrt. Wer sich für eine bestimmte Randbordüre, wie sie von Charles Ullmann in zwei Varianten verwendet wurde, interessiert, hat bald seine Freude daran, dass er interessante Zusammenhänge herstellen kann. Und dann gibt es noch ungemarkte Exemplare, die wir in einer eigenen Datei erfasst haben. Sie werden vermutlich Ullmann zuzuschreiben sein. So weit, so gut.

Wer jedoch jedem kleinsten Hinweis nachjagt und auch sehr schlecht erhaltene Exemplare thesauriert, stösst jedoch auf verwirrende Details, und zwar unter anderem auf eine Spieldose, für die J. C., eine Abkürzung, hinter der sich in der Spielwerkbranche normalerweise Jules Cuendet verbirgt, ein spezielles Automatenwerk konstruiert hat. Dies wirft gleich mehrere weitere Fragen auf. Dass wir so viel nicht wissen, haben wir von euou.at bis jetzt noch gar nicht gewusst. Fazit: Dranbleiben, weitermachen, Geduld haben, der Ullmann-Bordüren-Teich ist noch weit davon entfernt, ausgefischt zu sein.

 

Wie kam die 1954 geborene Jane Campion, eine neuseeländische Filmregisseurin, die in Sydney lebt und arbeitet, für ihren neuesten Western, The Power of the Dog, ausgerechnet auf den Radetzymarsch (1848) als Teil der Filmmusik? Notabene es sich um ein Mittelding zwischen einem Western und einem Thriller handelt, dem jeglicher Wien-Bezug fehlt ... Von den jährlich in 100 Millionen Exemplaren hergestellten Spielwerken kann die Regiseuse nicht inspiriert worden sein, denn bei denen überwiegt nicht Johann Strauß Vater (1804–1849), sondern bei weitem sein Sohn (1825–1899) mit dem Donauwalzer (1867).

 

Es gibt keine Grenze, ab wann ein „fat cylinder“ als „very fat“ bezeichnet wird, doch wenn der Durchmesser deutlich stärker als die sonst üblichen 8 cm dimensioniert ist, dass fällt das natürlich auf. Dies ist bei einer Spieldose am 6. November 2021 der Fall, die bei einer Auktion von Dan Morphy unter dem Hammer kommt, bei einer Versteigerung, bei der sehr viele äussert seltene Sammlerstücke zusammen kommen.

 

Eine Spieldose von Salomon Jaccard ist sehr selten. Bulleid nennt nur eine, Piguet kannte keine, und eine Zuschreibung ist derzeit auf dem Auktionsmarkt. Sicherheitshalber haben wir diese Nummer 3550 auch mit den unbekannten Herstellern verlinkt, denn wenn eine ähnliche Nummer auftauchen sollte, weiß der glückliche Finder ja nicht, bei welchem Hersteller er suchen muss.

 

Zur Gänze handschriftliche Musikzettel ohne Hinweis auf den Hersteller haben wir derzeit nur acht Stück aufzubieten, also fürs erste einmal nur sehr sehr wenige. Aber wie heisst es so schön: Wo schon Tauben sind fliegen noch Tauben dazu.

 

Die Säulenheiligen bzw. Hauptkomponisten der Musiktafeln, die unabhängig vom Repertoire der jeweiligen Spieldose genannt werden, haben am 24. November 2021 die 800-Marke überschritten. Der aktuelle Stand beträgt , die Anzahl der Kapitel beläuft sich auf .

 

Über eine auf Facebook vorgestellte Spieldose mit recht ungleich dimensioniertem Schwalbenschwanzkamm, links nur 9, rechts 16 Sektionen wird sich Marc Lebout sehr freuen wird, hat er doch in bewundernswerter Art und Weise schon viel Material über den Hersteller David Cadet zusammengetragen. Sehen Sie dazu das Bildmaterial. Die endgütlige Beurteilung werden wir Marc Labout überlassen, der sicher einen auf Autopsie beruhenden Befund vorlegen wird.

 

EIn Pfeil nach links am Kamm deutet auf welchen Hersteller hin?

 

Als Landschaftsmotive finden sich in den Schweizer Spieldosen vor allem solche der Rousseau-Insel am Genfer See. Eine Gletscher-Darstellung haben wir erst einmal gefunden.

 

Eine Ouvertüren-Spieldose von Nicole Frères gehört zu den begehrtesten Sammlerstücken überhaupt. Und wenn der Autor der Beschreibung des Auktionshauses dem edlen Objekt zuliebe etwas ins Schwärmen gerät, nehmen wir das ausnahmsweise zum Anlass, den vollen Wortlaut zu zitieren und wünschen viel Genuss beim Schauen und beim Lesen:
Der erste Satz beginnt mit Every so often [hin und wieder] und endet mit take your breath away.

 

Neu: Wir stellen auch die kleinstformatigen Schweizer Spielwerke vor und haben alle, deren Musikzettel eine Bordüre aufweisen, zu einem Kapitel zusammegefasst. Dieses umfasste am 19. Oktober 2021 hundert Unterkapitel, die aktuelle Zahl lautet , denen zusammen mehr als 250 Spieldosen oder -werke, aktuell sind es , zuzuordnen sind.

Bringt das etwas? O ja, mehr Einblick, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß.

Einziger Nachteil: Man muss sich die Zeit nehmen,in den Abbildungen zu suchen. Zum Trost: Es geht uns auch nicht besser, auch wir müssen oft erst länger suchen, bis wir fündig werden.

Bitte klicken sie hier: □

 

Als 350. Exemplar der Abteilung Sektional- und Scheibenspielwerke ist etwas ganz Besonders zu sehen: Ein Scheibenspielwerk in einem Nähkistchen à la Palais-Royal in einem Zustand, wie es ganz neu ausgeliefert worden ist. Versetzen Sie sich zurück in die Zeit von etwa 1815 bis 1820 und genießen eine Besonderheit wie man sie wahrhaftig nicht alle Tage sieht!

 

Wie eine ganz einfach konstruierte Holzschatulle für ein Spielwerk herzustellen ist, lässt sich durch einen Fernkurs in Wikihow erlernen. Doch Achtung: Ein Vertreter einer besseren Qualitätsklasse als der eines kleinstformatigen Spielwerkes von Sankyo sollte nicht eingebaut werden.

 

Endlich ist ein Belegstück dafür gefunden, dass nicht nur Tannhäuser und Lohengrin, sondern auch die Meistersinger ihren Weg in das Repertoire einer Spieluhr gefunden haben.

 


Mit schöner Regelmässigkeit taucht alle ein bis zwei Jahre eine Spieldose auf, die auf dem Musikzettel unten in der Mitte eines der beiden oben abgebildeten Firmensignete zeigt. Das L steht für Leipzig, und das E für Ernst, die entscheidene Buchstaben H und N sind jedoch nicht so leicht zu erkennen und stehen für den Besitzer einer Musikalienhandlung, der Schweizer Spielwerke mit einem eigenen Musikzettel ausstattete, für einen gewissen Holzweissig Nachfolger.

 


Über dem Kamm ist eine Lyra aus Metall zu sehen.
In welcher Stadt wurde diese Spieldose hergestellt?

 

A musical snuff box without musical movement?
Inscribed with the sheet music for Auld Lang Syne verso it has a musical touch. But the interior is something very special ... a specimen snuff box!

 

Den österreichischen Komponisten Rudolf Sieczyński als Albert Einstein des Wiener Liedes ist vielleicht etwas hochtrabend, aber die beiden verbindet immerhin nicht nur der selbe Geburtsjahrgang, 1879, (Einstein lebte nur drei Jahre länger als Sieczyński, der bereits 1952 starb), sondern auch die Tatsche, dass die grössten Errungenschaften der beiden, die Allgemeine Relativitätstheorie und das Lied Wien, nur du allein, auch heute noch allgemeinbekannt sind. Rudolf Sieczyński wurde zwar nicht an eine berühmte amerikanische Universität berufen, aber immerhin zum Präsidenten des Österreichischen Komponistenbundes (ÖKB) gewählt, und das, obwohl ihn nur ein einzige Komposition, sein oben genanntes opus 1, berühmt gemacht hat. Der für nicht polnisch sprechende Personen schwer zu merkende Familiennamen trägt dazu bei, dass Wien, nur du allein jeder Musikliebhaber, (zuletzt in einem Film von 1999 zitiert), jedoch dessen Komponisten heute niemand mehr kennt.

 

Den österreichischen Komponisten Rudolf Sieczyński als Albert Einstein des Wiener Liedes ist vielleicht etwas hochtrabend, aber die beiden verbindet immerhin nicht nur der selbe Geburtsjahrgang, 1879, (Einstein lebte nur drei Jahre länger als Sieczyński, der bereits 1952 starb), sondern auch die Tatsche, dass die grössten Errungenschaften der beiden, die Allgemeine Relativitätstheorie und das Lied Wien, nur du allein, auch heute noch allgemeinbekannt sind. Rudolf Sieczyński wurde zwar nicht an eine berühmte amerikanische Universität berufen, aber immerhin zum Präsidenten des Österreichischen Komponistenbundes (ÖKB) gewählt, und das, obwohl ihn nur ein einzige Komposition, sein oben genanntes opus 1, berühmt gemacht hat. Der für nicht polnisch sprechende Personen schwer zu merkende Familiennamen trägt dazu bei, dass Wien, nur du allein jeder Musikliebhaber, (zuletzt in einem Film von 1999 zitiert), jedoch dessen Komponisten heute niemand mehr kennt.

 

Testen Sie Ihr Wissen: EIne Spieldose mit dem Herkunftsort Bern, ... also kann es wohl nur von J. H. Heller sein. Tatsächlich liegt jeder oder jede, die so geraten hat, nur ganz knapp daneben, nur um wenige Meter, zwei Häuser weiter von Heller entfernt, im selben Häuserblock; und auch zeitlich entstanden beide Firmen fast gleichzeitig, nämlich 1862/1863. Wie heisst doch schnell dieser zweite Spieldosenhersteller aus Bern?

2021,
1.Oktober

Neu am Auktionsmarkt ist eine Spieldose von Allard, einem Hersteller, dessen Werke sehr selten zu aufzufinden sind...

 


Wie heisst doch schnell ein so groß dimensionierter Antrieb ...?

 


Jules Cuendet

 

Schweizer Spielwerke mit den langen Basszungen auf der rechten Seite sind bei den Sektionalkammspielwerken selten, bei den grösserformatigen Cartelspielwerken sehr selten, und bei den (späteren) kleinformatigen Musikwerken noch seltener.

 

Ein kleines „x“ am Kamm eines Spielwerkes ist nicht ganz so selten. Jetzt werden wir beginnen, diese Markierung unter die Lupe zu nehmen. Wir beginnen einmal mit nur 4 Beispielen, die jedoch noch keine Aussagekraft haben. Grund genug, das Problem auch weiterhin im Auge zu behalten.

 

Wer kennt folgende ähnliche oder gleichartige Kennzeichnungen eines Spielwerkes eines unbekannten Herstellers?

Who knows similar marks?


Ein D auf der Unterseite des Kammbockes mitgegossen, vermutlich als Zeichen des Giessers oder des Spielwerkherstellers als Kunden

R7 on the bedplate
Einstempelung auf der Grundplatte, vermutlich vom Hersteller

 


Erstmals mit einer Abbildung!

 

Interessant ist ein nicht so ins Auge stechendes Los wie die Nr. 547 beim Breker Auction Team am 25. September, wo unter anderem eine superbe Wiener Empire-Uhr (Los Nummer 678) mit einem Flötenwerk mit 22 Pfeifen angeboten wird, die natürlich weit mehr Aufmerksamkeit verdient als das folgende Los:

Die erstgenannte kleinformatige Schweizer Spieldose Nr. 547 wurde seinerzeit in Deutschland in einem der noblesten Uhrengeschäfte Berlins verkauft, bei Conard Felsing. Wir laden zu einem kurzen Spaziergang bei Felsing ein!

 

Erstmalig wurde eine normale Spieldose der Mittelklasse von einem Auktionshaus nicht nur fachmännisch beschrieben, sondern auch noch detaillreich fotodokumentiert. Dazu wurde zum Beispiel der Kamm abgenommen und auch die Unterseite abgebildet. Die Auktion ist am 18. September, und in die Geschichte des Spieldosen-Auktionshandels gehen mit dieser oben anzuklickenden Beschreibung die Kunstauktionen Schmidt in Dresden ein.

 

A rare Valogne is for sale at Sept. 15th

 

Is our homepage unclear and confusing? Our answer is a question: How can we arrange some 11000 topics for everybody who visits us for the first time? If You have hint please let us know!

 

Haben sie dieses Firmenzeichen schon tausend Mal gesehen?

Nein, sicher sogar öfter!

Aber nicht so wie oben abgebildet, sondern im Zentrum einer farbenfrohen kleinen Wappendarstellung, wobei oben abgekürzt der Namen des Herstellers und unten die Jahreszahl seiner Gründung zu lesen ist. Mehr...

2021,
1. September

Lässt sich dieses Rätsel lösen?

 

Die Fernsehsendung Bares für Rares vom 24. August 2021 hat auch ihren Beitrag zu den Recherchen zu Spieldosen geleistet, indem eine Nummer 45930 zur Versteigerung ausgeboten wurde.

 

Jean-Marc Lebout hat (wieder einmal) ein Rätsel gelöst, nämlich eine Marke auf einem Spielwerk, lautend ELC.

 

Die häufigsten Sektionalkammspielwerke mit mehr als einer Zunge pro Sektionen sind welche, also wieviele Sektionen à wievielen Zungen weisen diese auf? Bevor Sie raten geben wir einen Hinweis: Es sind eher die späteren ... Zur Lösung bitte hier klicken

 

Im Gegensatz zu den „normalformatigen“ Schweizer Cartel-Spielwerken und den ähnlich groß dimensionierten österreichischen Produkten (von Rzebitschek, Olbrich etc.), deren Grundplatten 9 bis über 20 cm lang sind, 3 bis 6 Kammschrauben, um die 80 bis mehr als 100 Zungen aufweisen und zwei bis maximal sechs (ganz selten) Musikstücke spielen, gibt es noch die

Schweizer kleinformatigen Spieldosen, die zwei, drei, vier oder sogar noch sechs „Airs“ (besser: pieces of music) darbieten können, jedoch nur maximal 72 Zungen bis hinunter zu 28 Zungen und meist drei Kammschrauben aufweisen, und die

kleinstformatigen Spieldosen (meist nur 12 bis 19 Zungen, zwei (bzw. selten nur eine einzige) Kammschraube), die nur ein einzigen Musikstück spielen.

 

What a pity, the tune sheet is missing!


What joy about you can read „IONAL M“!

Herewith the riddle is solved!

The agent in the UK ... „IONAL M“, that means ... (click here)

 

Bis jetzt ist uns der österreichische Militärmusiker und Komponist Johann Nepomuk Kral (Kràl) durch die Lappen gegangen. Doch heute, 20. August 2021, fanden sich durch einen unglaublichen Zufall gleich zwei Belegstücke für die Komposition In Weidlingau. Das erste Zitat kann derzeit noch nicht verlinkt werden, weil das ganze Kapitel erst durchstrukturiert werden muss und wird daher später nachgetragen, aber das zweite ist schon im Netz. Bitte klicken Sie auf den derzeit einzigen Link beim Stichwort Kral.

 

Heute vor 60 Jahren, am 13. August 1961, wurde mit dem Bau der Berliner Mauer begonnen, ein Grenzbefestigungssystem zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik. Die Spielwerkindustrie nahm keine Notiz davon.

Die Mauer sollte bis zum 9. November 1989 Bestand haben. Ihren Fall nahm eine Schweizer Aktiengesellschaft (AG), frz. Société Anonyme (SA), die von den Herren Charles Monti, Rémy Aubry und Frédéric Paillard gegründet wurde, also die MAP SA, zum Anlass, die alte Hymne der DDR auf kleinformatigen Spielwerken zu verewigen. Johannes R. Becher und Hanns Eisler schrieben die Hymne Auferstanden aus Ruinen im Herbst 1949, und am 5. November 1949 wurde das Lied vom Ministerrat der DDR zur Nationalhymne erklärt.
(Auferstanden aus Ruinen
Und der Zukunft zugewandt,

Laß uns dir zum Guten dienen,
Deutschland, einig Vaterland
)

Übrigens: Auch die Internationale war im Programm von MAPSA.

 

Illustratives Bildmaterial zum Winkelgetriebe / New PICTURES of the right-angled drive or angular gear

2021,
1. August

Wieviele für den Spieldosenmarkt relevante Ausstellungen gab es eigentlich?

Bisher haben wir gefunden und das werden vermutlich noch nicht einmal alle sein.

 

Neuzugänge Rzebitschek: 10161-804; 20024-1690; 28971; 6405-425; 33853-2911; 50769-3651

Jos. Olbrich: ungemarkt; 4000; 15329-2153

SP: 3786

Maly: 6906-656

 

Die Deckel vieler kleinformatiger Spielwerkkassetten werden von Reproduktionen nach Originalen der Kindermalerin Maria Innocentia Hummel geziert. In dieser Hinsicht besonders rührig waren Hersteller wie Reuge und Bühler, weswegen wir einige Beispiele bei dem letztgenannten Hersteller anführen.

 

NEUE ERWEITERTE VERSION: Die längste Basszunge ist die einzige, die einer erstaunlichen Variabilität unterworfer ist. Die sonstige Zungenreihe ist zumeist uniform, nur manchmal fällt eine schlanker aus als ihre Nachbarn. Lesen sie bitte zu diesem Thema das Kapitel Von breiten und schmalen Zungen (mit neuem Bildmaterial bei den schmalen Zungen (am Ende der Datei).

2021,
1. Juli

Die Liste der Ornamentbordüren erreicht heute die Anzahl und wird durch insgesamt Spieldosen illustriert.

Auf einen eigenen gut beschrifteten Eintrag im Eingangsmenü berzichten wir noch, denn es werden noch weit mehr als Einträge werden. Wer trotzdem schon in diesem Zustand der under construction befindlichen Zusammenstellung Einschau halten will, klickt auf ein ganz kleines Quadrat, auf das hier ein Pfeil zeigt:

 

Was sollen wir mit so dürftigen Angaben anfangen?

Zur Bezeichnung „XC“: Die haben wir in die Firmenbezeichnungen aufgenommen, auch wenn es sich vielleicht nur um eine Modellnummer handelt. Vielleicht findet sich ein weiteres Exemplar und dann ist es möglich bei den Firmennamen nachzuschauen und die beiden miteinander zu vergleichen.

Zur der nur scheinbar schwierigeren Frage der Musikzettels: Obwohl kaum mehr etwas vorhanden ist, reichen die wenigen Quadratmillimeter, die mit dem roten Pfeil markiert sind, zur Identifizierung aus:

Bitte vergleichen Sie mit dem nun folgenden Musikzettel, der hier als „Vier Frauenköpfe in den vier Ecken“ bezeichnet wird und von dem einige Varianten mit zusammen Exemplare vorliegen.

Vielleicht bringt ein weiterer Fund mehr Erkenntnisse!

 

Ein Briefkopf der Firma Ullmann aus dem Jahr 1905 zeigt sechs Strichzeichungen von Firmengebäuden der Firma Ch. und J. Ullmann

2021,
1. Juli

Zwölf Musikstücke in einer Tabatièren-Spieldose

 

Neuzugänge Rzebitschek: 12749-1043, 21005-1831, 21706-1831, 22476-1934, 23816-2020, 35514-3070

 

Ein sensationelles Foto hat uns ein japanischer Sammler und wissenschaftlich arbeitender Restaurator übermittelt:

Es ist das letzte bekannte Design eines Musikzettels der Firma Řebíček, das einzige Exemplar, das wir kennen:

Der Zettel muss ohne die früheren blauen graphischen Zierelemente auskommen. Die bei dieser Type spiegelbildlichen Ziffern 2 und 5 imitieren bei flüchtigem Hinsehen eine Ornamentbordüre.

Two alternating graphemes, the digits 2 and 5, pretend a graphically designed bordure! This was certainly cheaper than the previous design which was apparently sold out.

In a week or two we will give You full information! If you want to hear, please click here:

https://www.youtube.com/watch?v=1puDCtYgOwU

 

Die Walzer der Mitglieder der Musikerfamilie Strauß wurden auch im angloamerikanischen Raum rasch populär. Man machte sich jedoch meistens nicht die Mühe, zwischen den vier „Sträußen“ Johann Strauß Vater und Sohn, Josef und Eduard zu unterscheiden. Bei den sechs Mitgliedern der Musikerfamilie Fahrbach ist es noch unübersichtlicher: Auch in Wien wurde sehr oft der Vornamen weggelassen! Manchmal wird ein Philipp Fahrbach zitiert, mit dem der Jüngere bzw. Sohn zweier gleichnamiger Komponisten gemeint ist. In England und Amerika gibt es nur einen einzigen Fahrbach, nach dem in Wien ein Straße benannt ist. Und wer ist da gemeint? Ganz einfach: Alle sechs miteinander verwandte Mitglieder dieser Musikerfamilie. Auf Schweizer Spielwerken ist Fahrbach recht gut vertreten, allen voran die Frohlocken-Polka, Tout à la joie, die am 1. Januar 1890 sogar in New York als sheet music erschien. Auf einem kleinformatigen Sechs-Musikstücke-Schweizer Spielwerk wurde neben fünf Arrangements bekannter Opernarien auch ein Musikstück von [Philipp] Fahrbach [dem Jüngeren] auf der Walze verewigt, natürlich die Frohlocken-Polka. Die mit mit dem Akronym JC gemarkte Spieldose dürfte von Jules Cuendet gefertigt worden sein, der uns schon öfters dadurch aufgefallen ist, dass er viele Musikstücke österreichischer Komponisten in seinem Spielwerken verbreitete.

 

Wie kann das sein, dass die Aufnahme einer Spieldose in den vorliegenden Webauftritt mehr als einen halben Tag lang dauert? Neben zwei allseits bekannten Musikstücken (aus Webers Freischütz und Verdis Traviata) finden sich auf einer Schweizer Spieldose zwei extreme Raritäten, von denen frau/man nicht unbedingt annehmen möchte, dass sie je in das Repertoire einer Walzenspielwerkes aufgenommen wurden.

Vicente Martín y Soler, auch bekannt als Vincente Martini, war in der Mitte des 19. Jahrhunderts bereits völlig vergessen und trotzdem lebte er noch in der Madriderin, einer Umarbeitung seines Opernerstlings zu einer Zarzuela, noch fort und ein Musikstück daraus wurde für eine Spieldose arrangiert. Eine Garantie, dass die ausgewählte Musik wirklich von Martín stammt und nicht eine spätere Zutat ist, können wir zwar nicht abgeben, aber es ist interessant, dass dieser Komponist doch noch nicht ganz vergessen war, wenn auch sein Namen auf dem Musikzettel der Spieldose fehlt.

Der erfolgreichste Spielwerkkomponist des vorvorigen Jahrhunderts war Flotow. Ausschnitte aus seiner Martha, die 1847 in Wien uraufgeführt wurde, sind die am häufigsten verbreitete Opernmusikstücke auf Walzenmspielwerken. Nur ein Jahr zuvor wurde in Paris Flotows Oper L'âme en peine uraugeführt, die heute nicht einmal mehr in der Wikipedia erwähnt wird. In der selben Schweizer Spieldose findet sich ein Ausschnitt aus einer Arie aus dieser heute beinahe vergessenen Oper.

 

Bill Wyneburgh hat ein schönes Foto publiziert, wie gleichstimmige Zungen markiert wurden, und auch sogar, welche Zunge frau/man besser in Ruhe lassen sollte.

 

Selten finden sich bei kleinformatigen Spieldosen die beiden Schiebeknöpfe manchmal an der Stirn- und an der Wangenseite (und nicht beide an der Frontseite wie sonst üblich). (©Bill Wyneburgh)

 

Wenn ein Lied wie „Kathleen Mavourneen“ gleichzeitig auf die Zeit wie auch auf das Land hinweist, in dem es verkauft worden sein dürfte, in diesem Fall auf den American Civil War, 1861 – 1865, kann das schon einen wichtigen Hinweis für dir Eruierung des unbekannten Hersteller einer Spieldose sein. Dieser muss also exportirientiert, namentlich in die USA, gewesen sein und auch die zeitliche Eingrenzung könnte hilfreich sein.

 

Die Rzebitschek-Spieldose des Jahres, die Nr. 35514-3070, nunmehr mit NEUER Musikaufnahme, befindet sich in Privatbesitz, würde aber auch jedem Museum zur Ehre gereichen.

 

Bei den kleinformatigen (Schweizer) Spieldosen (small size music boxes) fällt vor allem ein recht häufiger Typ auf:

Auf dem Musikzettel bezeichnet als HT, also Hermann Thorens. Auch die Darstellungen der Anker führen alle zu diesem Hersteller.

 

Wie häufig finden wir heute Spielwerke von (Willenbacher &) Rzebitschek bzw. Řebíček und von (Anton oder Josef) Olbrich? Gefühlt sind es etwa gleich viele.

Die erste Auszählung der Olbrich-Spielwerke liegt nun vor und dadurch sind erstmals etwas genauere Angaben möglich.

Rzebitschek: Es wurden Werke auf- bzw. mehrteils von Kowars Standardwerk (2017 und englisch 2019) übernommen.

Olbrich: Zählt man die Zahlen von
Olbrich senior und junior , und die von
Joseph Olbrich, , zusammen, ergeben nur knapp weniger Spielwerke als die der Prager Musikwerkefabrik.

Gleich viele dürften es also doch sein, wie bisher gefühlt, es wird sich wohl sich ein kleiner oder sogar sehr geringer Überhang in Richtung Prag ergeben. Wir sind ja sehr nahe oder sogar noch innerhalb der statistischen Bandbreite.

Die weiteren Details entnehmen Sie bitte dem Dashboard. Doch Achtung, es handelt sind um sehr viele Zahlen, man uss sich etwas Zeit nehmen! Sie könne auch die Häufigkeit der Werke von Anton und die seines Bruders Josef ablesen etc. Indirekt kann man auch Rückschlüsse auf die Produktionszahlen ziehen oder zumindest erahnen, ohne nur zu raten. Immerhin sind etwas 2% der Produktion erfasst, wenn wir von einer weitgehend lückenlosen Vergabe der Seriennummern ausgehen.

(Alle Zahlenangaben werden laufend aktualisiert).

 

Von Abbildungen einer Drehleier auf Musiktafeln haben wir erst zwei Beispiele gefunden. Ist das Thema nicht zu ausgefallen, wozu das überhaupt? Verwandtschaftliche Beziehungen der beiden Darstellungen könnten darauf hinweisen, dass sie vom selben Graphiker stammen, der vielleicht auch in der selben Druckerei gearbeitet hat. Vielleicht ergeben sich einmal aus einem Zufallsfund weitere Hinweise, sodass weitere Rückschlüsse zu ziehen sind. Erkenntniszuwächse gehen manchmal seltsame und verschlungene Pfade.

2021,
1. Juni

Die Kammbasis wurde im Lauf des 19. Jahrhunderts immer dicker und massiver, das heisst höher. Bei Sektionalkammspielwerken kann die Höhendimension der Kammbasis tatsächlich ein Fingerzeig auf das Alter der Spielwerkes sein.

2021,
1. Mai

Vor einigen Jahren sahen wir ein ungemarktes Schweizer Spielwerk ohne Musiktafel, mit sehr schlanken Ziffern einer sehr hohen Nummerierung, die denen der Prager Firma Alois Maly zwar ähneln, allerdings noch schlanker sind. Leider waren die Aufnahmen nicht scharf und wir unterliessen eine Dokumentation. Ein schwerer Fehler! Doch aus Fehlern lernt man. Jetzt tauchte wieder so eine Spieldose auf, mit wunderbaren scharfen Fotos. Jetzt wäre es doch gut, wenn wir die alten umscharfen Aufnahmen wenigstens zu Vergleichszwecken noch hätten. Das soll nicht mehr vorkommen. Ab jetzt wird alles dokumentiert.

Wer findet vielleicht sogar in der eigenen Sammlung eine Spieldose mit ähnlichen Ziffern MIT einer Musiktafel oder einer anderen Einstempelung, die Rückschlüsse auf den Hersteller erlauben?

Wie findet man diese Stempelungen der Ziffern der Seriennummer? Auf der ersten Seite der Homepage findet sich weiter unten links ein Button mit einem Schweizer Kreuz. Ein Klick auf diesen Button bietet bei den Bildern einen LINK namens Ziffern-Typographie an.

Wir ersuchen um Verständnis, dass frau/man an sich in den derzeit angebotenen mehr als 1000 Internetseiten nicht leicht zurecht findet. Einer komplizierte und komplexe Materie muss auch sehr vielfältig gegliedert sein, um ihr gerecht zu werden.

 

Endlich ist das opus magnum von Paul Bellamy, The Music Makers of Switzerland, AMBC (Association of Music Box Collectors), 2015, in Wien eingetroffen. Um es gleich vorwegzunehmen: Eine nahezu unerschöpfliche Quelle neues Wissens auf 302 reich illustrierten Seiten. Wir werden noch berichten.

 

Mit gleicher Post erreichte uns An Introduction to Mechancal Music von Paul Bellamy und Juliet Fynes, Design and Photography: Chris Fynes, Additional Material: Ted Brown. AMBC (Association of Music Box Collectors), 2016. Eine kleine aber feine 28-seitige Broschüre im Querformat mit mehr hundert (!) Abbildungen.

 

Ebenfalls mit dieser Post erreichte uns auch noch Collecting Affordable Musical Instruments von Juliet Fynes, Design and Photography: Chris Fynes. AMBC (Association of Music Box Collectors), 2018. Eine 24-seitige Broschüre im Querformat mit etwa zweihundert (!) Abbildungen.

 

Für eine Musiktafel aus Zinn findet sich ein Link am Ende des Musikzettel-Kapitels in den Fachausdrücken (terms)

 

Von Puderdosen mit Spielwerk hatten wir bisher nicht ikonographisch belegt. Dies sei heute nachgeholt, mit einer Puderdose und einer Kombination von einer Puder- mit einer Zigarettendose.

 

Die Bedeutung der Kammnummer, die fast immer eine Kammziffer ist, also eine einstellige Zahl, ist bei den Spielwerken der Firma Rzebitschek ansatzweise schon erforscht. Dass es sich dabei um einen Hinweis auf die Stimmung des Claviers, wie Franz R. sich audrückte, ist zwar nicht schlüssig bewiesen, aber durch die Tatsache, dass Spielwerke mit dem selben Musikprogramm fast immer auch dieselbe Kammnummer aufweisen, plausibel.

Bei den Schweizer Spielwerken sind Kammnummern weit seltener. Bis jetzt ist uns von eiou.at nur die Nummer 4 aufgefallen, die man gelegentlich sieht. Ob es einen Fingerzeig auf den Hersteller der Rohwerke oder einer Firma, welche welche die Spielwerke bestifteten und dann gleich in der Handel brachten, ist momentan noch nciht klar.

 

In wenigen Tagen kommt ein Spielwerk in einer Pultkassette zur Versteigerung (Abb.). Durch deren besseren Einschaumöglicheit ist, wie zu erwarten, auch die Grundplatte mit einer hübschen Randverzierung versehen.

 

Die Liste der Paraphen, die vermutlich als Abkürzungen für den Familiennamen des Arbeiters einer Spielwerkfirma aufzufassen sind, hat sich bei der Prager Musikwerkefabrik Rzebitschek wieder um einen Eintrag vemehrt, um ein

Sch“ ...

Und wenn Sie, liebe Leserin, lieber Leser, sogar noch zur Berichterstattung über das Spielwerk weiter klicken, und hinauf und hinunter scrollen, genießen Sie einen Bilderrausch: Sie sind fast live mit dabei, so viele Fotos gibt es zu sehen.

 

Wem die Restaurierung von Spielwerken zu teuer ist, kann es ja mal selber probieren. Man macht da neue Erfahrungen, mit der Materie und mit sich selbst ...

 

Castagnetten, Tambour, Timbre, alles verbesserte oder ganz neue Stichwörter im Kapitel Fachausdrücke / terms. Jeder weiß, was gemeint ist, und trotzdem lohnt sich ein Nachlesen. Achtung! Schell wird die Sachlage kompliziert, bitte nehmen Sie sich etwas Zeit zum Lesen!

2021,
1. Mai

Der Schweizer Komponist Paul Burkhard (1911–1977) schrieb zusammen mit Jürg Amstein und Erik Charell insgesamt fünf Titel für das Musical Der schwarze Hecht. Höhepunkt der komischen Revueoperette ist das Lied O mein Papa, erstmals vorgetragen in – vorgegebenem – gebrochenem Hochdeutsch mit osteuropäischem Akzent während der Uraufführung am 1. April 1939 im Schauspielhaus Zürich. Insgesamt brachte es das Musical hier auf elf Aufführungen.

Elf Jahre später wurde die Revueoperette neu aufgegriffen. Die hochdeutsche Variante der Schweizerdeutschen Originalrevue wurde am 16. März 1950 unter dem Titel Das Feuerwerk im Münchner Staatstheater am Gärtnerplatz uraufgeführt. Hieraus wählte die Schweizer Schlagersängerin Lys Assia (1924–2018) das einfühlsame O mein Papa aus, das sie erstmals 1950 im Zürcher Bernhard-Theater sang. Dieses Wunschkonzert wurde auch vom Schweizer Rundfunk übertragen; unter dessen Zuhörern befand sich ihr schwerkranker Vater, der noch in der gleichen Nacht verstarb.

In Amerika und in Großbritannien war es in der Nachkriegszeit verboten, deutschsprachigen Texte zu singen. Der britische Trompeter Eddie Calvert nahm am 29. Juli 1953 unter Musikproduzent Norrie Paramor in den Abbey Road Studios eine Instrumentalfassung auf. Diese kam am 18. Dezember 1953 in die britischen Charts, wo sie ab 8. Januar 1954 Rang eins für neun Wochen belegte. Gleichzeitig drang sie in den USA bis auf Rang sechs vor und war damit der erste Tophit aus Großbritannien in der amerikanischen Hitparade. Am 12. Dezember 1953 stand Eddie Fisher mit dem Orchester Hugo Winterhalter im Tonstudio, um eine Vokalversion unter dem Titel Oh! My Pa-Pa einzuspielen (Victor 5552). Diese war 8 Wochen auf Nummer 1 in den USA und verkaufte sich über eine Million Mal.

Lys Assias Interpretation fiel in den USA und in England dem oben erwähntem Deutsch-Verbot zum Opfer. Die Schweizer Firma Thorens brachte in den 1950-er Jahren eine Spieldose mit der Nummer 26 heraus, die beide Musikstücke dem mittlerweile zum Evergreen gewordenen Lied O mein Papa widmet. (Wikipedia)

 

Wenn der weltbekannte walisische Bariton Bryn Terfel ein Album herausbringt, ist zu erwarten, dass ein Jahrhunderte alter Marsch und gleichzeitig eines der wichtigsten Musikstücke von Wales, Men of Harlech, nicht fehlen wird. Und so war es auch im Jahr 2000, als sein Album We'll Keep a Welcome erschien. Auf Spielwerken ist dieses Musikstück natürlich auch öfters zu hören, zu Beispiel auf einer kleinen Spieldose von PVF.

 

Die grösste Sensation auf dem Gebiet der Automaten-Spieldosen der letzten Jahre war ein Exemplar mit einem Glockenspielwerk von 1804 und kam bei Dr. Crott unter den Hammer. Der Schätzpreis von 350.000,- bis 700.000,- wurde sogar noch übertroffen...

 

Am 9. Mai kommt ein sensationelles Spielwerk von Abraham Chappuis unter den Hammer. Grund genug, in die Auktionen reinzuklicken.

 

Ob wirklich alle 52000 Nummern, die die Firma (Willenbacher &) Rzebitschek vergeben hat, hergestellt wurden, wissen wir nicht.

Auf dieser Homepage sind knapp mehr als 1%, nämlich
der Spielwerke mit Bildmaterial und von etwa noch einmal so viele wurden ohne ikonographischen Belege erfasst. Wer sich in eine kurze statistische Übersichtstabelle vertieft, kommt zu folgendem Rückschluss ...

 

In das weltberühmte Musikatomaten-Museum in Seewen, Solothurn, hat sich (vermutlich zu Vergleichszwecken) auch ein österreichisches Spielwerk verirrt.

 

In das weltberühmte Musikatomaten-Museum in Seewen, Solothurn, hat sich (vermutlich zu Vergleichszwecken) auch ein österreichisches Spielwerk verirrt.

 

Karl Kantek hatte in Wien wohl keine eigene Produktion, sondern kaufte bei Spielwerkherstellern ein, etwa bei Maly (Prag) oder Schweizer Herstellern.

 

Clochettes, Glöckchen als Überschrift auf einer Musiktafel haben wir bis jetzt noch nicht gelesen.

 

Spieldose, James Last, André Rieu.

In der Zeit um oder nach dem Ersten Weltkrieg kaufte sich die Oma in ihrer Jugendzeit vielleicht ein preisgünstiges Schweizer Spielwerk, ihr später auf die Welt gekommener Sohn hörte gerne Musik von James Last, und das Enkerl bevorzugte den Geiger André Rieu.

Alle drei könnten dasselbe Musikstück gehört haben, in diesem Fall des Komponisten: Hermann Dostal!

 

Warum tauchen so viele Spielwerke von Olbrich und Rzebitschek auf, die mit dem selben Musikprogramm ausgestattet sind, und bisher so wenig aus der Schweiz bzw. Frankreich?

Anrtwort: Weil für einer derartigen Vielzahl von Firmen derzeit einfach noch viel zu wenig erfasst sind. Ein Beispiel, dass für ein fast gleiches Musikprogramm bei einer Spieldose von L'Épée können wir schon anbieten (bitte dort weiter klicken!)

 

Nicht immer haben wir einen Siebener wie diesen

so schön gesehen wie hier abgebíldet. Grund genug, zukünftig Ziffern- und Buchstaben-Eigenkreationen zusammenzustellen, mit Angabe der Herstellerfirma, wie sich von selbst versteht.

 

Eine mehr als 90 cm hohe Kunstkammeruhr zählt sicher zu den schönsten Uhren der Biedermeierzeit, die in Wien hergestellt wurden. Es dürfte ein Spielwerk von Anton Olbrich beherbergen.

 

WICHTIGER HINWEIS

Heute wird der Kunstschrank von David Roentgen wieder im Barocksaal des MAK aufgestellt. Nach ursprünglicher Planung soll das Uhr- und Spielwerk in einer Vitrine außerhalb des Schranks des Prachtstückes bis einschließlich 11. April ausgestellt bleiben, womit es allerdings durch den bis zu diesen Datum andauernden Lockdown kaum zu sehen wäre. Wir können nur hoffen dass diese Frist verlängert wird.

Im Zuge der umfassenden Restaurierung des Schreibschranks (Neuwied am Rhein, 1776) von David Roentgen, einem zentralen Werk der Möbelsammlung des MAK, wurde auch die Funktion des auf den Uhrmacher Peter Kinzing, 1745 – 1816, zurückgehenden Uhr- und Spielwerks wiederhergestellt. Erstmals seit den schweren Beschädigungen, die das Möbel im Zuge des Zweiten Weltkriegs erlitt, wurden die Flöten und ein rekonstruiertes Hackbrett wieder zum Klingen gebracht. Bevor das Spielwerk allerdings wieder in das schmale Uhrgehäuse eingeschoben werden kann, muss es sich aus konservatorischen Gründen in einer Vitrine an das neue Raumklima „gewöhnen“. Eine solche Akklimatisierung beugt luftfeuchtebedingten Spannungen im Holz vor.

In dem oben verlinkten Artikel der Wikipedia heisst es: „Uhren von [Peter] Kinzing befinden sich heute in den Sammlungen bedeutender Museen weltweit.“

 

Kommodenuhren, die nicht mit Säulen aus Alabaster ausgestattet sondern mit solchen aus Holz mit Specksteinerverzierungen sieht man nicht allzu häufig. Klicken Sie bitte auf den obigen Link wenn Sie das Thema intetessiert und Sie neun solche Uhren sehen wollen und bilden sie sich ihre eigene Meinung!

 

Die Spielwerke der Schnupftabakdosen sind sozusagen die „Österreichischer“ der schweizerischen, (insbesondere jurassischen) bzw. französischen Spieldosenproduktion: Die Bauweise änderte sich aufgrund der beschränkten Größe ihres Gehäuses im Verlauf von fast hundert Jahren kaum. Dazu ein Beispiel eines französischen Herstellers aus der Zeit um 1900 (bitte zum zweiten Beispiel hinunterscrollen), zum Vergleich dazu ein Martinet et Benoit aus den 1830-er Jahren

2021,
1. April

Der Buchstabe X spielt in alphabetisch geordneten Aufstellungen wie Indices etc. eine nur sehr kleine Rolle. Bei uns kommt das X schon öfter vor, weil wir auch eine Aufstellung von x-ähnliche Markierungen auf Bauteilen von Spielwerken anbieten.

 

Dieses kleinstformatige Spielwerk soll aus einer Bilderuhr stammen?

Bei den österreichischen und deutschen Bilderuhren war das absolut unüblich. Bei den französischen jedoch sieht man das zumindest gelegentlich. Wenn auch ein Musikzettel eingeklebt wurde, ist der Beweis der Originalität gegeben.

 

Ein interessantes Neuenburger Sektionalkammspielwerk kommt am 25. März bei Koller Auktionen in Zürich zur Ausbietung. Mehr ...

 

In einem Kommentar liest man den Vergleich einer sechs Musikstücke spielenden Schweizer 15-cm-Walzen-Spieldose mit einem Fiat 500. Der Preis im Jahr 2017 war 120 engl. Pfund.

EINPRUCH!

Es handelt sich um ein äusserst interessantes Werk, das als „National Music Box“ ausgewiesen wird, wobei die Musiktafeln von Vergleichsobjekten wiederum mit Spieldosen verwandt zu sein scheinen, die als „National Fine Arts“ bezeichnet wurden. Ob es sich dabei um eine Kooperation bzw. zwei Bezeichnungen für ein- und dieselbe Herstellerfirma handelt bzw. um eine Umbenennung oder beide Firmen nur einfach dieselbe Druckerei mit der Herstellung der Musiktafeln beauftragte ist unklar. Zu ermitteln ist in alle Richtungen, aber aufgrund der Namensähnlichkeit ist vermutlich ein enger Zusammenhang anzunehmen. Wir hoffen, bald mehr zu diesem Thema bringen zu können. Dazu die Bilder

 

Das haben wir auch noch nicht gesehen: Normalerweise sind die Spieldosen eines bestimmten Modelles, wie sie der Spielwerkhersteller Gueissaz herstellen ließ und wie sie im Kapitel 2/2 angeführt werden, mit Musiktafeln des Druckers, Elsener in Zürich, ausgestattet. Diejenigen jedoch, die von einem bestimmten Wiederverkäufer in Amerika, Gautschi, bestellt wurden, bekamen einen zusätzlichen Aufdruck, der in der Lithographischen Anstalt Ruegg und Schaufelberger hergestellt wurde. Dieser wies sich auch mit seinem Firmennamen als Hersteller aus. Warum kam es zu dieser Doppelgleisigkeit?

 

Eine kleinformatige Spieldose (vermutlich von Paillard) mit ihren immerhin acht (!) Musikstücken ist schon allein deswegen interessant, weil es das Finale aus dem Freund Fritz zitiert! Diese Oper wäre nicht so schnell zu Spieldosen-Ehren gekommen, wenn nicht die CavPag angeschoben hätte. Die Cavalleria rusticana hat die Aufmerksamkeit der Opernwelt auf Pietro Mascagni gelenkt. Auch im Freund Fritz finden sich sehr interessante Passagen, die es ungerechtfertigt erscheinen lassen, dass dieses Werk den Sprung über die hohen Karawanken nicht ro recht geschafft hat.

 

Ein sehr kleines Spielwerk ist nur mit dem Buchstaben „U“ bezeichnet. Ja, Sie liegen richtig, we sonst als der berühmte U... sollte es denn sonst sein?

2021,
1. März

Auch die kleinformatigen Spielwerke und -dosen können durchaus entzücken. Zu einem seltenen Ami Rivenc um 1900.

 

Wenn Mein Liebchen am Donaustrand wohnt, weiß ich ja, wo es zu suchen ist. Und das Spielwerk, auf dem es erklingt, wird wohl in Mariahilf oder Gumpendorf gefertigt worden sein. Wir von eiou.at haben allerdings noch kein Exemplar gefunden. Ein Schweizer Spielwerkhersteller springt ein, und zwar der, welcher die meisten Spieldosen hergestellt hat.

 

„Das Neue ist nicht gut und das Gute ist nicht neu“. Eine vermeintliche Doppelflötenuhr von Ludwig Bol(t)zmann stellt sich als Fake heraus, wie der Wiener Musikwissenschaftler Wiener Musikwissenschaftler und emeritierte Leiter des Phonogramm-Archives, Univ.-Doz. Dr. Helmut Kowar, beweisen kann. Kein Mensch hat im Lauf seines Lebens so viele Wiener Flötenuhren wie er.

Und auch das Zaponieren eines frisch restaurierten Spielwerkes, wie wir das bei einem Werk aus einer renommierten Restaurationswerkstätte schon gesehen haben, eine gänzlich unnötige Draufgabe.

 

Einen relativ unbedeutenden Komponisten mit dem Familiennamen Wagner haben wir schon lange „im Angebot“, wenn auch der Eintrag etwas auf wackeligen Beinen steht. Ein weiterer Komponisten mit dem gleichen Namen wurde offenbar nicht nach Kaiser Franz Joseph benannt wurde sondern umgekehrt Josef Franz. Dieser wurde zum so genannten „Österreichische Marschkönig“. Auf Spielwerken aus Böhmen und Wien haben wir seine teilweise heute noch populären Musikstücke bis jetzt nicht gefunden. Dies hat wohl darin seinen Grund, dass in den 1890-er Jahren nur mehr wenige Spielwerke in Wien erzeugt wurden und in Prag hat man sich damals mehr um böhmische Tonsetzer gekümmert. In der Schweiz gab es jedoch einen Hersteller namens Barnett Henry Abrahams, der zumindest eine Komposition des „Marschkönigs“ immer wieder auf die Walzem von Spieldosen stifteln ließ. Lesen Sie bitte hier die Details, ausgehend vom zuletzt genannten Wagner und dann bitte weiterklicken zum zuerst zitierten.

 

Die zahnkranznahe zirkulär am Federhaus verlaufende so genannte „Olbrich-Rille“ findet sich von den Anfängen bis zu den 5700-er Seriennummern der Spielwerke von Anton Olbrich.

Ein ungelöstes Rätsel!

Seine endgültige Ausformung hatten die Olbrich-Musikautomaten (mit nunmehr vier statt bisher meist nur drei Kammschrauben) schon um die Werknummer 5000 erfahren- Dieses knapp vor 1840 entwickelte Standardmodell wurde später nicht mehr wesentlich geändert, wenn man vom Weglassen der Federhausrille in den 5700-er Seriennummern absieht, und bis 1892, dem Jahr der Schließung der Firma Anton Olbrich junior, produziert, also mehr als fünfzig Jahre lang!

 

Den Fachausdruck der Stimmmarken wird der Sammler viel zu selten gebrauchen, um die hier vorgeschlagene Terminologie zu übernehmen. Bei weitem am häufigstem sind Stimmfeilenspuren gemeint, doch es gibt noch zwei weitere Begriffe, die kaum Eingang in die Alltagssprche finden werden. Aber irgendwo muss es ja einmal nachzuschlagen sein! Und wo denn, wenn nicht auf einer Webseite, deren Benutzung ja gratis zu sein hat?

 

J. H. Heller war zwar kein österreichischer, aber manchmal gezielt für den österreichischen Markt produzierender Hersteller und Händler und verdient daher in diesem Zusammenhang auch Beachtung, besonders, wenn es sich um ein Tiroler Volkslied handelt. In diesem Fall ist auch der Hersteller des Werkes bekannt, weil er am Kamm sein Monogramm hinterlassen hat und sogar am Walzenkloben seine Seriennummer.

 

Klangexperimentator Rzebitschek. Die ewige Frage der Hausfrauen, was sie denn „heute kochen“ sollen, wurde bei den Spielwerkherstellern dahingehend modifiziert, welches interessante Musikstück sie als nächste auf die Walzen stifteln werden. Häufig sind es Tagesaktualitäten, die durch den Zufall der gemeinsamen Entstehung als zu Nachbarn auf einem Musikautomaten werden. Für die Musiknummer 3720, dessen Katalogisierung erst in den nächsten Tagen erfolgen wird, hat sich Franz Rzebitschek etwas besonderes einfallen lassen. Einerseits wird ein Stück für Zither eines heute nicht mehr geläufigen Komponisten gespielt, das sich gewiss sehr gut für ein Spielwerk eignet, andererseits findet sich in krassem Gegensatz dazu ein Walzer, den Johann Strauss (Sohn) heute als Knallerbsenwalzer bezeichnet hätte. Allerdings gab es diese damals noch nicht, jedoch die so genannten Knallkuglern (mit einem ähnlichen Effekt) waren schon erfunden und lösten 1853 einen Hype aus, wie man heute sagen würde. Johann Strauss nahm darauf in seinem Knallkügerln-Walzer Bezug. Offenbar reizte es Franz Rzebitschek, zwei gegensätzliche Musikstücke vorzustellen, ein ruhiges Stück für die Zither und einen Walzer, in dem Knalleffekte nachgeahmt werden sollte.

 

Für die „Musikzahl“ 3720, wie es damals hieß, sah Gustav Řebíček mehr als zwanzig Jahre später ein anderes Musikprogramm vor, wie Helmut Kowar beschreibt. Offenbar wurde diese Nummer später neu vergeben. In den allermeisten Fällen wurden die „Musikzahlen“ durchgängig verwendet, seltene Ausnahmen (wie hier) bestätigen die Regel.

 

Eine Musiktafeln wie diese aus Böhmen stammende kann nur aus der Offizin welchen Herstellers stammen? Die Auflösung folgt in den nächsten Tagen.

 

Eine Ente befindet sich im Landeanflug nach WIen!

 

Thema Spielwerke in Taschenuhren. Es gibt drei (oder genau genommen vier) Möglichkeiten, ein Spielwerk so zu dimensionieren, dass es in eine Taschenuhr eingebaut werden kann. Eduard Saluz sich mit dieser Frage in seinem Buch Klangkunst von 1996 vorbildlich auseinandergesetzt. Mit einem Klick hier kommen Sie zu einer der vier Seiten, von denen aus die anderen in Frage kommenden per Klick erreichbar sind.

 

Wenn ein neues Design der „Hauptkomponisten“ der Schweizer tune sheets, der „Säulenheiligen“, hinzukommt, wie heute mit dem Kapitel 18/1, müssen auch die Statistiken entsprechend korrigiert werden. Und was hat sich geändert, was die Häufigkeit der Nennungen der Komponistennamen betrifft?

So gut wie gar nichts! Nicht nur die ersten fünf, RoMoBelMeyerWeber, also Rossini, Mozart, Bellini, Meyerbeer, Weber, sondern sogar die ersten fünfzehn Plätze blieben völlig gleich: Nur bei den hintersten Rängen kam es zu kleinen Verschiebungen.

Dieses Häufigkeitsranking deckt sich übrigens überhaupt nicht mit der Häufigkeit der Komponisten der jeweiligen Musikprogramme. In einer solchen Rangliste läge Flotow weit vorne, und Die letzte Rose nähme vermutlich einen vorderen wenn nicht sogar den ersten Rang bei den verwendetene Musikstücken ein. Und Mozart-Kompositionen kommen weder auf den österreichischen Spielwerken, also bei denen aus Böhmen und Wien, noch bei denen der Schweizer Spieldosen bei weitem nicht so häufig vor, dass sie für einen Spitzenplatz in Frage kämen. Richard Wagner würde sich vermutlich im Grab umdrehen, wenn er sähe, dass er sich mit einem Gung'l nicht messen kann, der praktisch uneinholbar vor ihm liegt! Aber die für ein großes Orchester geschriebene Musik eines „Ringes“ und aller späteren Werke ist eben für den zarten einer Spieldose oder -werkes weniger geeignet.

 

Seit wir den österreichischen Militärmusiker Franz Budik im Visier haben, zeigt sich, dass er am US-amerikanischen Spielwerkmarkt wirklich gut vertreten war.

 

Was ein Multista ist, wissen wir auch erst seit heute ...

 

Berlin, 1844. In der Gewerbeausstellung stellt die Musik-Spielwerkefabrik Rzebitschek eine Bronze-Stutzuhr aus und ein preussischer Uhrmacher namens H. Kubler „drei verschiedene Spielwerke“: Leider finden sich keine nähere Angaben, ob es sich um Eigenproduktionen handelte, was bei einer Gewerbeausstellung eigentlich selbstverständlich sein sollte, oder doch um einen Import (aus der Schweiz?), mit oder ohne Händlersignatur?

Fragt sich nur, wie kommt man je wieder auf den Namen Kubler, wenn man ihn vergessen hat? Nur durch Zufall, wenn man bei Rzebitschek die Gewerbeausstellung von Berlin, 1844, nachliest? Nein, nicht nur!

Kubler findet sich im Lexikon der Spielwerkmacher

im Alphabet verzeichnet, und in der Chronologie

im Jahr 1844: Wer je alle nichtschweizerischen Spielwerkmacher schnell durchforsten will, stößt im Jahr 1844 unweigerlich auf Kubler.

 

„Bist Du denn verrückt? Hast Du sie nicht alle?“ Der „Vorarbeiter“, wie man heute Johann Hauptmann heute nennen würde, wischt sich mit dem Unterarm den Schweiß von der Stirne.

Das wird eine Chefsache! Hauptmann nimmt das Spielwerk, bei dem der Lehrling die Kammnummer in die Mitte des Kammes eingeschlagen, wo sonst die Firmensignatur zu sehen ist, und ging zum Chef der Firma. Alois Willenbacher war nicht zugegen, und Franz Rzebitschek entschied, dass in diesem Fall das Spielwerk nicht gemarkt werden kann, weil der Vierer mitten im Firmenstempel nicht gut ausgesehen hätte. Er musste das Werk unterpreisig verkaufen, zur Regulierung des finanziellen Schaden wurden die Eltern des Lehrjungen einbestellt. Ein paar blaue Flecken setzte es für das Kind auch noch, damit es das nächste Mal besser auspassen sollte! Prügel verbessern die Gedächtnisleistung, das wusste damals jeder Dienstherr und handelte entsprechend. Die Eltern konnten nicht zahlen, sodass mehr als ein Jahr lang der Lohn gekürzt wurde. Ein Ausgleich durch die Erbringung von Überstunden war damals nicht möglich, da nach 13 Stunden Regelarbeitszeit der Laden dicht gemacht wurde.

Frage: Was stört Sie an dieser Geschichte? Zur Antwort bitte hier klicken.

 

Einige Nummern aus der Oper Faust von Gounod sind auf Spieldosen und -werken sehr populär, nicht ganz so häufig aber keinesfalls selten sind Kompositionen von Carl (Karl) Faust. Zu dessen umfangreichem Œuvre gibt es ein im Internet zugängliches Werkverzeichnis, was für die Datierung sehr wichtig sein kann. Wir von eiou.at haben sehr gute Erfahrungen mit diesem Verzeichnis gemacht haben und können es nur empfehlen.

 

Einen tiefen Einblick in ein Anton-Olbrich-Spielwerk mit sieben statt der üblichen sechs Kammschrauben gewährt unsere Dokumentation. Dieses Musikinstrument muss zunächst einmal unrestauriert bleiben, weil es das erste und bisher einzige bekannte mit sieben Kammschrauben ist.

Ist dies nun ein besonders groß geratenes Sechs-Kammschrauben-Instrument oder eher ein verkürzter „Achtschrauber“?

Antwort: Eher letzteres. Es spielt sechs Musikstücke. Wenn ein weiteres dieser Art in unseren Besitz kommen sollte, wird dann dasjenige Spielwerk restauriert, das ein schöneres Klangerlebnis verspricht. Erfreuen Sie sich bitte an den Bildern und hören Sie bei der Musik nicht allzu genau hin, das Instrument ist unrestauriert und kann derzeit gar nicht besser klingen, da vor allem der Bass auslässt. Warum ist aus den Fotos ersichtlich.

 

HINWEIS: Von den drei folgenden Links kehrt der oder die Leser*in am schnellsten mit einem Klick auf den Aufwärtspfeil, der sich in jeder Datei (auch in dieser) am Anfang und am Ende befindet, zu dieser News/Blog-Datei zurück.

Wenn sich zwei Geschäftspartner, die erfolgeich eine Firma betreiben, trennen, geschieht dies häufig im Dissens. Der Grund für einen solchen zwichen Alois Willenbacher und Franz Rzebitschek, so nimmt Otmar Seemann an, ist in der Firmenpräsenz bei der Gewerbeausstellung in Wien 1839 zu suchen.

Alois Willenbacher wandelt auf den Spuren von Charles-Antoine Lecoultre und verkauft auch seine von ihm konstruierten Werkzeuge zur Herstellung von Spielwerken. Daran dürfte die Freundschaft zwischen den beiden zerbrochen sein, und damit auch die bisherige Geschäftsbeziehung.

 

Gibt es Willenbacher & Rzebitschek-Spielwerke mit Musik von Verdi und Wagner?

 

1817 in Klagenfurt bot ein Uhrmacher eine Uhr mit vier Musikstücken an. Von wem könnte das Spielwerk stammen?

 

Das Dashboard stellt eine Anzeigetafel statistischer Angaben dar. Derzeit ist das nur a very first beginning, ein allererster Anfang, wie ausdrücklich vermerkt wird.

Bei den Herstellern sind zum Beispiel etwa 20 Kapitel für die Spielwerke aus Böhmen und Wien zu erwarten und bei den Spieldosen aus der Schweiz und aus Frankreich werden es wohl etliche Dutzend werden. Insgesamt werden dort in wenigen Jahren so an die 100 Namen eingetragen sein. Derzeit finden sich jedoch statt hundert nur sechs Einträge, mit Einsidl und den Brüdern Stern zwei der nicht so wichtigen „Österreicher“ und bei den Schweizern und Franzosen mit Friderich der allerunwichtigste, von dem sich bis jetzt nur ein einziges Werk finden ließ, (mit einer dreizehntausender Nummer wohlgemerkt). Ein weiterer ist Martinet und Benoit mit derzeit bekannten Spieldosen als zwar hochinteressanter, aber zumindest zahlenmässig eher unbedeutender Fabrikant.

Irgendwann einmal muss begonnen werden, und wenn nur alle zwei Wochen einer dazukäme, werden es bis Jahresende 2021 schon zwei Dutzend sein. Das wären dann bis Ende nächsten Jahres schon die Hälfte ...? Magna voluisse juvabit!

 

Was tut denn da der Koch in's Backrohr rein?
Das wird doch nicht ein Werk von Anton Olbrich sein?
Nein nein, nicht doch, es ist ein Rzebitschek, aus Prag!
Ein Klang, den jede*r uns'rer Leser*innen mag!
Wie wird er denn wohl munden, dieser Auflauf?
Doch halt! Es wird ein Spielwerk-Walzen-Auslauf!

2021,
1. Februar

Heute beginnt www.eiou.at mit dem neuen Vorhaben, charakteristische Merkmale von Musiktafeln Schweizer Spielwerke ins Netz zu stellen und damit zumindest manchmal bei der Eruierung der Spielwerkfirma dienlich sein zu können. Ein wenig Geduld braucht man dazu schon, aber mit etwas Glück kann frau/man den Fabrikanten der Spieldose herauskriegen. Momentan ist das nur ein erster Beginn, das Bildangebot wird natürlich laufend erweitert.

 

Zwei tunesheets in one music box

 

Firmen, die roulants, blanks oder Rohwerke herstellten

 

Spielwerkmacher als Komponisten

 

Von dem k. k. österreichischen Militärmusikkapellmeister Franz Budik konnten wir kein Musikstück auf einem Spielwerk aus Böhmen und Wien finden. Doch der Spielwerkfabrikant Karrer springt hier in die Bresche.

„Expressiv“ sollte das Werk Nummer 6466 spielen, Grund genug, um dieses Stichwort in die Fachausdrücke aufzunehmen.

 

Das „kleine“ Schweizer Spieldose um und nach 1900, ein noch wenig beforschter Spieldosentyp

 

Relaunched wurde das im Aufbau begriffene Dashboard

 

Wenn ein Teil der Walze (im Diskantbereich) so aussieht wie hier zu sehen, hören Sie im Ohr schon ... was?

 

Testen Sie Ihr Wissen (Rätselfrage, engl. conundrum): Warum gibt es Spielwerke mit Grundplatten, deren vier Ecken abgerundet sind?

 

Musikstücke eines Josef-Olbrich-Spielwerkes: Erkennen Sie die Komponist*innen?

 

Spielwerke von Abram (Abraham) François Chappuis-Zoller, 1777–1832, haben wir von eiou.at noch keines in Österreich gesehen, es gibt jedoch schon vier Literaturhinweise aus weit auseinander liegenden Jahrzehnten. Bei Doppelnamen wird (wie fast immer in der Schweiz) der Familienname der Ehefrau angehängt, Zoller war also der Mädchenname der Gattin.

 

Welche Spielwerke finden sich in den Schiffsmodellen, die unter einem Glassturz in den Wogen des Meeres tanzen, den rocking ship automata?

 

Mit der Gattin von Gustav Rebicek, Johanna R., geborene Vernier, sind vermutich zwei Spielwerke assoziiert. Eines erhielt sie als Hochzeitsgeschenk, also am 10. Juni 1867, und auf einem ein weiteren mit einem zusätzlichen hölzernen Resonanzkörper dürfte sie sogar auf dem Deckel abgebildet sein.

 

„... die leiseren österreichischen Spielwerke“ ist eine Äusserung, die unbedingt der Korrektur bedarf.

 

Über die Umrechnung von Zoll auf inch, pouces und andere Längenmaße im 19. Jahrhundert

 

Heute vor einem Jahr, am 9. Januar 2020, verstarb Dr. h. c. Heinrich Weiss-Stauffacher im hundertsten Lebensjahr.

 

Gegen Ende der Spielwerkära wurden die „letzten Reserven“ aufgeboten. Doch gegen das Symphonion, Polyphon und Grammopon hatten Federhauslose Spielwerke (mit der Aufzugsfeder in der Walze)

und

Wechselwalzen-Spielwerke mit 10 Walzen keine Chance:

Die beiden letzteren kennt man heutzutage kaum, da sie nur selten gefunden werden können, und die drei erstgenannten fanden sich quasi in jedem gutbürgerlichen Haushalt.

 

Die früheste Annonce der „bekannten Großhandlung von Uhren und Musikwerken“ von Ernst Holzweissig von 1884 ist bis jetzt auch die einzige, in der E. H. persönlich genannt wird und nicht wie bei allen späteren dessen namentlich nicht genannte Nachfolger.

 

Im Gedenkjahr 2020 war es 200 Jahre her, dass Antoine Favre verstorben ist. Und da war von 100 Millionen Spielwerken die Rede, die jährlich erzeugt werden. Die Zahlenangabe war nur grob geschätzt oder nur gefühlt, da keine aktuellen Ziffern vorlagen. Bei einem Vergleich mit einer fundierten Analyse aus dem Jahr 1998 erweist sich dann, dass diese Angabe durchaus belastbar sein dürfte und dass es eher mehr denn weniger sein könnten. Zumindest haben wir das von eiou aus dem oben verlinkten Artikel so herausgelesen.

 

Wenn wir ein Spielwerk mit nur zwei Kammschrauben sehen, erlahmt unsere Aufmerksamkeit schlagartig. Fast immer zu Recht, aber es gibt Ausnahmen ...

 

Abschluss der Restaurationsarbeiten von Niko Wiegman am Spielwerk 42020-3400 von Rzebitschek (mit etwa zwei Dutzend Fotos! (Die tschechische Übersetzung folgt erst in einigen Wochen.)

 

1874.

Im Februar wird die Oper Boris Godunow von Modest Petrowitsch Mussorgski (1839–1881), anfangs April die Operette Die Fledermaus von Johann Strauss Sohn (1825–1899), und knapp vor Weihnachten in Madrid die Zarzuela El Barberillo de Lavapies von Francisco Asenjo Barbieri (1823–1894) uraufgeführt.

Alle drei setzten sich weltweit durch, allerdings die Operette nur in den Ländern, in denen diese Musikgattung heimisch ist, und das gleiche gilt auch die Zarzuela.

Und wie sieht es mit der Präsenz auf Spielwerken aus? Mussorgskis geniale Musik mit ihren großartigen Chören ist für Spielwerke ungeeignet, und in der Zarzuela-Welt, also Spanien und die kulturell dazugehörigen lateinamerikanischen Länder, waren Kammspielwerke nicht nur wenig verbreitet. Es gibt aber gelegentlich doch Ausnahmen, und eine solche wird heute im Stichwort Barbieri präsentiert.

Den Sieg trägt Die Fledermaus davon weil sie durch ihre häufige Präsenz auf Schweizer Spielwerken besonders in solchen, die für den amerikanischen Markt produziert wurden, sehr häufig vertreten ist. Auch auf Spielwerken aus Böhmen und Wien, (erstes Beispiel, zweites Beispiel), kommt Die Fledermaus gelegentlich vor, wenn auch bei weitem nicht so häufig wie auf Schweizer Spielwerken.

2021,
1. Januar

Ein typisches Konstruktionsmermal der Firma Rzebitschek ist die „Doppelte Basszunge“. Die Olbrichs in Wien hielten mit einer „Dreifachen Basszunge“ dagegen.

Grund genug, das Querschnittskapitel „Fat and slim, besonders dicke und schmale Walzen und Zungen“ wieder einmal zu überfliegen ...

 

Jahresrückblick 2020

 

Testen Sie Ihr Wissen (Rätselfrage, engl. conundrum: Wie wurde bei der Einführung der gusseisernen Grundplatten das Fehlen des polierten Messings kaschiert?

 

Testen Sie Ihr Wissen (Rätselfrage, engl. conundrum: Wenn Sie ein Spielwerk sehen, auf dessen Kamm die Zungenspitzen sehr weit voneinander entfernt sind, wird es wohl vieviele Musikstücke abspielen?

 

Und wenn sich bei einer interchangeable die Musiktafeln auf der Innenseite aus Platzgründen nicht mehr ausgingen, machte man was ...?

 

Eine baugleiche weitere Drehleier offenbar aus der selben Werkstatt

 

Wann ungefähr verkaufte ein Wiener Händler die ersten Symphonions? Bitte raten Sie: 1883? 1885? 1887? 1890? 1895? 1900?

 

In welcher Region findet man welche Spielwerke?

 

Schweizer Spielwerk oder eines nach böhmischer bzw. Wiener Machart?

 

„St. Croix-Style“ ... schon wieder ein neuer Fachausdruck ... muss das sein ...? Natürlich kommt man mit „Nummern am Walzenkloben“ auch aus, aber bei den vielen ungemarkten Schweizer Spielwerken muss man für jeden Hinweis dankbar sein. Den Herstellern von St. Croix ist ja sogar ein eigenes Buch gewidmet.

In Wien behalfen sich übrigens auch die Gebrüder Stern bei den Gusseisen-Grundplatten-Spielwerken damit, die damals vierstelligen Musiknummern am federhausnahen Walzenkloben einzustempeln. Bei den Fachausdrücken können wir allerdings auch nur verweisen, da diese Datei sehr sparsam mit dem Bildermaterial umgehen muss, um die Ladezeit kurz zu halten.

 

Im Jahr 2003 suchte H. A. V. Bulleid ein Musikstück von Spohr auf einer Spieldose:

Im Jahr 2019 gab es in Wien Die Vestalin (in guter Besetzung) zu sehen, und Otmar Seemann war überrascht und beeindruckt von der hochinteressanten Oper. Seemann fand ein Rzebitschek-Spielwerk, sodass die Frage aus dem Jahr 2003 im Jahr 2019 beantwortet werden konnte.

 

Die Begriffe ruckeln und stottern (engl.: stutter) sind alles anderes als synonym. Das erstere bedeutet eine ruckartige Fortbewegung, das zweite eine ungewollte Wiederholung eines Lautes, einer Silbe oder eines Wortes beim Sprechen. Und doch gibt es keine besseren Ausdrücke für das kleine Malheur, dass beim Einschlagen einer Nummer in das Messing der erste Versuch zu schwach ausfällt und der zweite mit grösserem Kraftaufwand nicht exakt in an der selben Stelle ausgeführt wird. Es entsteht ein unschöner Doppelabdruck der schwer zu lesen sein kann. A stuttering nine, ein geruckelter Neuner ist vielleicht schwerer zu lesen als ein unschön schwacher aber doch eindeutig erkennbarer Neuner...

 

Der Zufall hätte besser nicht Regie führen können. Heute wurde das einhundertste Marken- oder Firmenzeichen oder -signet in deren Zusammenstellung eingefügt. Grund zum Feiern ist das noch nicht, weil es noch viel zu tun gibt, aber wir freuen uns, dass diese Schau ein wichtiger Beginn ist. Ausgerechnet die Lyra-Darstellungen des Firma Bremond

illustrieren sehr schön, dass man bei den vielen, mehr oder weniger stilisierten Darstellungen dieses meistzitierten Musikinstrumentes sehr genau hinschauen muss. Vergleichen Sie bitte die knapp weiter unten befindlichen Lyra-Zeichen der Firma Ducommun-Girod

und vor allem deren große Vielfalt. Überzeugen Sie sich bitte selbst, dass im Zweifelsfall eine Einschau in diese Zusammenstellung unerlässlich ist, weil man sich beim besten Willen nicht alle Varianten auswendig merken kann und klicken Sie bitte hier.

 

Drei Spielwerke mit 16 Sektionen à 4 Zungen weisen eine verblüffende Ähnlichkeit auf. Diesem Thema sollte in der nächsten Zeit eine eingehendere Unersuchung gewidmet werden. Diese steht auf unserer To-do-Liste. Bitte hier klicken und dann mit der rechten Pfeiltaste auf die nächsten beiden weiter zu klicken.

 

Zehn neue Zeichen von Zulieferfirmen oder Herstellern (craftsman's or makers' mark)

 

Die Seitenflächen (engl. edge of the bed plate) der Grundplatten sind manchmal durchaus zu beachten!

 

Die drei Fragen unten sind Ihnen zu leicht gewesen? Es gibt eine noch weit schwerere.

 

Testen Sie ihr Wissen (Rätselfrage, engl. conundrum: Wir haben zuerst einmal zwei Fragen zur Diskussion gestellt, und danach kommt noch eine dritte.

 

Nicht alle Logos auf der Seite der Schweizer Hersteller können wir auflösen.
Ungeklärt sind zum Beispiel „HP“


und auch „LM“.

Wir können derzeit leider nur ein Vergleichsspielwerk zeigen, wenn Sie auf das Bildchen klicken, aber keine Auflösung, um welchen Hersteller es sich handelt.

Kommt Zeit, kommt Rat!

Oder vielleicht eine Hilfe aus dem Leserkreis!

 

Bei derzeitigen Ermittlungsstand sagt uns der Namen Charles Paillard nichts. Wir haben eine Ergänzung vorgenommen, wissen aber nicht, ob das nicht eine Mystifikation ist.

 

Blick in die Restaurierungswerkstätte von Niko Wiegman: Ein weiterer Schritt der Restarierung des Spielwerkes Rzebitschek 42020, die Restaurierungs des Kammes, ist abgeschlossen.

 

Neu erfasste Spielwerke oder neue Details /
New musical movements or boxes or more details (NOVEMBER UND DEZEMBER 2020)

HELLER-SITEMAP: Vier Kapitel

Die Geschichte der Schweizer Firma Heller (wiener/weitere/KOMPNSTN/zz1saeul/maker/fa/heller/hellerhist.html)

Heller als Händler in Österreich (wiener/weitere/heller/heller.html)

Die Musiktafeln (wiener/weitere/KOMPNSTN/zz1saeul/maker/heller.html)

Die Hellerschen Preiscourantes (wiener/weitere/hellerpreiscourante/courante.html)

2020,
1. Dezember

Nur zwei Firmen hatten eine auffällig große Vielhalt an Firmenzeichen oder -signete,
Nummer 1 und Nummer 2.

Sie haben Sie sicherlich gleich erkannt, um welche Hersteller es sich handelt, und wenn nicht, bitte einmal auf die Abbildung zu klicken.

Bei der erstgenannten Firma ist die Sache nicht verwunderlich, denn die Musikzettel sind im Buchdruckverfahren hergestellt und wurden offenbar immer wieder nachbestellt und nachgedruckt.

Bei der zweitgenannten Firma ist es einigermaßen erstaunlich, dass ein derartiger Kult mit dem Firmenlogo getrieben wurde. Immerhin handelt es sich um Chromolithographien, die zwar repräsentativer aber auch teurer in der Herstellung waren.

Zwei Fragen (two conundrums): Testen Sie Ihr Wissen (1): Einer der beiden war der vermutlich größte Hersteller, also derjenige, der die meisten Spielwerke produziert hat.

Bitte raten Sie (2): Bei welchen Spielwerken der beiden Fabrikanten gingen mehr dieser Tafeln verloren? Zur Lösung der beiden Frage bitte hier klicken.

 

FRAGE: Konnten wirklich immer alle Spieldosenfabrikanten dringende Bestellungen auch sofort ausliefern?

ANTWORT: Nein, nicht immer, meinte Anthony Bulleid.

In einem Notfall mussten sie von andere Kollegen zukaufen, versahen jedoch die Fremdware mit ihren eigenen Musktafeln oder anderem Zubehör, wie etwa mit dem eigenen gemarkten Lederzug zum Öffnen des verglasten Staubschutzdeckels.

So half zum Beispiel einmal Geo Baker der Firma L'Épée aus,

dann bezog Geo Baker von PVF

oder von anderen nicht namentlich genannten Firmen, und auch die renommierte

Firma Nicole musste einige 50.000-Werke bei PVF beziehen und sie auf Nicole umfrisieren bzw. umkleiden.

 

Trade marks, Firmensignete, craftman's marks, makers's marks

 

Die älteste ununterbrochen existierende Uhrenfabrik wurde 1755, also ein Jahr vor Mozarts Geburt im Jahr 1756 gegründet. Man könnte scherzhalber Vacheron & Constatin als den „Mozart der Uhrenindustrie“ bezeichnen. Die genannte Firma lieferte vermutlich kleine Teile an zumindest zwei Hersteller der Spielwerkfabriken, nämlich an Nicole und an Ducommun-Girod (Werknummer: Mitte der Zwanzigtausender). Die Markierung ist ein V und ein C, getrennt durch eine Raute.

 

Ein inch ist ein Zoll ist ein pouce, = 2,54 cm. Das wissen wir wohl alle auswendig. Aber das war nicht immer so.

 

Die Teilnehmerliste einer „International Inventions Exhibition“, also einer Internationalen Erfinder-Messe im Jahr 1885 weist 11 Aussteller auf, die mit Musikautomaten zu tun haben. Hauptgrund näher hinzusehen war die Teilnahme einer Firma aus Deutschland, namentlich aus Prag, wie im Katalog vermerkt ist, gemeint ist Rzebitschek. Doch auch die Teilnahme der Firma Paillard ist eine willkommende Gelegenheit, das erst gestern ins Netz gestellte Wissen auf den Prüfstand zu stellen, welche Firma das denn gewesen sein kann. Es gibt zwar nicht weniger als ein halbes Dutzend (!) an Argumenten, wie sich nachlesen lässt, entscheiden lässt sich das jedoch nicht.

 

Auf Josef Hellmesberger jun. haben wir lange warten müssen, und es ist erstaunlicherweise ein Schweizer Spielwerk, das in die Bresche gesprungen ist.

 

Endlich ist einmal eine erste Version einer kleinen Firmengeschichte zur Firma Paillard im Netz, besser gesagt, zu den mehr als dutzend Firmen, in deren Namen Paillard vorkommt, und zu Informationen zu etwa ein dutzend Personen dieses Namens. Zu einem gibt es sogar ein Porträt.

Und, wie immer, wenn man sich einem neuen Abschnitt der Geschichte der Spielwerke zuwendet, spielt der überaus vielseitige Autor Luuk Goldhoorn eine gewisse Rolle.

Es ist natürlich interessant, wenn man zu einer Spieldose, die man in der Hand hält, etwas mehr erfährt. Doch leider erweist sich die bisher erfasste, schon jetzt überbordende Datenlage als überaus kompliziert, und trotzdem offenbar noch immer lückenhaft, sodass am Ende des Kapitels sogar eine WARNUNG ausgesprochen werden muss.

Leider fehlen in den ersten zwei Drittel des 19. Jahrhunderts alle Musiktafeln, sodass so mancher Sammler, der ein ungemarktes Spielwerk sein Eigen nennt, von seinem eventuellen Glück gar nichts weiß.

Die Paillards zählen jedenfalls zu den wenigen ganz großen Playern, und der allererste Versuch, sich einen Überblick zu verschaffen, wird noch sehr vieler Ergänzungen bedürfen, und wird die Anzahl der Widersprüche in Zukunft vielleicht sogar noch erhöhen. Wir sind nicht so anmaßend, einen schnellen Erfolg erzielen zu wollen, der Diskurs ist jetzt erst einmal eröffnet.

 

Mit seinen Geburts- und Sterbedaten kann man Glück oder Pech haben. Letzteres widerfuhr den beiden Persönlichkeiten Sergej Prokofjew und Aldous Huxley. Der Erstgenannte starb am 5m März 1953 wenige Stunden nach Josef Stalin und der zuletzt Zitierte am selben Tag, an dem das Attentat auf John F. Kennedy stattfand, am 22. November 1963. Prokofjews Ableben wurde erst Monate später im Westen bekannt und Huxley wären an jedem anderen Tag mehr posthume Ehrungen zuteil geworden als am 22. November 1963.

Bei den Komponisten des 19. Jahrhunderts hatte Julius Schulhoff Pech und Glück zugleich:

Seine Lebensdaten, 1825-1898, sind mit denen von Johann Strauß, 1825-1899, die wohl jeder Musikliebhaber auswendig kennt, fast identisch und daher leicht zu merken.

Dem Komponisten Schulhoff ist von den Herstellern Schweizer Spieldosen nur sehr geringe Beachtung geschenkt worden.

Doch die Drucker der Musikzettel und -tafeln nahmen Schulhoff, wenn auch verballhornt zu Schuloff, recht häufig auf, und zufällig erlebten viele dieser Tafeln, es sind die des Kapitels 12/3, hohe Auflagen. Das Kapitel 12/3 nimmt mit (von insgesamt ) Nennungen mit großem Abstand den ersten Platz in der Häufigkeitswertung ein und mag, zumindest bei Spieldosen-Käufern, zur Popularität Schulhoffs beigetragen haben. So macher Klavierspieler wird sich, neugierig geworden, die Noten von Kompositionen von Schulhoff beschafft haben! (Die beiden weiß auf schwarz zitierten Zahlen werden laufend aktualisiert. Das Kapitel 12/3 machte, seitdem gezählt wurde, immer etwas unter 20% aller Säulenheiligen-Musiktafeln aus.) Das Glück, Schulhoffs Namen einmal korrekt, und nicht nur verballhornt zu Schuloff, lesen zu können, haben wir noch nicht gehabt. Auch die wenigen Nennungen als Komponist sind alle inkorrekt. In unserem Komponisten-Ranking nimmt Schulhoff Platz ein, eine ganz hervorragende Platzierung, lässt er damit doch zumindest hundert bekanntere Komponisten des 19. Jahrhunderts hinter sich!

 


Welche Komposition mag hier gemeint sein? Die Angabe des Komponisten erübrigte sich, denn der war damals im angloamerikanischen Raum nicht so geläufig...

 

Zum Thema Frauen in der Männerbranche der Spielwerkhersteller: Jeanette Catherine Girod Mitinhaberin, als Gattin mit ihrem Mädchennamen (und gleichzeitig Halbchwester) von F. W. Ducommun.

Niko Wiegman macht darauf aufmerksam, dass die ganze Spielwerkbranche ohne die Heimarbeit der viele Frauen für Tätigkeiten wie Walzenbestiftung nicht (bzw. nicht in diesem Umfang) existieren können hätte.

 

Kuriosum: Unter der Musiktafel ist der ursprüngliche Musikzettel versteckt

 

Gott erhalte Tranz auf einem Schweizer Spielwerk zu finden ist nicht unmöglich. Aber wer ist Tranz? Selbigr wird auch als Komponist angegeben. Es kann sich wohl nur um einen Schreibfehler handeln, das T ist ja dem F allzu ähnlich ...

 

Als im vorigen Jahr ein verwaister Musikzettel im Wiener Dorotheum autauchte, stellte Otmar Seemann diesen auf dieser Seite zur Diskussion. Es wurde ein Rossini-Programm angekündigt, wobei die Nummer 3 und 4 aus einer Oper Marie stammen sollen. Die gibt es zwar nicht, aber immerhin Moses, in der auch eine Marie und auch ein „Eliasar“ vor, der auf dem Musikzettel zu „Lel li tar“ verkommen sein könnte. Ganz wohl fühlte sich Seemann jedoch nicht und verlieh seiner Hoffnung Ausdruck, dass jemand einen besseren Vorschlag machen möge. Und der kam nun wirklich! In einem rezenten Aufsatz von Univ.-Doz. Dr. Helmut Kowar stellt seine Meinung vor, er verwirft Rossini und liest Marie als Mara. Diese Lesart gefällt auch Seemann besser und gibt der Kowarschen Deutung den Vorzug. Doch da es sich um einen verwaisten Musikzettel handelt und das Werk nicht autopsiert werden kann, stehen theoretisch noch andere Deutungsmöglichkeiten im Raum, vor allem, wenn es sich um ein Schweizer Werk sein sollte. Lesen Sie hier bitte hier die Details.

 

Etienne Blyelle-Horngacher wagte es als erster, ein frühes Spielwerk, sogar mit einem Sektionalkamm!, einem österreichischen Hersteller, genannt werden Olbrich und die Firma Willenbacher&Rzebitschek, zuzuschreiben. Liest frau/man aufmerksam den Text ist jedoch zu erkennen, dass Blyelle-Horngacher seine Überlegungen kritisch auf den Prüfstand stellt, und eigentlich nur zur Diskussion stellt, ob ein Schweizer oder österreichischer Hersteller am Werk war. Das Hauptargument für die Wahl des Aufsatz-Titels waren Bezüge auf das Kaisertum Österreich. Dies jedoch wären durchaus auch Argumente für eine Entstehung der Spieldose in der Schweiz.

2020,
1. November

Wenn Daten zu einer neuen „Hauptkomponisten“- bzw. „Säulenheilige“-Spieldose auftauchen, ergibt sich immer die bange Frage, ob und wie gut sie in das bisher erfasste Datengefüge passen. Mit einem „neuen“ Greiner-Bremond-Werk liegen nun schon fünf Spielwerke eines Kapitels vor, die meisten sind fotomässig sehr gut belegt. Ein wirklich schlüssiges Bild ergibt sich aus der bisher, bis zum 4. November 2020, erfassten Dokumentation jedoch nicht. Dazu sind fünf Exemplare offenbar zu wenig. Alles hängt von der (vorhergehenden) Nr. 6414 ab. Wenn die Angaben zu diesem Werk nicht stimmen, muss eine Neuevaluierung her. Wir bleiben dran!

 

H. A. V. Bulleid hat sich in vielen Publikationen Denkmäler gesetzt. In einer brillianten Abhandlung über eine Spieldose setzt er im letzten Absatz noch eines drauf. Er setzte sich mit der Frage auseinander, wieviele Töne in einer Sekunde gespielt werden können. Er kommt zu folgendem Ergebnis: Am Klavier sind es 38, Spieldosen schaffen immerhin noch 24! Bitte lesen Sie selbst!

 

Zufällig hat es sich ergeben, dass wir auf dieser Webseite vier datierte Spielwerke von 1822 zeigen können. Bitte den ersten Link des nun folgenden Verteilers anzuklicken.

 

Neue, erweiterte Fassung: Wenn eine Aufzugsfeder durch rohe Gewalt überdreht wird, kann sie brechen. Aber wie erklärt sich ein vielfacher Bruch in zwei oder drei Dutzend (!) Einzelteile? Zur Lösung bitte hier klicken!

 

Hans-Jürgen Eisel entdeckt eine bisher nicht bekannt gewesene Signatur in einem sonst unbezeichneten Spielwerk. Wissen wir damit jetzt nur die Haarfarbe eines Spielwerkmachers, der vielleicht gute Gründe hatte, anonym bleiben zu wollen oder zu müssen, oder ist es sein echter Namen?

Als ungemarktes Werk

Unter dem Namen der geritzten Signatur

Als im Prager Dunstkreis entstandenes Spielwerk, was wir am ungahrscheinlichsten erachten

 

Niko Wiegman sieht eine gedruckte Musiktafel und erkennt damit auf den ersten Blick, dass es sich um ein besonders aufwändig hergestellte Spieldose handelt. Auch mit seinen 5 Musikstücken sollte es offenbar aus der Masse herausstechen. Eine weitere Zutat ist eine Genfer Vedute (Chromolithographie) in der Schatulle. Sogar eine eigene Plakette mit der Beschriftung „GENÈVE ET LE MONT BLANC“ wurde angebracht, wie man sie wahrhaft nicht alle Tage sieht. Wer kann der Hersteller sein? Man hört nach einem Walzer des „böhmischen Strauß, J. Labitzky“, aus dem Jahr 1861 vier Ouverturen. Spieldauer: Rund Zwei Minuten.

Bitte klicken!

2020,
1. Oktober

Um welchen Teil des Spielwerkes handelt es sich?

Bitte klicken!

Neu erfasste Spielwerke oder neue Details /
New musical movements or boxes or more details (OKTOBER 2020)

Olbrich: 5 Kammschrauben, und daher wieviel Zungen? In diesem Fall sind es auch nur 82, aber dafür sind drei statt der sonst üblichen 2 Musikstücke gestiftet; Gusseisengrundplatten-A.-Olbrich in einer Bilderuhr

Sektionalkamm-Spieldose mit verglastem Deckel

Firma Junod: Die Low-Hanging Fruits der Spieldosen der Firma Junod sind bereits abgeerntet. Wenn man einige wegstreicht, hätte das immer noch genug Aussagekraft. Was tun? Suche einstellen? Antwort: Keinesfalls. Irgendwann wird schon wieder eine Big-Point-Spieldose auftauchen, die den Wissenshorizont erweitert.

 

Neuer Menüpunkt bei den Spieldosen mit Musiktafeln mit den „Hauptkomponisten“ den „Säulenheilige“: Abbildungen von Genfer Veduten,

die sehr häufig auf hervorragend ausgestattete Spieldosen hinweisen. Bitte ausprobieren!

 

Wenn eine Aufzugsfeder durch rohe Gewalt überdreht wird, kann sie brechen. Aber wie erklärt sich ein vielfacher Bruch in zwei oder drei Dutzend (!) Einzelteile? Zur Lösung bitte hier klicken!

 

Warum spielt die vielleicht umsatzstärkste Schweizer Spielwerkfabrik, Mermod Frères, die ja kurzfristig sogar eigene Wiener Niederlassung hatte, keine größe Rolle in Wien? Ein Klick zur Antwort auf die Frage.

 

Testen Sie Ihr Wissen (Rätselfrage, engl. conundrum): Dieser kleine Ausschnitt aus einer Abbildung einer Walze reicht schon aus, um den Hersteller benennen zu können:

Ein Klick zur Lösung des Rätsels

 

 

Die fünf Gründe für den Erfolg von J. H. Heller

 

 

Wichtige Hinweise betreffend seltene Eigentümlichkeiten der Bauweise von drei Spielwerken publizierte Arthur W. J. G. Ord-Hume im Jahr 1974 und stellte gleich drei Cartel-Sektionalkamm-Spielwerke vor, die alle diese features aufweisen. Die genaueste Beschreibung findet sich bei einem 83-Zungen-Werk, von dem aus die beiden anderen anklickbar sind. Lesenswert und spannend!

 

Mehr...

 

Eine Drehorgel mit einem Musikprogramm mit einer typischen hellgrünen Bordure mit weiß-dunkelgrünen Floraldekor sahen wir vor etwa zwei Jahren, hatten aber keine Möglichkeit einer Fotodokumentation. Wir ersuchen um Informationen, da ein weiteres Exemplar aufgetaucht ist

 

Einen Tag nach der Veröffentlichung der unten zitierten Hellerschen „Preis-Courantes“ schreibt das Auktionshaus Breker in Köln ein Original, ein Miniatur-„Schweizer Haus“ als Zigarettenbehälter mit Spielwerk zur Versteigerung aus!

 

Die Berichterstattung über die Firma J. H. Heller aus Bern wurde um eine Facette reicher: Endlich ist es gelungen, zwei der „Preis-Courantes“ aufzustöbern. Der Textteil bringt zwar nicht viel neues, aber die fast zwei Dutzend Abbildungen sind einigermaßen sensationell und eine wichtige Ergänzung.

Nach wie vor eine Baustelle ist die Korrelation zwischen den Nummern und einer Schätzung deren zeitliche Zuordnung. Es wird schon länger daran gearbeitet, aber derzeit reicht das Datenmaterial noch nicht aus.

 

Testen Sie Ihr Wissen (I) (Rätselfrage, engl. conundrum): Blitzdiagnose: Wieviele Musikstücke spielt dieses Spielwerk? Zur Antwort bitte hier klicken

 

Testen Sie Ihr Wissen (II) (Rätselfrage, engl. conundrum): Wer war, soweit bisher bekannt, der produktivste Hersteller von Sektionalkamm-Spielwerken? Zur Antwort bitte hier klicken

2020,
1. Oktober

Wenn eine Musiktafel so aussieht wie oben abgebildet, gibt es immer noch eine Hoffnung. Die elektronische Bildbearbeitung macht es möglich trotzdem brauchbare Daten zu retten .., sogar die Nummer!

Neu erfasste Spielwerke oder neue Details /
New musical movements or boxes or more details (SEPTEMBER 2020)

Olbrich: 1916-105, 4704-202

Reparaturfortschritt bei einem schwer defekten Olbrich-Spielwerk

 

Die Antiques Trade Gazette stellt die beiden Geschäftsführer von Silverstone Music Boxes vor, jeder der beiden hat eine mehr als 40-jährige Erfahrung.

 

Wenn frau/man sich über die Tischler der Originalkassetten der Schweizer Spielwerke den Kopf zerbricht, muss man eine sehr große Anzahl von Originalschatullen anschauen können. Wer hat dazu schon Gelegenheit? Zweifellos wird es Schablonen gegeben haben, um nicht täglich Neuberechnungen anstellen zu müssen. Wer sich folgende zwei Spieldosen von Heller und Bremond ansieht, könnte zu dem Schluss kommen, dass sich die Tischler der beiden genannten Herstellerfirmen offenbar derselben Zulieferer der verwendeten Landschafts- bzw. Städtedarstellungen bedient haben!

 

Die Kantone Genf und Waadt dominierten im 19. Jahrhundert die Spieldosenherstellung in der Schweiz.

 

Bei den Schweizer „Hauptkomponisten“- bzw. „Säulenheiligen“-Musiktafeln kam ein neues Unterkapitel, 22/2, dazu.

 

Die Auswirkungen von Wirtschaftskrisen auf die Spielwerkindustrie waren, wie nicht anders zu erwarten, ungünstig. Lesen Sie mehr ...

 

Niko Wiegman lässt in seine Werkstätte schauen und zeigt auf 9 Fotos die Auffüllung einer Walze mit Zement!

 

Was soll man damit anfangen?

Mit der Nummer sehr viel!

Bei den 20.000-Werken passt die Nummer 25135 wunderbar hinein, wenn man sich die Mühe macht und im Kapitel 10 (zwei man fünf sind ZEHN Hauptkomponisten oder „Säulenheilige) das Bildmaterial der Spielwerke mit den Pfeiltasten durchbättert. Es wird sich in diesem Fall vermutlich um eine Spieldose von Ducommun-Girod handeln.

 

Die Spielwerkfabrik, welche die meisten Spieldosen (an die 130.000) hergestellt hat, also Mermod (Frères), hatte bei einer Ausstellung auch einen entsprechend pompösen Stand

 

Schweizer Spieldosenhersteller haben bisweilen auch in für die USA bestimmten Spieldosen mit einem entsprechend auf den amerikanischen Markt zugeschnittenen Musikprogramm auch Werke von Komponisten aus Österreich eingefügt, etwa auf die der Brüder Schrammel!

 

Eine dritte Ente ist zugeflogen! Olbrich, Sl.&Pr., und nunmehr auch Maly

 

Der bisher nicht erfasst gewesene Haushaltswarenhändler M. Geyer bewarb in den 1879 und 1884 auch Spielwerke, die er angeblich von der Première fabrique de pièces à musique, bzw. der Ersten Schweizerischen Musikwerke-Fabrik bezog. Lesen Sie bitte hier, was davon zu halten ist!

 

Neufassung des Stichwortes Karrer

 

Endlich ist auch die Berliner Musikwerk-Fabrik L. Spillner erfasst, die keine eigenen Spielwerke hergestellte, sondern das Geschäftsmodell von J. H. Heller, Bern, kopierte, wie an ähnlich lautenden Anzeigen abzulesen ist.

 

Ein neu aufgefundenes anonymes Wiener Spielwerk mit vier Kammschrauben kann derzeit nicht zugeordnet werden, ähnliche Werke sind jedoch bekannt!

 

Ein neu aufgefundenes siebenundsiebzig züngiges anonymes Wiener Spielwerk mit drei Kammschrauben könnte von Einsidl stammen

 

Warum eine eigene Seite über Sektionalkammspielwerke, wenn sie doch erst
Spielwerke erfasst?

2020, 1. September

Sektionalkammspielwerke mit einer zweireihigen Anordnung der Zungen wurden nur gebaut, wenn eine Sektion nur eine Zunge umfasst.

Neu erfasste Spielwerke oder neue Details /
New musical movements or boxes or more details (AUGUST 2020)

Durch einen Hinweis von Niko Wiegman konnte der Bericht über ein Spielwerk von „Briese“, Nr. 46888, (in Wahrheit von Gustav Řebiček), neu gefasst werden.

Hinweis von Niko Wiegman: Rzebitschek-Spielwerk mit 9 Kammschrauben: 49495

Neue „Columns and Composers“, „Hauptkomponisten“ der Schweizer tune sheets, so genannte „Säulenheilige“: Passen die Musiktafeln immer zu den vorgefundenen Musikwerken dazu? Wenn das Spielwerk ausgetauscht wurde, natürlich nicht. Dies ist vor allem bei den hochwertigsten Werken der Fall, wie z. B. bei Nicole. Bei diesem Hersteller sind hier (zu Unrecht) drei Werke gelistet, obwohl Nicole keine Musiktafeln mit den „Columns and Composers“, „Main Composers“, „Hauptkomponisten“ oder „Säulenheilige“ ausgestattet hat und daher Nicole gar nicht vorkommen sollte. Die beiden häufigsten Designs — Design 1/2: Mozart — Design 20: L'Épée — Design 12/3: 4790 — erstmals komplette Angabenzu dem seltenen Design 4/3 — Neue Übersichtsseite über zwei Varianten von Schweizer Musiktafeln (Design 10/1), die sich geringfügig unterscheiden und von der Druckerei an mehrere Spielwerkhersteller verkauft worden sein müssen

Franz Einsidl 7205-1465

Anton Olbrich 10155-776, 17366-2060 (mit zwei unbekannten Musikstücken)

Gebrüder Stern 8282/1715

 

 

Unglaublich: Es sind erst Spielwerke mit Musiktafeln mit der Auflistung der „Hauptkomponisten“ / „Säulenheiligen“ erfasst, und schon ergibt sich der ungaubliche Zufall, dass eine Nummer, 6484, die sowohl von der Firma Karrer als auch Heller vergeben wurde, von beiden genannten Herstellern erfasst ist! Dabei sind die erfassten Werknummern überwiegend vier- und fünfstellig!

 

Gibt auch „Hauptkomponisten“/ „Säulenheilige“-Musiktafel OHNE „Hauptkomponisten“/ „Säulenheilige“, also solche, bei denen die Felder, in denen sonst die Namen der KomponistInnen eingedruckt sind, leer blieben?

 

Spielwerke mit einem Musikpogramm von FÜNF Musikstücken

 

Über fehlende und „überflüssige“ Zungen

 

Was haben Papierreste im Inneren der Walze verloren?

 

Eine Kuriosität fand sich auf der Innenseite des Kammträgers des Spielwerkes 7205-1465 von Franz Einsidl: Die Musiknummer wurde gleich zwei Mal eingeritzt

 

Zwei exemplarisch schön spielende Spielwerke von Franz Einsidl sind auf YOUTUBE zu hören: Links über die Nummern 2938-697 und 4076-1142

 

Reverse(d) combs

 

Ein wichtigster Aufsatz ist Paul Belamys „The origins of the musical box“ von 2011.

Es handelt sich zwar um keinen unwiderlegbaren Beweis, aber immerhin um einen Hinweis auf den Pariser Uhrmacher Antide Janvier, der bereits 21 Jahre vor Antoine Favre-Salomon ein Kammspielwerk gebaut haben könnte.

Wer wird das Match Antide gegen Antoine gewinnen? Nur eine rezente, gut fotodokumentierte Monographie aus der Tastatur eines namhaften Fachmannes, wie es Paul Bellamy ja ist, könnte Licht ins Dunkel bringen. Aber dazu müsste die Uhr erst einmal aufgespürt werden. So lange das nicht der Fall ist, müssen die Lehrbücher nicht umgeschrieben werden.

 

Neufassung: Auch im Gedenkjahr an Antoine Favre-Salomon, 1734-1820, können wir leider kein Foto eines seiner Spielwerke bieten ...

 

Nelkenspielwerke und Frühlingsrollen ...

 


Das einzige bekannte Porträt eines Wiener Spielwerk-, genauer gesagt Flötenspielwerkherstellers.

Abgesehen von der Prager Familie Rzebitschek sind kein weiteren Abbildungen von Prager und Wiener Spielwerkfabrikanten, interessanterweise auch nicht von J. H. Heller aus Bern, bekannt. Dieser gab sich als Hersteller aus, war jedoch in Wahrheit nur Händler bzw. Versandhändler und konnte große Stückzahlen in Böhmen und im Österreich verkaufen. Davon legen die unzähligen Anzeigen in Zeitungen und die weite Verbreitung von Schweizer Spielwerken in den genannten Ländern ein beredtes Zeugnis ab.

 

Französische, Schweizer und erstaunlicherweise sogar auch zwei Wiener Druckereien (bzw. Lithographische Anstalten) stellten die Musiktafeln mit den „Hauptkomponisten“ („Säulenheiligen“) her

 

Neufassung des Stichwortes Dämpfer

 

Der amerikanische Spielwerkspezialist, -händler und -restaurator Lynn Bilton hat eine sehr nette vierteilige Einführung in den Mikrokosmos Spielwerke geschrieben, den man durchaus mit Gewinn liest, wenn man sich etwas Zeit nimmt

 

Der „medizinisch-musikologischen Doktorin“ Nancy Fratti hat der Spielwerkrestaurator und -händler Lynn Bilton eine bemerkenswerte Seite gewidmet. Eine Pflichtektüre, bitte etwas Zeit zu nehmen!

 

Ein kurze Übersichtsseite verlinkt zu den fünf bisher bekannten Rzebitschek-Spielwerken, die in Puppenautomaten engebaut wurden

 

By courtesy of Mr. Troy Duncan two photos of the details of the Rzebitschek automaton with dolls with can be seen here, and a video is on the homepage of Mr. Troy Duncan

 

Eine Konzessionspflicht für Spielwerkhersteller gab es bereits ab 1839. In den ersten zehn darauf folgenden Jahren dürfte dies totes Recht gewesen sein, da sich damals vermutlich niemand fand, der diesen Beruf ergreifen wollte.

 

Herrn Niko Wiegman ist auch dieser Link zu verdanken

Neu erfasste Spielwerke oder neue Details /
New musical movements or boxes or more details (JULI 2020)

Vier neue Hinweise von Niko Wiegman, Spielwerkrestaurator in Hilversum, Holland: Slawik & Preiszler: Nr. 2800, (Willenb.-)Rz. 22273-1959, 21378-1959, 34414-2965, 39968-3598

Olbrich: 13223-631, 13466-1356; Musikzahl 3720 (gusseiserne Grundplatte), Werk mit gusseiserner Grundplatte

Rebicek: 43074-3837; 43547-3837; 23377-2004; 47141-3954: Bitte um besondere Beachtung des Musikteiles (drei Musikstücke), 50092-3238, 23889-1928; Willenb.-Rz. 11118-913

Franz Einsidl 7205-1403 (mit einem Zitat aus dem Cancan aus Orpheus in der Unterwelt, zum Cancan ist eine Begriffserklärung anklickbar).

 

 

Puppenautomaten wurden in Prag weit häufiger hergestellt als in Wien. Niko Wiegman hat in einem japanischen Museum ein weiteres Exemplar der Firma Rzebitschek entdeckt.

2020, 1. August

Zierelemente aus Perlmutt an den Portaluhren sieht man häufig, auf den Schatullen jedoch nur sehr selten. Niko Wiegman hat einen Bericht über ein solches Exemplar gefunden.

 

Der „Spielwerk-Schraubstock“ oder „Grundplattenfixator“

 

 

 

Neue Übersichtsseite zu Léonard-Frédéric Nardin

 

Einen extrem breiten Windfang und ein extrem seltenes, auch Bulleid unbekannt gebliebenes tune sheet weist ein neu aufgetauchtes Schweizer Spielwerk auf.

Auch die Herstellerfirma war uns bisher unbekannt.

 

 

Der Nummernquotient (NQ) einer Spielwerkfirma, der Quotient zwischen Werk- und Musiknummer, gibt Aufschluss darüber, wie viele Spielwerke im Durchschnitt mit dem selben Musikprogramm das Werk verlassen haben (Neufassung)

 

Wieviel Punkte hat die Nulllinie?

 

Walzenwechsel von Wechselwalzen bzw. Austauschwalzen, rechange cylinder, interchangeable cylinder, viele Begriffe auf einmal...

 

Windfanglose Spielwerke

 

Der erste Spielwerkhersteller begann seine Tätigkeit im Jahr 1796, heuer jährt sich zum 200. Mal sein Todestag!

 

Häufigkeit der heute zu aufzufindenden Wiener bzw. Prager Spielwerke

 

Die Schweizer Pierre Jaquet-Droz und sein Sohn Henri-Louis gehören zu den bedeutendsten Automatenherstellern des 18. Jahrhunderts. Leider gibt es kaum einen Österreich-Bezug, ausser dass die beiden zumindest kurzfristig Lehrherrn des Wiener Flötenuhrmachers Moritz Steiner waren. Grund genug, um die beiden Jaquet-Droz in aller gebotenen Kürze (und mit einer Abbildung von drei der damals europaweit bekannten „Androiden“) zu würdigen.

 

Auf vielen Schweizer Musikkarten (tune sheets) wird die Medaille der Weltausstellung 1873 in Wien abgebildet. Meist zu Recht, denn diese wurde nicht für die Teilnahme an der Ausstellung verliehen sondern nur dann, wenn die betreffende Firma dafür nominiert wurde. Da auch der Zeitschrift für Instrumentenbau diese Ehre widerfuhr, schmückte sie sich auf dem ersten bzw. Titelblatt mit einer Abbildung dieser Medaille, die auf den diversen tune sheets nur unscharf und kleinformatig zu sehen ist. So sieht man die begehrte Medaille nur hier in allen Details.

 

Portaluhren mit Spielwerken und Aquarellen:
() Beispiele

 

Ein Olbrich-Spielwerk für Straßenmusikanten zum Umhängen

 

Zu einen weiteren Spielwerk dessen Grundplatte zumindest teilweise mit abgerundeten Ecken versehen wurde

 

Bei den tune sheets mit den „Hauptkomponisten“, den „Säulenheiligen“, ist wieder ein neues Design aufgetaucht! Es ist das einzige, das leider in so schlechter Fotoqualität vorliegt, sodass es nicht lesbar ist. Erst das Auftauchen einer leserlichen Musiktafel wird Klarheit bringen. Fest steht nur, dass es sich um 22 Komponisten handelt, also 11 auf jeder Seite.

 

Das genaue Sterbedatum (und -adresse) von Anton Wiest verdanken wir einer Mitteilung von Dr. Michael Lorenz

 

Am 11. Juli wird in den USA in Schweizer Spielwerk mit einem Haydn-Musikstück versteigert!

 

Bei einem Spielwerk der Firma Rzebitschek ist ein bisher unbekanntes Kürzel aufgetaucht. Wir werden versuchen herauszufinden, ob das als eine Paraphe zu deuten ist.

2020, 1. Juli

Die Jahresregenten von 2020 sind Franz Einsidl und Anton Olbrich junior.

Beide wurden vor 200 Jahren geboren und erhalten bis zum Ende des Jahres auf der Homepage einen eigenen Button

Neu erfasste Spielwerke /
New musical movements or boxes (JUNI 2020)

Olbrich, Anton 6819-314, 25916-1686


Olbrich, Josef 22107-5215


(Willenbacher &) Rzebitschek: 1351, 8257-608; 40030-3576


Unnummeriertes und ungemarktes Dreiohrenwerk


Sektionalkammspielwerk

 

Über eine Spielwerkfirma (?) namens „Oberon & Matalini“ war von Wien aus nichts in Erfahrung zu bringen. Ein voriges Jahr in England versteigertes Spielwerk weist die Werknummer 4369 auf ...?! Grund genug, auch diese(n) „Hersteller“ (?) auf das Radar zu nehmen, und zwar in der Hoffnung, bald auf weitere Wissensplitter zu stoßen und berichten zu können. (26. Juni 2020)

Auf einen wichtigen Hinweis mussten wir nur wenige Stunden warten. Das Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates von eiou, Niko Wiegman, lieferte einen wichtigen Hinweis. (26. Juni 2020)

Damit bleibt zumindest Matalini auf dem Suchradar, wobei der Namen sowohl der Titel eines Musiktheaterwerkes, der eines Komponisten wie auch der eines Sängers oder einer Sängerin gewesen sein kann. Ganz ausgeschlossen ist die Möglichkeit, dass es doch um einen Spielwerkhersteller handeln könnte, allerdings auch nicht, da dieser vielleicht nur ganz kurzfristig eine ältere Firma übernommen hatte und bald darauf wieder ausgeschieden sein könnte.

Das Auftauchen eines weiteren Spielwerkes (aus dieser Zeit) mit Namen auf dem Walzendeckel hätte nahezu Beweiskraft bzw. wäre ein wichtiger Hinweis!

Die verschiedenen Typen der Windflügel wurden in der letzten Zeit um das eine oder andere Beispiel ergänzt

 

Klicken Sie sich hier durch alle bisher erfassten Fotos der Spielwerke von Josef OLBRICH, unseres Jahresregenten, der vor 200 Jahren geboren wurde

 

Federhausnummerierungen finden sich bei Spielwerken der Firma Einsidl schon bei sehr frühen Werken. Wie das einzuschätzen ist, bleibt vorerst unklar: Arbeitsteilung mehrerer Arbeiter oder Zukäufe von Uhrenbestandteilfirmen?

Die meisten Sektionalkammspielwerke, die in österreichischen Uhren zu finden sind, stammen aus der Firma Ducommun-Girod. Grund genug, in kleine Auflistung (Stückzahl derzeit ) vorzulegen.

Aber auch den späteren Einzelkamm-Spielwerken finden sich Anhäufungen, wenn auch die Stückzahlen noch gering (derzeit ) sind. Es bleibt spannend! Beide Listen sind miteinander verlinkt! Spielwerke der Zweiten Nummerierung konnten wir keine finden, und schon gar nicht solche aus der nur rudimentär vorhandenen dritten Zählung.

Geriffelte („reeded“) Grundplatten kommen bei österr. Spielwerken nie vor, sondern nur bei Schweizer oder franz. Werken.

Einige Hersteller aus der Schweiz und aus Frankreich verdienen aus unterschiedlichen Gründen Erwähnung auf dieser Webseite.

Auch die Beurteilung der Drucker und deren Musiktafeln spielt in gewisse Rolle, nota bene auch zwei Wiener Druckereien,

(Habernal und Kessler und Herz),

Zulieferer für eine Schweizer Vertriebsfirma (J. H. Heller) waren.

Schmetterlingsförmige Windflügel sind zwar nur selten zu sehen, aber es gibt sie!

 

Ein von Hans-Jürgen Eisel aufgespürtes ungemarktes, als frühes von Willenbacher und Rzebitschek hergestelltes anzusehndes Spielwerk von überraschte bei der Restaurierung dadurch, dass es gleich zweifach ein (ligiertes) Monogramm „FR“ aufwies, was wohl nicht viel anderes als Franz Rzebitschek bedeuten kann. Eine eingeritzte Nummer, 1351, wäre eine frühe Werknummer, und zwar die bis jetzt früheste bekannte.

Stephan Andreewitsch findet den Eintrag des Orgelmachers J. Wiest im Trauungsbuch der Pfarre St. Michael am Michaelerplatz.

 

Die Übersichtsseite zu den Sektionalkammspielwerken wurde nun zum ersten Mal befüllt. Es werden Werke mit 5 Zungen pro Sektion vorgestellt.

 

Der Londoner Händler Berens, Blumberg & Companie hat in der Geschichte einer bestimmten Firma eine wichtige Funktion, weil er viele ihrer Spielwerke verkaufte ...

2020, Juni

Den Schweizer Hersteller Perrelet hatten wir bisber nicht in unseren Aufstellungen

 

In welchen Ländern wurden Walzen- bzw. Kammspielwerke hergestellt?

 

Die OVALSTEMPEL der Firma Franz Rzebitschek bzw. Gustav Řebiček

 

Die Stradivari der österreichischen Spielwerke, besser derjenigen aus Böhmen und Österreich, hat einen Namen: Rzebitschek

 

Ein „H“ am äusseren Federhausdeckel ist typisch für welche Firma?

 

Gab es in auch in Wien für Bronzeuhren gedachte Uhrenbasis-Konstruktionen, in die Spielwerke (von Anton Olbrich) eingebaut wurden?

 

Die Musik kommt!
Welch' programmatische Ansage, wenn man ein Spielwerk bringt und öffnet! Als Komponist des gleichnamigen Musikstückes ist Theodor Franz Schild, 1859 (Wien), †1929 (ebenda), zu nennen, der auch in der Schweiz Beachtung fand.

 

Neufassung: Der Teich der „Hauptkomponisten“ der Schweizer tune sheets, der „Säulenheiligen“, ist wohl noch lange nicht ausgefischt. Neu ist das Kapitel 12/6, also je sechs Komponistennamen auf jeder Seite, von dem bisher nur zwei Belegstücke gefunden wurden.

 

Haben Schweizer Spielwerkfabriken oder/und -händler auch Zulieferfirmen aus Österreich-Ungarn beschäftigt? Ja, haben sie. Bitte klicken!

 

Wie ordnet man eine Nicole-Musiktafel ein, die keine „Säulenheilige“ enthält?

Gar nicht, denn sie gehört ja nicht in die Abteilung der „Säulenheiligen“.

Trotzdem lohnt es sich darauf aufmerksam zu machen, dass es „Säulenheilige“-tune-sheets gibt, die offenbar aus der selben Druckerei stammen, da sie Bildelemente aufweisen, wie sie bei Dajoz, Genf, vorkommen. Natürlich kann es sich auch um einen Nachahmer einer anderen Druckerei handeln, aber diese Spur verdient trotzdem Beachtung.

2020, Mai

Eine neu aufgefundene Abkürzung eines Arbeiters bei Rzebitschek?

 

7 Indexe(s) to the Main Composer tune-sheets / „Säulenheiligen“-Musiktafeln

 

Ungemarkte Spielwerke ohne Nummerierung sind manchmal schwer einzuordnen. Einige haben wir von eiou.at sowohl bei den Wiener als auch bei den Prager Spielwerken eingereiht, was nicht einmal ganz falsch sein muss, weil es ja durchaus vorkommen kann, dass Bauteile von Ersatzteilspendern „transplantiert“ wurden. Bei einem hier vorgestellten Werk, das nur vorsichtig geschätzt werden kann, da keine Autopsie mögilch war und die Fotos von eher bescheidener Qualität sind, überwiegen die Merkmale des Prager Herstellers Rzebitschek, wenn auch nur knapp.

 

Sind solche Dämpfer noch brauchbar oder nicht?

 

Osterfreude (2): Ein direkter Vergleich von Olbrich und Rzebitschek. Wer gewinnt Ihrer Meinung des Lorbeerkranz?

 

Testen Sie Ihr Wissen (Rätselfrage, engl. conundrum): Ist bei der vorigen Frage Anton Olbrich junior oder senior gemeint?

 

Osterfreude (1): Ein besonders schöner Radetzky-Marsch auf einem Maly-Spielwerk (bitte die zweite Aufnahme Nr. 3643-875, anzuklicken). Die erste Aufnahme stammt von einem unrestaurierten Spielwerk mit lahmender Aufzugsfeder. Und wenn Sie mit anderen Aufnahmen vergleichen wollen ... voilà!

 

Neuentdeckung: Eine neue Arbeitersignatur bei Maly?

 

Erstmals stellen wir das Musik-Format „.bin“ vor und geben den Hörer*innen die Glegenheit, es mit dem „.mp3“ zu vergleichen. Leider sind die erstgenannten Dateien etwas größer, sodass wir dem „.mp3“ den Vorzug geben. Doch unsere Leser*innen und Hörer*innen sollen mitentscheiden.

 

Das Große Zahnrad des Windfanggetriebes stellt sich vor

 

Ein spiegelverkehrtes „N“ am Windfangblock kommt bei Rzebitschek-Spielwerken relativ selten vor. Dafür ein neu aufgetauchtes Beispiel!

2020, April

Die Liste der Frauen, die in der Geschichte der Kammspielwerke eine Rolle gespielt haben, ist wieder um einen Namen reicher geworden: Caroline Paillard.

 

Zum „ersten Spielwerk von 1796“ ist Herrn Wiegman die Mitteilung einer Richtigstellung durch Luuk Gldhoorn zu verdanken!

 

In der Liste der „Säulenheiligen“, der Hauptkomponisten der Spielwerkfirmen, lassen sich immer wieder Ähnlichkeiten feststellen, die als Hinweise auf die mögliche Herstellerfirma dienen können.

 

Beispiele für Gemälde von Malern, auf denen sie einige ihrer Bilder zitieren, sind nicht so selten. Dass jedoch auf einer Musiktafel selbige im Kleinformat nochmals zu sehen sind, bleibt unseres Wissens einer Leipziger Lithographischen Anstalt vorbehalten.

 

Niko Wiegman macht auf der Aufzugsfeder eines Ducommun-Spielwerkes eine wichtige Entdeckung, nämlich einen Datierungsvermerk, der eine zeitliche Zuordnung ermöglicht: Vermutlich entstanden die Ducommun-Girod-Spielwerke mit Werknummern um die 4000 im Jahr 1828 oder spätestens 1829!

 

Ein bisher nicht katalogisiert gewesenes Design der „Säulenheiligen“ (mit je drei Komponisten auf jeder Seite) ähnelt ein anderen (4/3), sodass sich wohl ein Künstler von einem anderen inspieriert haben lassen muss oder, noch wahrscheinlicher, sodass man annehmen muss, dass es sich um denselben Grafiker und/oder dass es sich wohl um einen Druck aus der selben lithographischen Anstalt handeln wird.

 

Einen Beleg dafür, dass Wiener Spielwerke in den USA eine bedeutende Rolle gespielt hätten, haben wir nicht gefunden. Nur auf das Leben eines (aus der Schweiz stammenden) Herstellers namens Henry Gautschi nahm ein aus Wien stammender Auswanderer einen fatalen Einfluss, und zwar dadurch, dass er den Amerikaner tragischerweise erschoss. Zum Tod verurteilt, zu lebenslänglicher Haft begnadigt, vorzeitig aus der Haft entlassen, machte der aus Wien stammende Mörder namens Jacob Pesendorfer in der Folge sogar noch eine erstaunliche Karriere als Fabrikant. Er stellte Holzkassetten, Gehäuse für Grammophons und Radios etc. her. Kassetten für Spielwerkschatullen bot er nicht mehr an, weil modernere Technologien die damals altmodisch gewordenen Spielwerke abgelöst hatten.

 

Die beiden Hersteller Métert und Langdorff wurden von Anfang an auf eiou.at zu einem einzigen Kapitel zusammengezogen, da die beiden schwer zu trennen sind.

Zu Unrecht! Denn es sind vier Hersteller, die gemeinsm betrachtet werden müssen!

Moulinié Ainé kommt noch dazu und ein einziges der Firma Malignon. MeMouLaMa heisst der Artikel nun. Die Schöpfungshöhe von eiou.at ist nicht allzu hoch, wir haben nur das bisher publizierte Wissen zusmmengefasst, (beide Quellen gehen auf H. A. V. Bulleid zurück), und durch einige wenige eigene Funde bestätigt. Da die bisherige Datenlage nun am Mobiltelefon zugreifbar sind, wiederholen wir die Bitte von H. A. V. Bulleid um Mitteilungen aus dem Leserkreis.

 

What can be found on the ratchet handle?

 

Adre Soualle ... es wird wohl richtig André heissen, wie das andere ja auch schon so angenommen haben ... zu Unrecht! ADRE schon richtig! So lautet nämlichs der Schriftzug des Signets der Firma, wobei ADRE das Akronymn für Alexandre ist!

Besagter Spielwerkhersteller zeichnet sich dadurch aus, auch die Grundplatte unter dem Kamm mit einem Stempel versehen zu haben. Auch dieser „AS“ lautetende Stempel ist einzigartig, weil das „S“ seitenverkehrt ist.

 

Richard Genée ist einer der bedeutendsten Librettisten der Goldenen Ära der Wiener Operette. Zu seinen Lebzeiten war er auch als Komponist beliebt, wie der Artikel über den Komponisten Richard Genée auf dieser Webseite beweist.

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Auf diesem Foto ist so gut wie nichts erkennbar!

Auf der Vergrößerung dieses Fotos (bitte klicken) ist das „curved damper panel“ jedoch durchaus zu erahnen!

2020, März

Ein Spielwerk von Maly als Ausstellungsstück?

 

Das Spielwerk mit der höchsten bekannten Werknummer kann nur von welcher Firma stammen?

 

Bei den Willenbacher & Rzebitschek-Spielwerken muss etwas durcheinander gekommen sein. Entweder liegt ein Nummerierungsfehler vor oder ein Fehler in Kowar 2019. Eine rote Markierung soll die Leser*innen auf eine Falsifizierung aufmerksam machen, ohne dass diese geklärt werden kann.

 

Wie nennt man beim Ratschenaufzug den länglichen und geschwungenen Teil und den kurzen Querteil?

 

Was ist die Zahnkranzrille?

 

Viele viele Jahre lang wurden Spielwerke, deren Nummern nicht eruierbar waren, mangels späterer Zuordnung nicht dokumentiert.

Das war ein Fehler. Denn Jahre später erinnert man sich, eine ganz ähnliche Uhr schon einmal gesehen zu haben, auch mit einem Spielwerk, gewiss, ... aber mit welchem?

Als Beispiel sei hier ein Willenbacher & Rzebitschek-Spielwerk in einer Bilderuhr mit einem ausgefallenen Rahmen genannt. (Auf der kommenden Seite bitte die Bilderuhr anzuklicken!)

Daher werden bereits seit etwa fünf Jahren auch besonders markante Uhren aufgnommen und dafür wurde eine eigene Plattform geschaffen, die von jeder Einzeldatei eines Spielwerkes anklickbar ist:

Auf dieser Infomationsseite sind neben Querverbindungen auch Bilder zu sehen, die zu den Spielwerken ohne bekannter Nummernspezifizierung führen.

 

Ein neu aufgefundenes Design von „4 Säulenheiligen-Komponisten“ (mit der Nummer „4/4“, namentlich Bellini, Meyerbeer, Mozart und Verdi) ist wohl bisher der Aufmerksamkeit entgangen, weil die vier Namen und Abbildungen sehr klein und daher nicht so auffällig sind. Heisst das jetzt, dass man jeden Quadratzentimeter penibel absuchen muss, um sie zu entdecken? Nein, denn die Medaillons mit den abgebildeten Köpfen sind jeweils von mehreren Putti (Cherubs, wingend childs) umgeben, daher genügt ein Blick auf die besonders auffällige linke Seite, ob diese vorhanden sind oder nicht.

Und was bringt das? Zunächst einmal die Erkenntnis, dass die drei aufgefundenen Spielwerke aufgrund der ähnlichen Handschrift auf den tune sheets mit hoher Wahrscheinlichkeit von der selben Firma stammen dürften. Sobald ein weiteres Exemplar mit einem Datierungsvermerk auftaucht, lässt sich eine bessere Einschätzung der zeitliche Einordnung vornehmen. Aufgrund des Designs der Chromolithographie ist derzeit (ohne Zuhilfenahme der Datierung der Musikstücke) eine genauere Aussage als „1890-er Jahre“ derzeit nicht möglich.

 

Das Kaltstimmungsverfahren nach Hans-Jürgen Eisel

 

Ungewöhnlich viele Markierungen in einem Rzebitschek-Spielwerk

 

Hans-Jürgen Eisel hat die bisher niedrigste Nummer der Markierung „P“ auf dem Bleigewicht der letzten Basszunge gefunden, und das im Spielwerk 27774-2126, in dem sich offenbar ein bislang unbekannt gebliebener Arbeiter Rzebitschek verewigt hat, ein gewisser „Tluhojer“ oder „Pluhojer“ oder so ähnlich

 

Hans-Jürgen Eisel hat die bisher höchste Nummer der Markierung „P“ auf dem Bleigewicht der letzten Basszunge gefunden, und zwar beim Spielwerk Rzebitschek 36833-3144!

 

Mussten die Spielwerkhersteller den Komponisten Tantiemen zahlen?

 

Was soll man mit einer aus dem Internet gefischten Musiktafel anfangen, von der keine höhere Auflösung erhältlich ist? Es snd zwei Säulen abgebildet, auf denen Namen von Komponisten lesbar sein sollten.

Es ist nicht einmal erkenntlich, wieviele Namen erwähnt wurden. Mit der Suchhilfe wäre eine Identifizierung sehr sehr mühsam!

Glücklicherweise ist das Werk gemarkt, und zwar Perrin-Chopard!

Mit der (noch unfertigen!) Suchhilfe der Hersteller ist es viel leichter, das Rätsel zu lösen, denn es gibt ein weiteres Werk des Herstellers Perrin-Chopard, dessen Musiktafel zwar nur wenig besser, aber doch entscheidend abgebildet ist. Durch einen Vergleich der (nur) drei angebotenen Werke ist eine eindeutige Zuordnung möglich: Der Pfeil markiert die entscheidende Stelle.

Und wozu das Ganze? Da es nun schon einen Anhaltspunkt gibt, immerhin ist der Drucker bekannt, Valluet veuve, (also die Witwe Valluets, und nicht Valluet und nicht Valluet veuve et fils), wird demnächst eine bessere zeitliche Zuordnung möglich sein, an der wir schon arbeiten!

2020, Februar

Musikzahl oder Musikprogramm bezeichnet die Nummer der Übertragungschablone, mit deren Hilfe bereits verwendete Bestiftungen auf eine neue Walze übertragen werden konnten. Bei frühen Schweizer Werken sind manchmal mehrere Nummern zu finden, wobei die einzelnen Musikstücke gemeint sind, (und eventuell zusätzlich auch noch eine Zahl, die das gesamte Programm bezeichnet).

 

Was ist ein Furiant?

 

Die Auflistung der „Hauptkomponisten“ der Schweizer tune sheets, die „Säulenheilige“, ist kompliziert und es ist daher nötig sich etwas Zeit zu nehmen um sich einzulesen. Dieser Aufwand lohnt sich zum derzeitigen Stand der Recherchen leider nicht immer, aber immer öfter. Überzeugen Sie sich selbst, wie leicht sich ein ungemarktes und undatieres Spielwerk mit der Nummer 4749 zuordnen lässt!

 

Der Faden zur manuellen Auslösung des Spielwerkes heisst im Englischen wie ... (obwohl es genau genommen etwas anderes bedeutet)?

 

Die Anordnung der Basszungen auf der rechten Seite (wie bei den Spielwerken aus Böhmen und aus Wien) lässt sich im Englischen mit nur zwei Wörtern ausdrücken.

 

Rätselfrage: Ein Wiener Spielwerk mit der Nummer 5904-1333 lässt sich eindeutig zuordnen. Wie heisst der Hersteller?

 

Update: Die größten Risken die Sammler beim Kauf eines Spielwerkes auf sich nehmen müssen.

Bei den Sektionalkammspielwerken haben wir zwei Spielwerke, die nummernmäßig nicht allzu weit auseinanderliegen, zueinander durch Links in Beziehung gesetzt. Die Typen der Ziffern sind nur schwer zu erkennen, und daher schlecht beurteilbar, und auch die beiden Spielwerke ähneln einander nach unserer Meinung offenbar nicht. Wozu also dieser Vergleich? Vielleicht bringen wir damit einen Leser auf eine Idee! Und dieser erkennt ein eigenes Spielwerk das besser zu einem der beiden abgebildeten passt und aus der selben Werkstatt eines der beiden stammen könnte ...?

Der Militärmusiker Joseph Gung'l, dessen Namen man so ausspricht, wie er (im Ungarischen) geschrieben ist, also mit der Betonung auf dem „ä“, das nur durch Apostroph angedeutet wird, besagter Gung'l also ist auf Schweizer Spielwerken ein gar nicht so selten vorkommender Komponist und überraschend häufig auf den Musiktafeln als „Hauptkomponist“ bzw. „Säulenheiliger“ genannt. Bisher wurden zwei Belege, beide Spielwerke vom selben Hersteller, Ducommun-Girod, gefunden.

Zwischenbilanz bei den Karrer-Hauptkomponisten („Säulenheiligen“): Die drei bisher bekannten tune sheets sind alle unterschiedlich und stammen aus mindestens zwei verschiedenen Lithographischen Anstalten.

NEUFASSUNG. Die „Anerkennungsdiplome“ bei den diversen Ausstellungen, die jeder Aussteller erhielt, und die „Verdienstsdiplome“, mit denen nur einige Auserwählte ausgezeichnet wurden, stifteten einige Verwirrung, da es oft zu „Verwechslungen“ kam. Nicht nur beim „Schummel-Heller“, auch bei anderen Ausstellern wie z. B. Karrer, wobei die „Verwechslungen“ immer nur vorteilhaft waren, das heisst, es wurde das Verdienstdiplom anstatt des Anerkennungsdiplomes angegeben. Beispiele: Nr. 6484 und 16389.

Der produktivste Hersteller von Sektionalkammspielwerken müsste die Firma Ducommun-Girod sein. Sie bekam daher eine eigene Sitemap, um sich schnell einen Überblick verschaffen zu können.

 

Die Sektionskammspielwerke sind nach der Anzahl der Zungen pro Sektion geordnet. Das kann man schnell erfassen und sich sofort orientieren.

Dies ist jedoch keine chronologische Ordnung, sondern führt sogar zu dem frappanten Ergebnis, dass ein frühes Kette-und-Schnecke-Spielwerk (fusée) mit zehn Zungen pro Sektion am Ende des Abschnittes über die Sektionalkammspielwerke zu finden ist, obwohl es zeitlich ziemlich weit vorne, etwa um 1820, einzuordnen wäre!

 

Einer Anregung einer Leserin folgend, geben wir hier wieder, wie sie sich merkt, was der Unterschied zwischen einem Austausch-Zylinder und einem Wechsel-Zylinder ist. „Selber wechseln kann ich das Wechselkennzeichen oder die Reifen, den Austauschmotor baut die Werkstätte ein“.

 

Bulleid nahm an, dass die Musiktafeln in einer Auflagenhöhe von 50 bis 200 gedruckt wurden und später nachbestellt werden konnten (Mitteilung durch Timothy Reed). Dieser Annahme schließen wir uns von eiou.at vollinhaltlich an. Denkt man diese Annahme folgerichtig zu Ende, müsste es durchaus vorgekommen sein, dass sich der Drucker bzw. die Lithographische Anstalt im Fall einer Panne bei einer Nachbestellung bei Beschädigung des Originales genötigt sah, eine andere Vorlage zu verwenden. Und das kam auch vor, wie Bulleid seinerzeit schon sehr schön belegt hat! Bitte klicken Sie zwischen einer Mermod-Musiktafeln und einer von PVF schnell ein paar Mal hin- und her, die sind bis auf die Firmenbezeichnungen identisch!

 

Neues Gadget ab heute

2020,
1. Januar

PROSIT NEUJAHR!

Wir feiern heuer den neuen Jahresregenten, ANTON OLBRICH, der vor 200 Jahren in Wien geboren wurde.

Es ist allerdings nicht Anton Olbrich senior, 1790 bis etwa 1862, sondern sein Sohn, Anton Olbrich junior, 1820 bis 1892.

Sie haben noch nie ein Spielwerk vom Junior gesehen?

Aber ja doch, genug!

Ab etwa Nr. 13000 kamen die ersten Spielwerke auf den Markt, und ab etwa Nr. 13800 ist JEDES mit Anton Olbrich gemarkte Werk aus der Firma des Sohnes!

Wir werden uns heuer noch eingehend mit diesem Thema befassen.

2019,
31. Dezember

Mit dem heutigen Tag geht das Jahr zu Ende, in dem wir auf das (angebliche) Rzebitschek-Gedenkjahr 1819/2019 im Sommerheft der MBSGB aufmerksam machen durften, auch wenn es sich um eine Eigenangabe der Firma Rzebtschek handelt und daher nur schwach abgesichert ist.

Das Jahr darf nicht zu Ende gehen, ohne an einen großen Spielwerkforscher, H. A. V. Bulleid zu gedenken, der vor zehn Jahren verstarb und von dessen Vermächtnis wir Spielwerkliebhaber heute noch zehren.

Timothy Reed pflegte mehr als ein Jahrzehnt lang eine Brief- und E-Mail-Freundschaft mit Bulleid und verfasste nach Bulleids Ableben einen informativen Nachruf, aus dem wir zitieren wollen.

Auch wenn Bulleid sich nur am Rande mit Spielwerken aus Böhmen und aus Wien befasst hat, ist seine Denkschule nach wie vor vorbildlich und unbedingt auch auf die letztgenannten Musikwerke anzuwenden.

 

Was ist der Unterscheid zwischen einem Austausch-Zylinder und einem Wechsel-Zylinder?

2019,
27. Dezember

Wir von eiou.at unterscheiden die Musiktafeln der Schweizer Hersteller, (Chromo-) Lithographien, die meist angenagelt wurden, von den Buchdruck-Musikzetteln (auf dünnem Papier) der böhmischen und Wiener Spielwerkfabrikanten, die immer aufgeklebt wurden. Doch davon gibt es eine AUSNAHME: Die Musikzettel des Abschnittes 10/5 (eiou-Nummer 10/5).

 

Neu: Zwei seltene Uhrengehäuse, eines mit einem Einsidl-Werk, ein weiteres mit einem Rzebitschek-Musikwerk.

 

Neufassung: Was bringt die Erfassung der Musikzettel der Schweizer Spielwerke mit den zusätzlichen KomponistInnennamen, von uns scherzhalber „Säulenheilige“ genannt, in der Praxis?

Antwort: Leider oft gar nichts, oder, besser gesagt, derzeit noch nichts.

Aber immer häufiger sind Denkanstöße ableiten, besonders, was die Datierung betrifft!

1.) Vergleichen Sie bitte die ersten drei Einträge der Musikzettels, die teilweise von L'Epée zuzuordnen sind, teilweise ungemarkten Spielwerken. Vielleicht stammen alle von L'Epée?

2.) Ähnliche Situation: Vielleicht stammen alle Werke von Cuendet?

3.) Das ungemarkte Spielwerk Nr. 344 wurde mit einer den Drucker ausweisenden Musiktafel (Dajoz in Genf) ausgestattet, sodass die Annahme nahe liegt, dass auch unbezeichneten Musiktafeln der Spielwerke Nr. 12604 und Nr. 13156 aus derselben Lithographischen Anstalt stammen!

 

Eines der bekanntesten Lieder der Welt, das bekanteste Lied des englilschsprachigen Raumes, das jeder, dier diese Zeilen liest, schon oft gehört hat, wurde bisher auf Spielwerken aus Böhmen und aus Wien nicht gefunden. Aber auf Schweizer Werken ist es nahezu ubiquitär und vermutlich das am häufigsten verwendete Musikstück.

 

Nicole-Spielwerke interessieren uns deswegen, weil sie als Vorbild für Willenbacher/Rzebitschek gedient haben dürften. Der Nennung vieler zusätzlicher KomponistInnennamen auf dem Musikzettel, von uns scherzhalber „Säulenheilige“ genannt, haben sich die jeweiligen Firmeninhaber von Nicole nicht verschrieben, weil sich solche tune sheets nur sehr selten finden lassen. Davon zeugt scheinbar eine seltene Ausnahme.

 

Der Musikstückanzeiger kommt nur bei Spielwerken Schweizer oder französischer Provenienz vor

 

Gebete auf Spielwerken (Neufassung)

 

Durch die dauernde Mitarbeit des amerikanischen Spielwerkforschers Timothy Reed, der unter anderem mit dem vor 10 Jahren verstorbenen H.A.V. Bulleid das 4. Supplement der Tune Sheets geschrieben hat, weitet sich unser Horizont ständig, z.B . betreffend Juliano, Peters, ...

 

Was es alles gibt: Das Spielwerk Nummer Nr. 22455 kommt uns von eiou.at, wann immer wir die Nummer lesen, bekannt vor. Kein Wunder, denn wir haben sowohl die Daten eines Rzebitschek- als auch die eines Olbrich-Werkes mit dieser Werknummer. Das fiel zunächst nicht auf. Doch als jetzt, im Dezember 2019, die Musikstücke ins Netz gestellt wurden, prägte sich ins Gedächtnis ein, dass diese Werknummer auch musikalisch gut dokumentiert wird, was aber nur für das Rzebitschek-Werk zutrifft. Öffnet man, mit diesem neuen Wissen der guten Musik-Dokumentation, zufällig die Olbrich-Seite, fällt der fehlende Verweis auf die Musik auf. Das Herz sinkt n die Hose: Was is da passiert? Kam es zu einem Datenverlust? Nein, weil ja nur vom Rzebitschek-Werk Tonaufnahmen existieren.

Und was die Musiknummer betrifft, wird die, so nehmen wir an, unterschiedlich sein.

Und das ist auch der Fall.

Raten Sie welche Musiknummer höher sein müsste! Wenn Sie nachschauen wollen, klicken Sie oben einmal auf den einen, dann auf den anderen blauen und unterstrichenen Link. Haben Sie es erraten, welche (natürlich) höher sein muss?

 

Wenn ein Spielwerkhersteller wie Rzebitschek manche Musikstücke in verschiedenen Kombinationen mit anderen auf die Walzen gestiftelt hat, musste er das bereits vorhandene Programm nur kopieren oder setzte er es neu?

Ein Neuarrangement ist wahrscheinlich weil ja die Stimmung des Kammes ja nicht unbedingt identisch sein muss. Da auch de Erhaltungszustand der verschiedenen Musikwerke sehr unterschiedlich ist, kann es vorkommen, dass sich zwei Aufnahmen ein und desleben Musikstückes sich ganz anders anhört, obwohl beide aus derselben Fabrik kommen. (Bitte jeweils auf MUSIC klicken)

 

Wenn zwei Spielwerkhersteller wie Rzebitschek und Olbrich ein- und dasselbe Musikstück auf ihre Spielwerke gebannt haben, dass es auch vorkommen, dass Tonart und Tempo übereinstimmen und die beiden Aufnahmen kaum zu unterscheiden sind.

 

Beim Kammträger ist die Unterseite als Brücke (breite Brücke) gestaltet,

oder als Rahmen,

oder als Krokodilmaul.

 

Schweizer Spielwerke mit einem speziell auf Österreich bzw. Wien zugeschnittenen Programm gab es ab dem frühen 19. Jahrhundert. Für zum Einbau in Souvenirartikel werden sie heute noch produziert.

Erweitere Fassung: Ein Beispiel aus dem frühen 20. Jahrhundert belegt die Produktion eines speziell für Wen hergestellten Spielwerkes und auch noch sehr schön den Übergang von den herkömmlichen Spielwerken zu den Musikwerken mit den damals neu aufkommenden Technologien.

 

Den Lalalugu-Walzer gibt es gar nicht! Trotzdem sollte man sich diesen Namen merken, sogar in der unorthodoxen Orthografie LaLaLuGuSWalZa. Gemeint ist eine Eselsbrücke zu den sieben Komponisten, die als mehr oder weniger lokale Größen die Walzermusik verbreitet haben und dadurch als Johann Strauß oder Walzerkönig ihrer Region bezeichnet wurden: Labitzky, Lanner, Lumbye, Gung'l, Johann Strauß senior, Waldteufel, Zajick. Allen ist eines gemeinsam: Die Präsenz ihrer Kompositionen auf Spielwerken!

 

Soeben erfahren wir, dass das Österreichische Musiklexikon den Komponisten Johann Resch wissenschaftlich aufgearbeitet und diesen Artikel online gestellt hat.

 

Neufassungen einiger Ausdrücke im Glossar:
Barillet; air vane; Cartel; endless; surplateau; Tunguska-Walze; two per turn

 

Welcher Opernarie aus dem deutschsprachigen Raum wurde die Ehre zuteil, am häufigsten von Spielwerkherstellern verwendet worden zu sein?

 

Einer der bedeutendsten Opernkomponisten des 18. Jahrhunderts, gemeinsam mit Domenico Cimarosa der wichtigste der italienischen Opernkomponisten, Giovanni Paisillo, 1740–1816, wurde endlich ein eigener Eintrag gewidmet. Damit wurde eine wichtige Lücke geschlossen. Die Arie Nel cor piu non mi sento gehört zu den wichtigsten Arien der Operniteratur, wie man sich leicht auf www.youtube.com überzeugen kann!

2019,
1. Dezember

Niko Wiegman, Mitglied des wissenschaftllichen Beirates von eiou, ist der Hinweisen zu verdanken, was die Abkürzung SBI heissen soll!

 

Hans-Jürgen Eisel findet in einem ungemarkten Schweizer Spielwerk Nr. 62822 auf dem Bleigewicht der letzten Basszunge eine eingeritzte Signatur von Cuendet: Eine wertvolle Information für alle Besitzer von Spielwerken mit der Nennung der Komponisten
„MoRoWeMeyerFlot-DonSLabGSch“ auf dem Msuikzettel!

 

Wer schon einmal in der Oper Parsifal war, wird den Komponisten namens „Flumperdonk“ gleich richtig zuordnen können: Richard Wagner überließ seinem Schüler, dessen Namen verballhornt wiedergegeben wurde, die Instrumentierung des Karfreitagszaubers. Auch auf Spielwerken hat Hans-Jürgen Eisel diesen Komponisten mit dem so ganz und gar ungeläufigen Namen gefunden.

 

Ein schöne Nahaufnahme eines Dämpfers und seiner Montage

 

Sie haben eine fragmentarisch erhaltene Musiktafel eines Spielwerkes aus der Schweiz oder Frankreich und wollen möglichst schnell wissen, ob sich die fehlenden Komponisten eruieren lassen oder nicht.

 

Überraschungen bei den Säulenheiligen der Musiktafeln der Schweiz (und Frankreich: Richard Wagner muss sich seine (eher bescheidene) Platzierung mit Offenbach und (ausgerechnet!) dem heute bei weitem nicht so sehr wie früher geschätzten Lecoq teilen.

Franz Schubert muss sich Schulhoff ebenso geschlagen geben wie Lanner dem oft als böhmischen Walzerkönig bezeichneten Labitzky.

 

Ein neues 14000-Olbrich taucht auf. Jetzt wird es spannend: Tanzt es aus der Reihe oder nicht?

 

Welcher der Säulenheiligen der Musiktafeln der Schweiz (und Frankreich) kamen am häufigsten vor?

 

Ganz ohne Zahlen geht es nicht:

Ein Siebentel der Musiktafeln der Schweiz und Frankreich nennen nicht nur die KomponistInnen der Musikstücke der Walze, sondern auch eine kleinere Anzahl der wichtigsten TondichterInnen der Musikgeschichte, zumeist etwa 4 bis 20 Namen, die jeweils in überraschend wenig, nämlich nur in rund 80 verschiedenen Varianten angeführt werden. Uns von eiou.at interessieren vor allem die österreichischen Komponisten und ihre Verbreitung auf den Spielwerken aus den oben genannten Ländern. Doch davon zu einem späteren Zeitpunkt mehr, die Auswertung dauert noch an.

Nur eines lässt sich jetzt schon sagen, auch wenn dies für die Spielwerke aus Böhmen und Wien ohne Belang ist: Die nur 80 verschiedenen Varianten verdienen mehr Aufmerksamkeit, da sie teilweise händler- oder herstellerspezifisch sind und daher auch zur Datierung dienen bzw. zur genaueren Identifizierung beitragen können.

Und vor allem sind bei den inkomplett erhaltenen Musiktafeln, die ja recht häufig vorkommen, zwar nicht immer, aber doch sehr sehr oft die fehlenden Komponisten zu ergänzen und damit in die 80 verschieden Kombinationen einzuordnen. Und dies kann durchaus einen Erkenntnisgewinn wie oben beschrieben bringen.

 

Vergleich eines übliches böhmischen oder Wiener Zwei-Musikstücke-Spielwerkes, etwa 80 Zungen, Walzenlänge etwa 10 cm, mit einem Schweizer Werk, das etwa ebenso viele Zungen hat, aber dessen Walze fast drei Mal so lang ist: Wieviel Musikstücke gehen sich bei letzerem aus?
ANTWORT: Acht! Eine Verdreifachung der Walzenlänge kann also eine Vervierfachung der Musiknummern bringen!

 

Die Nummern etwa 6000 bis 11000 von J. H. Heller könnten durchaus chronologisch vergeben worden sein, wenn man sich eine an Hand der Daten des Bestandes der Wiener Druckereien eine korrigierte Abfolge ansieht

 

Den Schweizer Spielwerk-„Hersteller“ oder „-Fabrikant“ J. H. Heller war in Wahrheit nur ein sehr tüchtiger Händler, der einen gut organisierten Versandhandel betrieb. Bulleid 513 enttarnt Heller auch insoferne als „Schummel-Heller“, als er seine Musiktafeln bisweilen mit Medaillen schmückte, der er (nach Bulleid) gar nicht erhielt!

 

Händlerstempel aus Ungarn (im Allgemeinen) bzw. in diesem speziellen Fall aus Budapest sind sehr selten aufzufinden und daher an dieser Stelle anzumerken. Ein gewisser Janos Stowasser, „königlicher Hofinstrumentenmacher“ [auf Ungarisch], stempelte ein Spielwerk Nr. 4836, das aufgrund des Designs der Musiktafel unschwer J. H. Heller zuzuschreiben ist, der seinerseits ein ungemarktes unnummeriertes Spielwerk vermarktet hat.

 

Wann begannen die Schweizer Spielwerkersteller mit dem Ratschenaufzug?
Antwort: Etwa 1860!

Und wann endete in diesem Land der Schlüsselaufzug?
Antwort: Ein aus dem Jahr 1862 stammende Schatulle wird als „late key wind box“ bezeichnet.

 

Wenn man einen Hohlzylinder an beiden Enden mit einem Deckel verschließt, könnte man diesen nunmehr verschlossenen Hohlzylinder mit der Walze eines Spielwerkes vergleichen. Fragt sich nur, wo ist oben und unten, bzw. auf welcher Seite wird der Verschlussdeckel als Boden bezeichnet und auf welcher als Deckel? Antwort: Es ist eine Konvention, dass der Boden windfangnahe und der iDeckel federhausnahe situiert ist.

 

Eine weitere Komponistin hat sich auf einem (Schweizer) Spielwerk verewigt. Eine gute Gelegenheit, wieder einmal die Rolle der Frauen in dem von Männern dominierten Geschäft der SpielwerkmacherInnen zu beachten.

 

Flugrost - was ist das eigentlich?

 

Ist der Beginn der Existenz der Firma A. Maly auf etwa um 1840 zu datieren? Nein, eine aufgefundene Einritzung des Datumsvermerkes „15 / 12 / 41“ ist als 1941 zu deuten!

 

Was tun mit einem stark verrosteten und daher verstimmten Kamm?

 

  

Welche Spielwerkfirmen sahen eine konvexe Auswölbung oder Ausbuchtung am Musikstückwechselschieber vor?

ANTWORT: Das erste Bild stammt von einem anonymen Spielwerk mit drei Kammschrauben,

das zweite und das dritte auf Spielwerke von Willenbacher & Rzebitschek (Klicks auf das Bild oder auf die LInks führen zu den jeweiligen Abbildungen)

 

Ein weiteres Rzebitschek Spielwerk mit einem „M“ auf dem Bleigewicht der letzten Basszunge bringt auch nicht viel Licht ins Dunkel dieser Bezeichnungen. Da sich zusätzlich eine Ziffer 9 zu finden ist und ein weiteres Werk mit der Nummer 43 bereits vorliegt, kann man daraus rückschließen, dass es sich um die Angabe handelt, um das wievielte Werk des Arbeiters es sich handelt. Der kleine Schönheitsfehler, dass die Nummer 43 sich auf ein Werk von Alois Maly bezieht, muss diese Annahme nicht unbedingt falsifizieren.

 

Die zungenspitzennahe innere Wand des Windfangblockes zeigt bei Spielwerken von Rzebitschek und Maly immer eine Senke (engl. trough) bzw. einen Abhang (slope)

2019,
14. November

Wo beginnt die Ära des Bestandes zweier Olbrich-Firmen

und

wann endet sie?

 

Sie sehen eine lange Walze eines Sektionalkammspielwerkes. Wieviele Zungen hat das? Abzählen wird der Leser anraten. Natürlich, aber trotzdem: Was ist das häufigste und daher wahrscheinlichste? ANTWORT: Die 47-Sektionen- und die 48-Sektionen-Spielwerke!

 

Wie lässt sich das Thema, dem dieser Webauftritt gewidmet ist, in wenigen Worten beschreiben?

 

Ein neu aufgefundenes A-Doppelpunkt-Olbrich-Werk bringt uns der Lösung des Rätsels, warum einige Zeit lang dieser sonderbare Stempel (nach dem Vorbild des Jos: Olbrich) verwendet wurde, auch nicht näher, bestärkt uns aber in der Erkenntnis, dass auch viele Olbrich-Werke ausgesprochen gut klingen...

 

Ohne es zu zerlegen kann man bei ungemarkten Spielwerken des öfteren keine Aussage teffen. Bei einem wurden nunmehr die Anfänge der beiden Muskstücke nachgetragen. Dies bringt uns allerdings auch nicht weiter...

 

Im „Duell“ zwischen dem häufiger und dem seltener anzutreffenden Maler der Auqarelle der Biedermeier-Kommodenuhren steht es bereits 5:2! (Welche Einsichten auch immer dieses Faktum für den Spielwerksammler bringen mag...)

 

Bei den Fachausdrücken sind die Grundplatte und ihre Ausnehmungen bisher noch etwas zu kurz gekommen...

 

Ein weiteres Spielwerk, die Nummer 241, von Alois Schenk ist aufgetaucht. Besser gesagt: Eines von Anton Olbrich, mit einem Kürzel A. S., und der Nummer 241, sodass es nahe liegend ist, dass es sich durchaus um den genannten späteren gleichnamigen Uhrmacher handen könnte, dem ein eigenes Stichwort gewidmet ist.

 

Die Jahresbilanz bis 10. November 2019 betreffend den Informationszuwachs über frühe Spielwerke von Willenbacher & Rzebitschek war null. Dann flogen gleich zwei Werke an einem einzigen Tag zu: 7046 und 10166. Beide sind einigermaßen funktionstüchtig, wie die Tonaufnahmen 7046 und 10166 beweisen.

 

Keine Kerben unten am Kammträger und trotzdem ein gemarktes Rzeitschek-Werk, gibt es das? Antwort: Ja, aber höchstens am Anfang der 10000-er Werke, später nicht mehr

 

Wer sich vor Weihnachten noch schnell ein Spielwerk von Antoine Favre-Salomon zulegen möchte, muss sich beeilen, die Auktion ist morgen, am 10. November 2019

 

Hans-Jürgen Eisel entdeckt soeben den siebenten Namenszug von Tichy auf dem Bassgewicht der längsten Basszunge

Hier klicken Sie zu einer Liste aller sieben Namenszüge

 

Fehlstempelungen bei den Firmensignets kamen manchmal vor, z. B. bei der Firma Willenbacher & Willenbacher [recte: Rzebitschek].

Auch eine Firmenangabe „In Wien Jos: Olbrich“ wurde schon gesichtet, (leider ohne ikonographischen Beleg).

 

Voll- oder Hohltrieb? Urteilen Sie selbst!

 

Eine Wiener Portaluhr des Auction Team Breker am 9. 11. 2019 beherbergt ein Spielwerk von Rzebitschek, leider gibt es keinen Musikzettel dazu. Doch von einer anderen Uhr wissen wir die Musikstücke!

 

Im Mai 1823 wurde als Lottogewinn eine Uhr ausgespielt, die von Ferdinand Hoser hergestellt wurde. So eine Uhr wurde nun gefunden, wenn auch nicht feststeht, ob das dieselbe Uhr ist, welche im Frühjahr 1823 um die Gunst der Käufer der Lotterielose buhlte ...

 

Ein neu aufgefundenes Spielwerk mit einer Kammlänge von fast 11 cm weist Konstruktionsmerkmale auf, die es weit ausserhalb der Norm stellen. Ausser dem sonst nur bei den Werken der Olbrichs und teilweise auch von Franz Einsidl üblichen Hohltrieb ist fast alles anders als sonst, z. B. das Vorhandensein von nur drei (!) Kammschrauben bei einer Überlänge der Walze! Auf dieser Webseite ist es unter den Drei-Kammschrauben-Werken eingereiht, also in eine sehr heterogene Gruppe, die nur der besseren Auffindbarkeit dient, leider nicht jedoch dazu, den Hersteller zu ergründen.

Hat dieses Spielwerk ein Arbeiter der Olbrichs oder von Franz Einsidl hergestellt, ohne dass ihm ein fertiges Spielwerk als Vorlage zur Verfügung gestanden wäre?

Und so klingt es auch ... oder ist der eher unterdurchschnittliche Klang nur den Abnützungserscheibungen geschuldet? Das Arrangement mutet jedenfalls durchaus professionell an, auch die aussergewöhnliche Auslösung funktioniert klaglos.

 

Was bedeutet raken?

 

Stiftrümpfe, Stiftwurzeln, Stiftspuren ... zum Nachlesen bei den Fachausdrücken

 

In der Spätzeit finden sich bei Spielwerken von Anton Olbrich gar nicht so selten zweistellige Nummern auf der Grundplatte unter dem Kamm, und zwar nicht eingeritztk sondern mit kleiner Type eingeschlagen. Zur Einschau muss allerdings nicht nur den Kamm abnehmen, sondern oft auch eine Schmutzschicht entfernen. Die Bedeutung dkeser Nummern ist unklar.

 

Nach der Abnahme und der Wiederbefestigung der Grundplatte des Spielwerkfaches passt der Aufzugsschlüssel nicht mehr in den Dorn! Was ist passiert?

1. November 2019

Über die Stifte der Walze und diesbezügliche Reparaturhinweise

 

Eine Walze mit vielen verbogenen Stiften nennt man eine Tunguska-Walze

 

Frage: Ist es möglich, aus den Aquarellen der Gehäuse der Portal- und Kommodenuhren Rückschlüsse zu ziehen?

Antwort: Das wissen wir noch nicht. Es stellt sich nämlich überraschenderweise heraus, dass viele Aquarelle nur zwei Aquarellmalern zuzuordnen sind. Wir vom Verein eiou.at hoffen, dass sich bei Vorliegen eines größeren Datenmaterials als das derzeite schon irgendwelche Hinweise ergeben können. Dass der Mastermind der Wiener Auarellminiaturenmalerei dieser Zeit, der 1771 geborene Balthasar Wigand, im Jahr 1846 starb, tut unserer Hoffnung keinen Abbruch, denn es fanden sich genug Nachahmer, welche die enorme Nachfrage nach Miniaturen dieser Art noch bis ins beginnende 20. Jahrhundert zufrieden stellten.

 

Wer für die nächste Meldung weiter unten keine Zeit hat, möge sich bitte wenigstens dieses eine Spielwerk anschauen.

 

Der Umgang mit den ungemarkten Spielwerken ist wahrlich nicht leicht. Die meisten lassen sich nach einiger Mühe des Vergleichens zuschreiben. Einige jedoch unterscheiden sich in der Machart so deutlich, dass sich es wohl besser ist, keine Aussage zu treffen. Dazu eine kleine Auswahl.

 

Bereits drei Olbrich-Spielwerke mit dem Kürzel (eines Arbeiters) „Mg“: Signierte er eine Zeit lang etwas mehr als jedes dritte Spielwerk?

 

In Zukunft wird auf eiou.at der Upload der Anfänge der Musikstücke forciert. Beim Radetzkymarsch tritt nun erstmals das Phänomen auf, dass er zwei Mal vorhanden ist, auf einem Werk von Rzebitschek und einem weiteren von Olbrich. Wenn man die beiden Aufnahmen miteinander vergleichen will, ist es wichtig, sich nicht jeweils zurück zum Spielwerk zu klicken sondern auf den Link des jeweiligen Musikstückes, in diesem Fall des Radetzkymarsches, der zurück zum Komponisten führt. Dort kann man dem oder den nächsten Verweis(en) folgen, die alle in Klammer mit Fettauszeichnung (MUSIC) leicht zu finden sind!

 

Dutzende Länder, König- und Kaiserreiche, von den USA bis Russland um den halben Erdball, und doch nur knapp mehr als ein halbes dutzend Musikstücke dienten zeitweise als Hymnen, die auch auf Spielwerken sehr beliebt waren

 

„Spielwerke aus Böhmen und Wien“, so lautet die einzig korrekte Bezeichnung der Spielwerke, mit denen wir uns auf dieser Webseite auseinandersetzen

 

Ein bisher unbekannter Arbeiter bei Olbrich: „Bt“

 

Ein neuer Windflügel-Typ: der Sägewindfang

12. Oktober 2019

Neuigkeiten vom (nach Willenbacher, Rzebitschek, Slawik & Preissler, vermutlich drei Personen namens A. Maly und Salisch & Novak) zehnten böhmischen Spielwerkehrsteller, J. W. Herrmann.

 

Erstmals mit Datierungsvorschlägen versehen wurde die Liste der Spielwerke der Firma Maly. Da wird es noch zu einigen Präzisierungen kommen. Anbei einmal ein vorläufiger allererster Stand der Kenntnisse!

 

Die Welt der Prager und Wiener Spielwerke in einer einzigen Fußnote

 

Bei den Dreiohren-Spielwerken überragen die „Ohren“ die Grundplatte entweder nicht, oder sie stehen unten um 2 oder 3 mm über, sodass die hölzernen Distanzscheibchen nicht mehr nötig ist.

 

Hat sich Alois Maly (senior) manchmal in Werken der Musikwerkefabrik Rzebitschek mit einem „M“ verewigt? (Erweitere Neufassung!)

 

Ein Malteserkreuz mit einer Kerbe ... wozu dient diese?

 

Es gibt nicht nur einen Krokodilmaulkammträger sondern auch eine Krokodilmauldeckplatte!

 

Der „Abhang“, tschechisch „prolubenina“, englisch „slope“, ist ein typisches Merkmal der Spielwerke aus Prag und benennt die zungenspitzennahen Absenkung des walzennahen Abschnittes der inneren Wand des Räderwerkblockes

1. Oktober 2019

Händel wurde als Spielwerkkomponist weder in Prag noch in Wien wahrgenommen. Aber es gibt eine Firma, die Kompositionen nicht nur von Händel sondern auch Haydn in ihrem Repertoire hatte und des öfteren verwendete.

 

Vergleich des „Abhanges“ oder der „Senke“, tschechisch „prolubenina“, englisch „slope“, zwischen Maly- und Rzebitschek-Spielwerken

 

Die anfangs der 1820-er Jahre erbaute Weilburg nahe Baden bei Wien kann leider nicht als Datierungsbehelf für Spielwerke dienen, da fast alle Spielwerke aus Prag und Wien danach entstanden sind. Wir von eiou.at haben in Biedermeieruhren mit einem Weilburg-Aquarell schon Werke von Rzebitschek, Olbrich und Einsidl gefunden, leider dies jedoch nicht von Anfang dokumentiert. Dies soll sich in Zukunft ändern!

 

Eine „5“ auf der letzten Basszunge eines (Rzebitschek-) Spielwerkes

 

Ein Arbeiter der Firma Rzebitschek in den 1850-er Jahren hieß Petak (Werknummern etwa 27000 bis 37000.

 

Tichy-Zeitgenossen: Vor Tichy gab es in Wien einen Arbeiter namens Setzer, der bei Olbrich arbeitete. Vermutlich danach verkaufte die große und renommierte Spielwarenhandlung auch Olbrich-Spielwerke, und in Prag übergab bald danach Franz Rzebitschek, zuletzt Řebiček, an seinen Sohn Gustav Řebiček, der Tichy als Arbeiter übernahm und grob geschätzt mindestens fast zehn Jahre auf der Lohnliste hatte. Mnemotechnisch jst leicht zu merken, dass zuerst Tichy kam und dann erst der neue Firmenchef Gustav R., die in Frage kommenden Werknummern sind 43000 bis 48000.

 

Wir von eiou.at legen großen Wert darauf, zwischen dem ritzen (von menschlicher Hand) und kratzen (eventuell auch durch Tierkrallen oder durch unsachgemäßen Gebrauch) zu unterscheiden. Kommt das auch in der tschechischen Übersetzung zum Ausdruck?<

Antwort: Ja, sehr gut sogar: Wörter wie rytina (Kupferstich) und rytinovat, kupferstechen, treffen den Sinn ganz genau! Die deutsche Redensart „wie gestochen schreiben“ bezieht sich auf die Sorgfalt, welche die Stecher(innen) aufzuwenden hatten.

 

Nunmehr liegen bereits sechs autographe Vermerke von einem gewissen Tichy (Werknummern Rzebitschek 43000 und 48000) auf dem Bleigewicht des längsten Basszunge fotodokumentarisch vor!

18. September 2019

Die erste Version mit Datierungsvermerken der Liste der Maly-Spielwerke wird dort und da noch Nachbesserungsbedarf haben...

 

Standfüße kommen sowohl bei (gusseisernen) Grundplatten wie auch bei den Originalschatullen Originalkassetten vor.

 


Welche Firma hat in diese Schatulle ihr Spielwerk eingebaut?

 

Der „flugdachartige“ Kamm

 

Testen Sie Ihr Wissen: Wenn ein Bleigewicht breiter als die Zunge ist, wie dies bei der letzten und damit längsten Basszunge manchmal vorkommt, wird der Ton dadurch besonders hoch oder tief?

 

Hat Gustav Řebiček die Beschriftung der Spielwerke tschechisiert?

 

Wie erklärt sich die Reihe von Punkten an der Wurzel der Zungen?

 

Die Musiknummer 2370 kommt zwei Mal bei Spielwerken von Anton Olbrich vor und zwei Mal bei solchen seines Bruder Josef Olbrich.

Das Musikprogramm ist nur von einem der beiden Anton-Olbrich-Werke bekannt. Wurde dies von Josef Olbrich übernommen?

Antwort: Nein! Normalerweise sind die Musikprogramme der beiden Brüder Olbrich unterschiedlich.

 

Der erste Ovalstempel der Firma Rzebitschek kam etwa ab Nr. 33700 auf und verdrängte langsam im Lauf der Zeit die bisherigen Langstempel.

 

Dieselbe Musiknummer, (natürlich) dasselbe Programm, trotzdem misst in einem Fall der Kamm des Rzebitschek-Spielwerkes nur 9,9 cm und im zweiten cm! Wie geht das zusammen?

 

Lebensrettung in der allerallerhöchsten Not:
Durch Flehen an den Spielwerkrestaurierungs-Gott
macht Meisterrestaurator Rzebitschek-Werk wieder flott!

 

Neuzugang: Rzebitschek 36163-2855 mit Musik von Flotow und Donizetti

 

Konjuktionen,
also Verbindungen, Kooperationen zwischen Spielwerkfabriken gbt es zumindest drei:

Die Rzebitschek-Maly-Konjunktion, die
Maly-Salisch&Nowak-Konjunktion und die Josef-Olbrich-Einsidl-Konjunktion

 

 

Was bringt die Maschinenlesbarkeit des Lehmann-Adressbuches?

(Lehmann OCR auf der Homepage der Wien-Bibliothek https://www.digital.wienbibliothek.at)

1.) Die Erfassung der „Veränderungen während des Druckes“. Josef Neschuta war bereits im Jahr 1880 an seiner Adresse nachweisbar!
Auch die Todesnachricht erfolgte oft in den „Veränderungen während des Druckes“ wie zum Beispiel bei Ignaz Gartner.

2.) Der Erfassung der „Zeitungen“ verdanken wir einen wichtigen Hinweis bei Carl Keler.

 

9. September 2019

 

 

6976

670

6986

672

7005

704

7016

717

7019

718

Dies ist keine geometrische Reihe, sondern ... erraten Sie es?

 

Die allermeistens ungemarkten Spielwerke der Firma Maly erkennt man an den schlanken Ziffern der Nummerierung, die sich von denen aller anderen Firmen unterscheiden. Insgesamt können fünf Abschnitte unterschieden werden:
1, 2, 3, 4 und 5.

 

Firmensignaturen auf der Grundplatte unter dem Kamm ...

 

Wenn der Firmenname des Spielwerkes in der Rille auf der Unterseite des Kammträgers abzulesen ist, genügt ein flüchtiges Hinschauen nicht ...

 

Bei schwer einzuordnenden Wiener Spielwerken, die stark an Olbrich erinnern, ist ein Zerlegen des Spielwerkes unerlässlich. Für diese Mühe wird man oft belohnt!

 

Mit der Einritzung „Mg 40“ in ein Olbrich-Spielwerk konnten wir bisher nicht allzu viel anfangen. Doch nunmehr liegen zwei weitere Werke vor, „Mg 135“ und „Mg 345“. Grund genug, um weitere Überlegungen anzustellen...

 

Ein neu aufgetauchtes Maly-Spielwerk ergänzt die 5000-er Werke auf immerhin schon sieben, die 3000-er Werknummern sind schon mit 8 Werken schon bisher gut vertreten gewesen. Nur von den 4000-ern ist bisher nur ein einziges gefunden worden. Zufall oder Nummerierunungslücke? Die Zukunft wird es weisen!

 

Neu aufgefunden: Ein weiteres Spielwerk der Firma Rzebitschek mit dem Namenszug „Tichy“ am Bleigewicht der letzten Basszunge, wie dies nur bei den Werknummern 43000-er bis 48000-er der Fall ist. Tichy begann (zumindest mit der Einritzung seines Namens) noch in der Ära Franz Rebitscheks und blieb weit hinein in die Ära Gustav Řebičeks, also etwa von 1868 bis 1888.

 

Neu aufgefunden: Das früheste Spielwerk der Firma Rzebitschek mit einem „P“ am Bleigewicht der letzten Basszunge!

 

„Nur drei Spielwerke in vier Jahren in Uhren eingebaut“? Wie ist das zu verstehen!

3. September 2019

War nun wirklich Franz Rzebitschek in Böhmen der erste Spielwerkhersteller in den österreichischen Erblanden oder Anton Olbrich in Wien?

Die Frage ist ganz leicht zu beantworten: Weder noch. Es muss Peter Götz gewesen sein.

Danach hat nach dem legendenhaften Narrativ von Gustav Rzebitschek von 1915 sein Vater Franz R. im Jahr 1819 einen ersten Versuch unternommen. Den Produktionsbeginn gibt Gustav R. mit Mitte der Zwanziger Jahre an.

Zu diesem Zeitpunkt hatte die Firma von Anton Olbrich längst schon Fahrt aufgenommen.

Und nachdem sich der 1820 geborene Franz Einsidl im Jahr 1841 bereits „Spieluhrmacher“ bezeichnet, wird er seinen Beruf ab 1834 irgendwo gelernt haben müssen, um 1841 bereits freigesprochen worden zu sein. Als Lehrherr kommt nur Anton Olbrich in Frage.

Somit lautet die Reihenfolge nachgewiesener Spieluhrenmacher abgekürzt GORE: Peter Götz, Anton Olbrich [sen.], Franz Rzebitschek und Franz Einsidl.

Ob im Jahr 1806 in Wien namentlich nicht nachzuweisende Spielwerkhersteller tätig waren, ist durchaus wahrscheinlich, wenn man Stephan Keeß glaubt.

Eine Zusammenfassung der Ergebnisse der Suche nach dem erste Spielwerkmachern ist hier zu lesen. Hier finden sich noch Namen wie Josef Schrafl, Franz Schuster und Eduard Heinrichssohn.

1. September 2019

Einsidls Adressenabgabe „Neubau, Hauptstraße 282“ diente sicherlich der leichten Auffindung seines Geschäftes bzw. seiner Fabrik. Allerdings gab es eine Hauptstraßennummer 282 gar nicht! Einsidl war allerdings zwei Häuser von der Hauptstraße entfernt an der Hausnummer 282 zu erreichen, die allerdings genau genommen nicht mehr in „Neubau, Hauptstraße“, also in der heutigen Neubaugasse, gelegen war. Die damalige Bezeichnung „Herrengasse“, die auf dem abgebildeten Stadtplan zu lesen ist, wurde im Zug der Eingemeindung der Vorstädte im Jahr 1862 in „Richtergasse“ umbenannt.

 

In der Spätzeit der Wiener Spielwerke konnten sie sich diese nur durch die Pflege des populären Wiener Liedgutes behaupten. Doch es gibt auch Schweizer Spielwerke, deren Arrangeure populäre Werke österreichischer Komponisten aufgriffen!

 

Rzebitschek: Nur drei Spielwerke in vier Jahren? Da kann etwas nicht stimmen!

 

Vier Namen, fünf Josefs: Willenbacher & Rzebitschek, Anton Olbrich, Einsidl

 

Manchmal schielten die Schweizer Spielwerkhersteller auch auf den österreichischen Markt und produzierten Werke mit einem entsprechenden Musikprogramm. Dies war besonders in der Zeit knapp vor und noch mehr nach 1900 der Fall.

 

Anzeigen Wiener Spielwerkhändler in tschechischen Zeitungen sind sehr selten weil die zu erwartende Korrespondenz ja auch in dieser Sprache zu erwarten war. Bisher wurde nur eine einzige Anzeige gefunden, in der Korrespondenz auf tschechisch versprochen wurde.

 

Den Ausdruck „Österreichische Spielwerke“ verwendete Luuk Goldhoorn, Helmut Kowar jedoch vermied ihn und titelte „Spielwerke aus Wien und Prag“

12. August 2019

Die Firma Stern hatte keine eigene Produktion von Spielwerken

 

Der Textilhändler Adolf Stern zog aus dem Haus Hoher Markt 13 aus, und der Uhren- und Spielwerkhändler oder -hersteller Adolf Stern zog und unmitellbar danach das selbe Haus ein. Beide hatten geschäftliche Beziehungen zu Böhmen bzw. Mähren, beide zogen später (wenn auch nicht gleichzeitig) auf den Stubenring, der eine auf Nummer 1, der andere auf Nummer 2. Grund genug zur Annahme, dass es sich bei den beiden um ein- und dieselbe Person handeln könnte. Und als im Jahr 1885/1886 der Uhrenhändler Adolf Stern etwa ein Jahr lang an der Adresse Wien 1, Rudolfsplatz 13a gemeldet gewesen ist, war vorher ein weiterer Adolf Stern, ein promovierter Anwalt, ausgezogen, vielleicht der Sohn?

 

Ein „Verkaufsautomat mit Spielwerk“ ... schade, dass wir nicht mehr wissen darüber! Aber jetzt weiss frau/man zumindest, wonach man suchen muss. Nachdem immerhin vier Jahre die Patentgebühren bezahlt wurden, ist es durchaus möglich, dass solche Verkaufsautomaten auch hergestellt und verkauft wurden

 

Ein kurzer Überblick über die Geschichte der Spielwerkherstellung in Prag und in Wien gliedert sich in drei Teile:

Der erste Abschnitt befasst sich mit den ersten Herstellern, zu denen der 1790 geborene Anton Olbrich noch nicht gehört haben kann,

der zweite befasst sich mit dem so genannten „Rzebitschek-Olbrich-Jahrhundert“, unter Auslassung alle anderen Hersteller,

und der dritte befasst sich mit dem „Ende der Spielwerk-Ära“, der in Prag und in Wien verschieden ablief und daher getrennt behandelt werden muss. Das unseres Wissens bisher weitgehend unbekannte Kapitel der Prager Flötenwerk- und Orchestrionhersteller bleibt also auch weiterhin unerforscht und muss von einem in Prag ansässigen Wissenschaftler aufgearbeitet werden.

 

Was kosteten im 19. Jahrhundert Uhren mit und ohne Spielwerk?

1. August 2019

Anton und Josef Olbrich könnten sich längere Zeit die Werknummern geteilt haben. Klicken Sie sich bitte zu einer Aufstellung, die den bisherigen Wissensstand über dieses bisher noch nicht beachtete Phänomen zusammenfasst.

1. August 2019

Das Phänomen der A-Doppelpunkt-Olbrich-Spielwerke

 

Puppen bzw. mechanische Figuren wurden auch in Wien fabriziert, sogar von zwei Herstellern. Beide teilten jedoch das Schicksal, dass sie sich nur ganz kurze Zeit damit auseinandersetzten. Der erste,

Felix Neumann,

starb bald nach dieser Erweiterung seines Sortimentes, und der zweite,

Adolf Rakovsky,

verkaufte kurze Zeit später sein (Spielwaren-) Geschäft.

 

Frauen in der Welt der Mechanischen Musik Böhmens und Österreichs.

 

Manchmal muss man wirklich genau hinschauen, um zu erkennenn, dass eine Zunge nicht richtig klingen kann.

 

„Instrumentenmaschinist“ ... ein seltenes Wort ... Es wurde im Lehmann-Adressbuch nur von einem einzigen „Musikmaschinisten“ verwendet, von Josef Schmidt. Was der hergestellt hat, entzieht sich bis heute unserer Kenntnis. In den Zeitungen kommt das Wort „Instrumentenmaschinist“ auch nur ein einziges Mal vor, die Fundstelle ist zehn Jahre älter, und bezieht sich auf den Flötenwerk- und Drehleierhersteller Friemel.

 

Eine Wiener Herstellerfirma, die knapp nach 1900 Billig-Bilderuhren mit Spielwerk, umgangssprachlich „Musikbilder“ genannt, herstellte, ist identifiziert: Es war Kothmayer & Richter.

 

Der Begriff „Musikwerk“ im 19. Jahrundert, , schloss den Begriff „selbstspielend“ mit ein, in Prag gab es ja eine eigene Fabrik (von Rzebitschek). Auch nach 1900, als unter „Musikwerken“ immer noch „Musikautomaten“ zu verstehen waren, also alle Musikinstrumente, die „automatisch“ spielten.

 

Nach den Prager Musikwerken und den

Wiener Spielwerken des 19. Jahrhunderts kamen ab 1912 die

Frankfurter Musikwerke auf den Markt.

 

Hat eigentlich Eleonore Olbrich, die Gattin von Josef Olbrich junior, einen Witwenbtrieb angemeldet?!

 

Vignetten von Spielwerk-Händlern lassen sich gelegentlich aufspüren. Es ist allerdings eine Spielwaren- und Spieldosenhandlung bekannt, die sich sogar eigene Musikzettel drucken ließ, auf welche die Titel der Musikstücke händisch übertragen wurden. Das sollte offenbar den Anschein erwecken, dass eine eigene Produktion berieben wurde!

 

Das gesicherte Wissen über Josef Wyskočil (tätig an 1885) (und seine ab 1905 werkende gleichnamige Tochter Barbara) und noch mehr das über seine Spielwerke ist nicht allzu groß. Man kann sich nur in sechs Spielwerke mit Abbildungen hineinklicken, und von denen stehen mindestens zwei Zuschreibungen auf recht wackeligen Beinen.

21. Juli 2019

In Anlehnung an das
„lange 19. Jahrhundert 1789 bis 1914“
könnte man den Mikrokosmos der Prager und Wiener Spielwerke grob vereinfachend auch als das
„Rzebitschek-Olbrich-Jahrhundert 1819 bis 1926“
bezeichnen. Auch wenn bei dieser Sichtweise die Nummern 3 und 4, die Firmen Einsidl und Maly und alle anderen Hersteller ausser Acht gelassen werden, sind für die böhmische und Wiener Produktion nur die Rzebitscheks und die Olbrichs maßgeblich und prägend. Daher wurde in der chronologischen Auflistung zusätzlich sieben weitere mit einer Zusammenschau der wichtigsten Abschnitte dieser beiden „Stahlfeder-Harmonien“ (© Anton Olbrich) herstellenden „Musikwerkefabriken“ (© Franz Rzebitschek) eingefügt
.

 

Testen Sie Ihr Wissen! Diesmal geht es aber nicht um Spielwerke, sondern um Uhren, die auch Spielwerke enthalten könnten.

 

Für Flötenuhren und Orgelsekretäre gab es etwa von 1844 bis 1855 ein Spezialgeschäft im Trattnerhof am Graben, in dem die sündteuren Prachtstücke angeboten wurden. Michael Leitermayer beherrschte mehr als zehn Jahre lang mit seinem Nobelladen für die betuchte Kundschaft den Wiener Markt. Leitermayer hatte keinen Vorgänger und fand auch keinen Nachfolger und schon gar keinen Nachahmer.

 

Welche Abkürzung kann auf der Aufzugsfeder eines Spielwerkes eingeprägt sein? Zumeist (und auch bei Werken aus Prag!) das Kürzel „MMS“ als Abkürzung für die Wiener Firma Martin Miller und Sohn. Und falls ein anderes Monogramm zu finden wäre, bringt uns das auch nicht in Verlegenheit. Für den Wiener Bereich haben wir eine Liste weiterer Aufzugsfedermacher vorbereitet, allen voran (und leicht zu merken) ein gewisser Müller, und noch eine Liste weiterer Hersteller von Uhrwerkbestandteilen.

 

„Musikwerke mit 2, 3, 4 und 6 Arien“ plazierte die Wiener Album- und Taschnerwarenfabrik Zeh, Philipp & Co, in ihre Alben oder „Musikmappen“. Ist dies glaubhaft?

 

Ein Herr Gurk zeigte 1810, einen, und zwar SEINEN Orgelautomaten in Deutschland ... Wenn das wirklich so gewesen wäre, könnte man von einer sensationellen Entdeckung und einer veritablen Überraschung sprechen. Bitte überfliegen Sie den ganzen Bericht ...

 

In Wien dürfte 1895 sogar eine Zeitschrift über Spielwerke erschienen sein, zumindest ist dies im Wiener Adressbuch so vermerkt.

 

Vor einhundertzehn Jahren verstarb in Wien ein Sänger und Komponist namens Lorens, dessen Musik seinerzeit eine große Rolle spielte und auch auf Spielwerken verewigt wurde.

 

Was wird als „Rossini-Fieber“ bezeichnet?

 

Was kann man einem Spielwerk alles antun, dass es sich nicht doch noch retten ließe?

 

In „Berchtesgadner Waren“ lassen sich oft Spielwerke finden.

Siehe dazu im Abschnitt über Moritz Apfel und über das alteingesessene Wiener Geschäft Kietaibl.

7. Juli 2019

Das komplizierte und unübersichtliche Kapitel der ungemarkten Spielwerke beinhaltet auch Verweise auf Alois Schenk und Owald Leifer.

 

Erst 1905 etablierte sich ein gewisser Franz Machinek, immerhin schon 62 Jahre alt (!), in Wien als „Musikwerkefabrikant“. Immerhin verdienten er und seine drei Söhne damit ihren Lebensunterhalt, und einer davon ist noch 1942 (!) mit dieser Firma als „Mechaniker“ nachweisbar.

 

Anton Olbrich (sen.), Johann Heinrich Heller, Gustav Rzebitschek, wie kann man sich die zeitlichen Zusammenhänge am besten auswendig merken?

 

Die Liste der Frauen iin der von Männern beherrschten Szene der Spielwerk-Hersteller und -händler ist um ein Facette reicher: Eine Frau versuchte sich als Händlerin und konnte sich in der immerhin viereinhalb Jahre, von 1898 bis 1902, in der kurzlebigen Branche behaupten.

 

Puppenautomaten und sich selbst bewegende Figuren mit eingebauten Spielwerken sind so gut wie immer schweizerischer oder französischer Herkunft und erfreuen sich auch heutzutage, im 21. Jahrhundert, einer gewissen Beliebtheit. Solche Gegenstände werden auch noch (für einen kleinen Kundenkreis) produziert. Sind solche Automaten in Wien wirklich nie hergestellt worden? Im Jahr 1867 versuchte sich zumindest kurzfristig ein gewisser Felix Neumann in diesem Genre.

 

Der Handel mit Devotionalien mit Spielwerk, insbesondere die Ausstattung von Heiligenkapellen mit solchen Gegenständen, als Berufsbild.

 

Die drei wichtigsten Hersteller von Kammspielwerken sind (Willenbacher &) Rzebitschek,
Anton Olbrich und, an dritter Stelle mit einem größeren Abstand von den beiden erstgenannen, Franz Einsidl.

•Drei Firmen,
•vier Familien,
die alle eines gemeinsam haben: Sie hatten einen nahen Verwandten Josef in der Familie,
•insgesamt sogar fünf:

1.) Ein Josef Willenbacher (mit unbekanntem Verwandtschaftsgrad) war Uhrmacher, gestorben unbekannten Alters 1834 in Josefov (Josephstadt).

2.) Josef Rzebitschek, 1814–1867, war ein bei seinem Bruder Franz Rzebitschek, 1801–1889, angestellter Spielwerkmacher. Beide Brüder Rzebitschek erhielten 1855 je eine Medaille als Auszeichnung für die Qualität ihrer Produkte bei der Pariser Weltausstellung von 1855.

3.) Josef Rzebitschek, 1844–1904, ist der Namen eines der Söhne von Franz Rzebitschek, der Dirigent und Komponist wurde und als Jugendlicher bei seinem Vater kurze Zeit als Spielwerkmacher angestellt war.

4.) Josef Olbrich, 1800–1875, war der Bruder des Gründers der Spielwerkfirma Anton Olbrich, 1790–um 1862/1863, und dessen Arbeiter, bis er sich etwa 1849 selbständig machte und eine eigene Offizin gründete. Seine mit „Jos: Olbrich“ gemarkten Spielwerke weisen Werknummern von etwa 12000 bis etwa 22000 auf.

5.) Die Chance, ein Spielwerk in die Hände zu bekommen, an dem Joseph Einsidl (1849–1875) zumindest mitgarbeitet hat, ist durchaus gegeben. Der Sohn von Franz Einsidl, 1820–1880, wird, wie damals allgemein üblich, ab seinem vierzehnten Lebensjahr bei seinem Vater gearbeitet haben, auch wenn dies nicht belegbar ist. Es ist also anzunehmen, dass er von 1863 bis zu seinem frühen Tod im Jahr 1875, immerhin etwa 12 Jahre lang, zuerst Lehrling und dann Geselle in der väterlichen Firma war. Mit seinem Namen gemarkte Spielwerke hat Josef Einsidl nicht hinterlassen. Zwei der genannten fünf Josefs starben im Jahr 1875, J. Einsidl und J. Olbrich.

1. Juli 2019

In seiner Reklame wies Gustav Řebiček mehrfach darauf hin, dass seine Spielwerke besser wären als die aus der Schweiz. Dazu ein erstes, zweites, drittes, viertes, fünftes und sechstes Beispiel.

 

Laut Eigenangabe gewährte die Firma Rzebitschek eine „vieljährige“ Garantie!

 

Sie haben ein Rzebitschek-Spielwerk zu Hause? Dann hat es mit hoher Wahrscheinichkeit Johann Hauptmann in der Hand gehabt!

 

Franz Rzebitschek als Operndirektor

 

Aus wieviel Einzelteilen besteht ein Spielwerk?

 

Die „Brüder Rzebitschek“ ... erhielt 1855 explizit auch Bruder Josef eine Medaille?

 

„Ich habe ein Spielwerk, sicherlich noch aus der Biedermeierzeit, mit der Nummer ungefähr um die 12000!“

Was geben wir zur Antwort?

 

Wer heute an den vorchristlichen Perserkönig Xerxes denkt, assoziiert vielleicht zuerst den Komponisten G. F. Händel und dessen Oper „Serse“ (Xerxes) von 1738. Der oder die Historiker(in) wird sich an Xerxes' Vielvölkerheer von angeblich 100.000 Soldaten erinnern, das die moderne Geschichtsschreibung aus logistischen auf nur mehr 20.000 Soldaten schätzt. Ein Xerxesheer gilt auf jeden Fall auch heute noch als der Inbegriff eines enorm großen Heeres.

Im Jahr 1839, einhundertein Jahre nach Händels Oper, fiel ein solches Heer in Wien ein, aber nicht um es zu verwüsten, sondern um die Gewerbeausstellung zu besuchen. Da gab es einiges zu sehen, und angeblich blieb besagtes Xerxesheer besonders bei einem Stand stehen, der etwas ganz Besonders bot: Eine Uhr mit Vierviertelschag mit nur einem einzigen Aufzugsloch! Das hatte man vorher noch nicht gesehen. Ausserdem hatte er ein Spielwerk im Gepäck. Spielwerkliebhaber werden es jetzt schon wissen, dass für diese Beschreibung nur ein Einziger in Frage kommt, und zwar ein Hersteller, der nicht aus Wien stammte, sondern aus Prag kam.

 

Wie sah die einundzwanzigeinhalb Jahre alte Gattin von Gustav Rzebitscheks aus? Leider hat sich offenbar kein Bild des damals 29-jährigen frisch gebackenen Ehemannes Gustav R. erhalten.

 

Es gibt einen Beleg dafür, dass ein einheimischer Geschäftsmann versuchte, vom Verkauf oder Verleih von durch Münzeinwurf betriebenden Spielwerken aus Deutschland bzw. aus der Schweiz zu leben. Immerhin dürfte es einige Jahre zumindest einigermaßen geklappt haben! Bei dem Bericht über das oben beschriebene Geschäftmodell ist im Buch von Luuk Goldhoorn allerdings einiges durcheinander geraten: Es war ein Wiener Unternehmer namens Salomon Deiches, der eine „Artistische für automatische Musikwerke ...“ gründete, das Patent für den Betrieb Münzeinwurf hatte er schon vorher gemeinsam mit einem Geschäftspartner aus Galizien, einem gewissen Abraham Hornung, entwickelt.

 

Die 37 Silberdosen mit „Gott-erhalte“-Spielwerken vom 18. August 2013 ...

 

Ein Rzebitschek-Werk zur Wandmontage

 

Wozu eine Uhr oder ein Spielwerk überhaupt aufziehen? Schon 1862 wurde eine Vorrichtung erfunden, die das Aufziehen eines mechanischen Werkes gänzlich unnötig macht!

 

„Wenn ich einen Wunsch frei hätte, würde ich mir ... als Gesprächspartner wünschen“, werden heute oft Musiker als Interviewpartner gefragt. Als Antwort werden zumeist die Namen der berühmtesten Komponisten gegeben.

Stellen wir die Frage anders: „Wenn ich ins Ewige Leben eintrete und ins Paradies komme, erwarte ich mir, dass die beiden ersten Spielwerkmacher Prags und Wiens zu viert an einem Tisch sitzen und diskutieren. Da wäre ich gerne dabei.“

Testen Sie Ihr Wissen: Wer sind diese vier Personen? Bitte beachten Sie den hohen Schwierigkeitsgrad dieser Frage, die Sie vielleicht nur dann beantworten können, wenn Sie auch die letzten beiden Meldungen weiter unten gelesen haben.

 

„Mein Nachbar, der Kaiser“ ... so konnte nur ein Spielwerkhersteller, der gleichzeitig auch auch das Uhrmachergewerbe betrieb, reden, nämlich Peter Götz.

 

Wurde das erste Spielwerk in Böhmen von Franz Rzebitschek alleine gefertigt und trat dann Alois Willenbacher in eine zu gründende Firma ein? So ganz genau wissen wir das nicht, wenn man sich die Textstelle, in der es um die Gründung der Firma Willenbacher & Rzebitschek geht durchliest...

 

Wenn der gesamte Text des Musikzettels abgeschrieben wurde, sind dann wirklich alle Textinformationen erfasst? Das ist keine Scherzfrage! Nein, der gesamte Text ist noch nicht erfasst, auch auf der Rückseite der Musikzettels können sich noch Vermerke verbergen!

 

Testen Sie Ihr Wissen: Erkennen Sie die Musik schon auf einen Blick auf die Walze?

 

Der letzte Spielwerkmacher Wiens, der noch 1942 imstande gewesen wäre, ein (Uhren-)Spielwerk herzustellen, war Alois Kipper. Fragt sich nur, womit er sein Brot verdient hat...?

 

In Hochzeits- oder Jubiläumsuhren (wedding clocks) finden sich öfter als Spielwerke anderer Hersteller solche von Franz Einsidl. Warum eigentlich?

 

Vom Rzebitschek-Arbeiter namens Tichy sind mittlerweile bereits vier Spielwerke bekannt.

 

Das wenige, was bisher über den Rzebitschek-Arbeiter namens Petak zu erkunden war, wurde nunmehr neu zusammengefasst.

 

Das wenige, was bisher über den (oder die?) Rzebitschek-Arbeiter namens Petak zu erkunden war, wurde nunmehr neu zusammengefasst. In Zukunft sind diesbezüglich durchaus weitere Funde zu erwarten!

 

Wieder wurde eine Einritzung eines bisher nicht bekannten Olbrich-Arbeiters gefunden

 

Für das Firmensignet „Willenbacher & Rzebitschek“ auf der Grundplatte wurden zwei Stempel verwendet. Dies ist daran erkennbar, dass sich die beiden Namen nicht an derselben Grundlinie orientieren sondern immer etwas versetzt sind. Dies ist, wie nicht anders zu erwarten, auch bei der irrigen doppelten Stempelung des Namens „Willenbacher & Willenbacher“ der Fall!

 

Gibt es Walzen mit den Rasterlinien wie bei vielen Schweizer Spielwerken auch in Wien?

Ja, bei Peter Götz!

 

Der exakten Einbau eines Spielwerkes in eine Kassette oder Schatulle macht viel mehr Schwierigkeiten als man glaubt. Viel häufger als erwartet findet man in den Originalkassetten Hinweise dafür, dass der Tischler bei seiner Tätigkeit einige Mühe gehabt hat! Oft mussten an der offenbar schon fertigen Kasette Ausnehmungen vorgenommen werden! Man muss immer nur genau schauen und suchen, ob dieser der Fall war oder nicht.

 

Musikstück oder Melodie

 

Warum überhaupt hier nachschauen, wenn frau/man das eigene Werk hochwahrscheinlich ja doch nicht finden kann?

 

Warum wird immer die (höhere) Werknummer immer zuerst genannt?

 

Wie lautet die Übersetzung des englischen Wortes „tooth“ ins „Spielwerk-Deutsche“? „Zahn“? Nein, „Zunge“!

 

Über das Ritzen und Kratzen ... hätte John Steinbeck (Of Men And Mice) vielleicht geschrieben, wenn er Spielwerkliebhaber gewesen wäre ...

 

Kowars Buch Musical Boxes from Prague and Vienna (Vienna 2019) ist mehr als nur eine Übersetzung, sondern eigentlich schon eine zweite Auflage. Das ist natürlich ein großer Vorteil!

1. Juni 2019

Diese Webseite ist nicht in der Landessprache, also nicht auf Österreichisch verfasst, sondern auf Deutsch. Warum eigentlich?

 

Und was ist das für ein Teil?

 

Drei-Kammschrauben-Spielwerke, ein interdisziplinäres Phänomen

 

Amerika, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten! In welcher Stadt taucht das früheste 4-Musikstücke-Werk von Einsidl & Sagan auf? In New York! Bisher sind überhaupt erst zwei Werke mit so viel Musikstücken von Einsidl (& Sagan) bekannt geworden. Freuen wir uns mit dem glücklichen Besitzer, Craigh Smith!

 

Orchestrien aus Wien interessieren die Sammlergemeinde der Kammspielwerk- oder Flötenuhr-Liebhaber höchstens ganz am Rande. Dabei hat das deutsche „Musikmaschinen-Genie“ J. N. Mälzel das erste Instrument dieser Art in Wien gebaut, und auch im Jahr 1828 ist in Wien ein Orchestrion von den „Bauers“ zwei Wochen lang ausgestellt worden. Alle vorgenannten Instrumente haben sich nicht erhalten. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts gab es in der öst.-ung. Monarchie einige Orchestrienbauer, in Prag z. B. die Firmen Hrubesch und eine weitere, fast gleich lautende Firma Rubeš, in Wien allen voran die Firma Deutschmann.

In einem Ringelspiel (Karrussell, „merry-go-round“) findet man öfter ein Orchestrion vor.

 

Wer sich ein richtig großes Spielwerk zulegen will, hat am 30. Juni 2019 Gelegenheit: Sein Durchmesser ist 16 Meter.

 

Das vielleicht schönste „Musikwerk“ von J. Deutschmann, das sich heute noch in Privathand befindet, ein Orchestrion, wird am 1. Juni 2019 versteigert.

 

Den Sound-Contest der Spielwerke (in Anlehnung zum soeben zu Ende gegangenen, am 18. Mai 2019 ausgetragenen Song-Contest) wird das Maly-Werk Nr. 647 wohl nicht mehr gewinnen, dazu fehlen ihm schon zu viele Teile. Aber etwas kann es doch bieten: Es regt zu einem Wissenstest an, den auch wir von eiou nicht lösen können. Sein windfangseitiger Waldenzdeckel hat nämlich sechs (!) (statt sonst fünf) Löcher bzw. Ausnehmungen und eine sorgfältig eingeschlagene Ziffer „7“ aufzuweisen. Weder für das Loch Nummer 6 noch für die Ziffer „7“ haben wir eine schlüssige Erklärung zu bieten. Daher können wir nur fünf beantwortbare Fragen stellen.

 

In welcher Phase des Fertigungsprozesses wurden die Nummern des Spielwerkes auf der Grundplatte eingeschlagen?

 

Von der Erfassung der Aquarelle, die von den Gehäuse-Tischlern in Auftrag gegeben wurden, kann man sich vielleicht auf längere Sicht weiterführende Hinweise für die Datierung erhoffen. Warum? Weil sich die meisten Aquarelle einer Gruppe nur wenigen MalerInnen zuschreiben lassen, von denen wir hoffen, das sie gelegentlich das eine oder andere kleine Kunstwerk datiert haben.

 

Ein neuer Olbrich-Arbeiter namens Engelmann

 

Auch ein Spielwerk muss, wenn ihm Zähne fehlen, zahnprothetisch versorgt werden

 

Spielwerkmacher (oder deren Arbeiter) als Komponisten

 

Erzeugnisse der Firma Neschuta sind heute nur sehr selten zu finden. Daher hat man den Namen nicht so präsent, ausserdem ist er schwer zu merken: Man könnte sich irrigerweise Netuscha im Gedächtnis behalten. Ein weiterer Hersteller heisst übrigens Netauschek (und nicht Neschautek)!

Vermutlich sogar als Meisterstück, zumindest aber eine aussergewöhnlich schöne Arbeit ist ein Werk, das am 1. Juni 2019 in der Schweiz zur Auktion kommt. Bitte klicken und bitte gleich weiterklicken!

 

Achtung! Die folgende Frage ist kniffliger als man glauben möchte! Sind Sie bitte nicht böse auf sich, wenn Sie die Frage nicht mit der Genauigkeit beantworten können, die Sie sich erhofft haben!

Testen Sie Ihr Wissen: Kennen Sie die Olbrich- und die Rzebitschek-Spielwerke schon allein am „N“ der „Nr.“ auseinander?

Und wenn ja, wie unterscheiden Sie die Anton- von den Josef-Olbrich-Werke an Hand des „N“?

 

Diese Webseite befasst sich in erster Linie mit Kammspielwerken und deren Fabrikanten. Mit den Flötenuhren und deren Hersteller setzen wir uns hier nur am Rande auseinander, doch ganz auslassen können wir sie keinesfalls: Erstens sind noch immer einige Personen nicht genügend erforscht, um sie zuordnen zu können, und zweitens ist es reizvoll, die Musikprogramme zu vergleichen.

Lesen Sie hier, was die bekannte kanadische Musikwissenschaftlerin Rita Steblin über Strassers Orchestrion herausgefunden hat. Das Instrument gibt es sogar in der St. Peterberger Eremitage noch, wenn auch in einem stark restaurierungsbedürftigen Zustand!

 

Ein Bild, fünf Fragen, und die erschütternde Erkenntnis, dass man vielleicht doch noch nicht alle Spielwerkteile richtig zu benennen weiß ...

 

Franz Rzebitschek – ein Künstler?

 

Ja, das waren noch Zeiten um Jahr 1848, als Anton Olbrich senior der einzige Spielwerkmacher in Wien war ...
Aber dann ging es Schlag auf Schlag: Bruder Josef machte sich 1849 selbständig, knapp danach eröffnete Franz Einsidl eine eigene Firma, Karl Schidlo versprach 1854 angenehm und rein klingende, lautstarke und länger spielende Spielwerke, wollte seine Konkurrenten also in allen Belangen übertreffen, und dann machte Anton Olbrich junior auch noch eine eigene Werkstätte auf.

 

Neue Ermittlungen zu Alois Willenbacher;
Neufund: Ignaz Willenbacher.

 

Wie das Spielwerk nach dem Abspielen des Musikstückes zum Stillstand gebracht wird, ist bei den Fachausdrücken nachzulesen.

 

„Prager und Wiener Spielwerke“, ist das wirklich alles? Antwort: Was österreichische Spielwerke betrifft, erstaunlicherweise ja! Man muss allerdings von mindestens zwei winzigen Ausnahmen absehen, und zwar von zwei kleineren Ortschaften in Nordböhmen: In Kommotau und in Josefstadt werkten kurzzeitig J. W. Herrmann und die Firma Rzebitschek. Inwieweit die beiden nur gehandelt und unbezeichnete Fremdwerke gemarkt oder doch selbst Hand angelegt haben, lässt sich aufgrund nicht sagen. In Anbetracht der geringen Stückzahlen und der Tatsache, das eine eigenständige Produktion gänzlich ohne Zukauf von Fremdteilen sehr unwahrscheinlich ist, kann die obige Frage durchaus mit gutem Gewissen bejaht werden.

1. Mai 2019

Erratika

 

Ein Uhrgehäuse-Hersteller, drei Uhrmacher, drei Spielwerke-Hersteller

 

Ein seltenes Bild: ein angeschnittener Positionsstift

 

Wozu stempelt ein Spielwerk-Hersteller sein Firmensignet auf die Innenseite des Kammträgers?

 

Testen Sie Ihr Wissen: Welcher Spielwerk-Hersteller?

 

In einer Bilderuhr mit einer Szene am Friedhof dürfen wir welche Musik erwarten? Antwort 1 und Antwort 2

 

Die raffinierten Rutschkupplungen zur Vermeidung des unschönen Stopp-Gräusches wurden leider nur selten eingebaut...

 

Die Unterseite der Kammträger waren anfänglich massiv, doch aus praktischen Gründen bekam er sehr bald eine Rille: Das spart erstens Material und erleichert vor allem die Durchbohrung für die Kammschrauben. Wenn die Rille nicht durchgehend ist sondern an einem der beiden Ränder fehlt, erinnert das etwas an ein halboffenes Krokodilmaul, nach dem man diesen Typ Kammträger benennen könnte. Das Wort Krokodilmaul-Kammträger ist leicht zu merken und sollten Spielwerke mit einem solchen Bauteil entdeckt werden, können und sollten diese miteinander verglichen werden!

 

Der Gimmick des Anton-Olbrich-Spielwerkes 7151 ist ein Reparaturvermerk, mit dem sich ein gewisser List verewigt hat: DER List, der berühmte Uhrmacher, selber? Dann muss er zumindest einige Zeit lang auch mit Spielwerken zu tun gehabt haben! Oder nur ein Namensvetter oder Verwandter?

 

Ein Arbeiter dürfte ein bis jetzt nicht bekanntes Monogramm, „JM“, in ein Olbrich-Spielwerk eingeritzt haben. Wir können sogar einen Namen dafür anbieten, wer dies gewesen sein KÖNNTE.

 

Wenn die Aufzugsfeder bricht, muss sie repariert oder ausgetauscht werden, damit das Spielwerk wieder funktioniert. Doch wie ist es zu erklären, wenn man eine gleich dutzendfach gebrochene Feder vorfindet?

 

Beim Walzenverschub für den Wechsel der Musikstücke spielt eine bei größeren Spielwerken kräftige Spiralfeder eine wichtige Rolle. Kann diese auch durch eine Blattfeder ersetzt werden? Antwort: Bei den frühen (Sektionalkamm-) Spielwerken) schon, die waren sogar so konstruiert.

 

Wie ein nicht spielendes Spielwerk wohl klingen mag? Sie zupfen mit dem Fingernagel an einem Stift der Walze und hören einen leisen aber klaren Ton. Ist auf diese Methode Verlass?

 

Am Windfang ein Splint,
den man ihn kaum sonst find't

 

Kein Unikum und kein Unikat ist ein Spielwerk, zu dessen Beschreibung ein Bild mehr sagt als die sprichwörtlichen tausend Worte

 

Ein Prager Orchestrion, wenn ein kurzer Blick über den Tellerrand Kammspielwerke gestattet ist...

 

Eine merkwürdige Anzeige einer Zwangsversteigerung im Jahr 1822 zieht die Aufmerksamkeit auf sich. Steht diese in einem Zusammenhang mit einem ehemaligen Uhrmacher und Handwerker, der für J. N. Mälzel, für das größte Genie der „Kunstspielwerkuhrmacher“, das je in Wien gelebt und gearbeitet hat, tätig war?

 

Irritierend früh taucht das Hobellied bei der Firma Rzebitschek zuzuschreibenden Spielwerken auf. Stimmt da etwas nicht? War das Hobellied schon vorher bekannt oder ist die Zuschreibung an Rzebitschek falsch?

 

Zur Abwechslung einmal etwas anderes. Wir blicken etwa im Jahr 1905/1906 in die Auslage eines „kleinen“ Uhrmachers in Wien Meidling.

 

Der Kammträger

 

Gebrochene Aufzugsfeder: Kleben, schweißen, löten oder gleich erneuern?

 

Zwei vom Schema abweichende ungemarkte Spielwerke: das erste mit drei Kammschrauben wurde Olbrich zugeordnet.


Das zweite, ebenfalls mit drei Kammschrauben, der Firma Rzebitschek.

 

Auf der äussere Wand des Windfangblockes wurde bisher nur ein einziges Mal eine Einstempelung gefunden, zwei sehr kleine Pluszeichen, deren Bedeutung unklar ist. Vielleicht waren mehrere Stück in Arbeit und man wollte diese nicht verwechseln. Immerhin machte sich der Arbeiter der Firma Rzebitschek die Mühe einen Stempel zu verwenden und nicht nur ein Zeichen einzuritzen. Das Spielwerk hätte seine endgültige Behausung ja auch in einer Kassette (und nicht in einer Bilderuhr wie in diesem Fall) finden können und da wären Einritzungen von aussen sichtbar gewesen.

 

Taillierte Grundplatten sind eine Schweizer Spezialität. Und wenn Sie sich weiter geklickt haben, scrollen Sie bitte ein wenig nach oben: die Einohren-Grundplatte verdient auch Ihre Beachtung

 

Korrelieren die Rzebitscheckschen Kammnummern mit dem Musikprogramm?

 

Řebiček statt Rzebitschek?

 

Rossini hat 39 Opern geschrieben und dürfte der ungekrönte König der Musikspielwerk-Opernkomponisten sein. Die beliebtesten Komponisten waren damals „Rossini, Rossini und Rossini“, hieß es damals in einer Zeitungsmeldung. Ein erster Überblick.

 

Verdi hat 26 Opern geschrieben, von denen eine Mehrzahl auch heute noch gespielt wird. Und aus wieviel und welchen Opern haben Musikstücke ihren Weg auf Spielwerke aus Prag und Wien gefunden? Diese Frage können wir natürlich nicht erschöpfend beantworten. Bisher fanden sich neun Opern, und da ist noch genug Luft nach oben!

 

Wagner hat 13 Opern geschrieben, von denen 10 zum Wagner-Kanon gehören und daher bei den Bayreuther Festspielen gegeben werden. Und aus wieviel und welchen Opern haben Musikstücke ihren Weg auf Spielwerke aus Prag und Wien gefunden? Diese Frage können wir natürlich nicht erschöpfend beantworten, eines steht aber fest: Es sind fürs erste einmal nur zwei Opern, bei denen es allerdings sicher nicht bleiben wird. Neue Erkenntnisse sind vermutlich weniger vom Spätwerk Wagners sondern eher von den frühen Opern zu erwarten. Die Klangmassen eines „Fliegenden Holländers“ sind zwar eingängig und leicht zu merken, aber nicht so sehr für Spielwerke geeignet, auf denen zarte Cantilenen natürlich vorteilhafter klingen.

 

KOMMENTAR zu den letzten vier Meldungen

 

Grundplatten vom Einohrentyp

 

Die „Ente“

 

Schädlingsbefall bei Spielwerken

1. April 2019

Es gibt auch ein Olbrich-Werk mit einer Nummernanordnung wie bei den Rzebitschek-Spielwerken, offenbar hat man sich in Wien am Prager Vorbild orientiert!

 

Lässt die Anzahl der Windungen der Rückstell- oder Walzenverschubfeder Rückschlüsse zu? Jein. Je dicker die Feder ist umso mehr Kraft hat sie und umso weniger Windungen sind nötig. Solche dicken Federn fanden eher in der Spätzeit der Spielwerke etwa ab 1880, Verwendung.

 

Ungemarkte unnummerierte Hohltrieb-Dreikammschrauben-Werkes sind nach erster Einschätzung Anton Olbrich sen. zuzuordnen und fallen in die Zeit knapp nach 1840.

 

Nein, nicht mit allen Formulierungen, Bildern etc. etc. sind wir glücklich. Doch für die schnell verfügbare Info gilt das Prinzip „form follows function“.

 

Berufsbild „Spieluhrenwalzen-Correcteur“

 

Ein Wiener Hersteller, in diesem Falle Bartel, stellt ein Spielwerk mit einem Strauß-Walzer und sieben hier nicht geläufigen Melodien englischer Komponisten bzw. englischen Volksliedern her. Rätselfrage: Wie kam er zu den Musikstücken und wer soll das in Wien kaufen?

 

Scherzfrage: Wo erkennen Sie auf einem Foto von 1938 ein Spielwerk?

 

Was kostete ein Zwei-Musikstücke-Spielwerk im Jahr 1940?

 

Spielwerke und Frauen ...? Was gibt es da zu berichten?

 

Es sind bisher drei Werke mit dem Musikprogramm 2091 bekannt geworden. Die Markierungen auf dem Windfangblock sind jedoch unterschiedlich, diese haben also mit der Musik wohl nichts zu tun.

 

Neu gefundene Olbrich-Arbeiter: Hef (?) und ZL (?)

 

Mathematisch unmöglich: 2915 = 2916, und doch verhält es sich bei den Musikzahlen Olbrichs so!

 

Es tauchen zumindest vier Olbrich-Werke mit 7000-er Nummern, (und eine mit einer 6000-er), die eine unpassende, weil zu hohe Musiknummer aufweisen. Wie passt das zusammen? Oder sind das nur Lesefehler, noch dazu von mehreren recherchierenden Personen? Wohl kaum, ausserdem gibt es auch Fotodokumentationen. In der Spielwerkliste sind diese Werke (durch eine graue Unterlegung der Musikzahl) auffällig markiert. An einer Lösung dieses Rätsels wird gearbeitet.

 

Ein einziges (Olbrich-)Spielwerk weist von aussen zu sehend markierte Kammschrauben auf.

 

Bei der vertikalen Montage eines Spielwerkes musste der Uhrmacher sich etwas einfallen lassen, um den Start-Stopp-Hebel in Bewegung zu versetzen...

 

Es ist ein großes Glück, wenn ein Spielwerk (bzw. dessen Kassette) mit einer Händlerplakette versehen ist, und ein noch größeres, wenn dieser Geschäftsinhaber nur zwei Jahre lang in Wien tätig war. Das Pech dabei in diesem Fall war nur, dass die Musikinstrumentenhersteller- und Händlerfamilie Placht, um diese geht es, etwa ein halbes Jahrhundert in Wien tätig war und die Recherche (mit Auschluss einer möglichen Rückkehr von Wenzel Placht nach Wien!) mehr als einen ganzen Tag in Anspruch genommen hat. Der Lohn dafür waren jedoch nicht nur die drei Worte „1878 bis 1880“ als Entstehungszeit des Spielwerkes, sondern auch die Erkenntnis, dass die „Plachts“ weder vorher noch nachher ein Handel mit Musikspielwerken betrieben haben dürften.

 

Sonderkonstruktion „Musikstückwechsler-Walze“

Bitte auf das Bild klicken

 

Strichmarkierungen auf der Unterseite de Kammträgers

 

Ein gewisser K. Binder wurde auch bei den Olbrich-Arbeitern eingereiht. obwohl er nur ein etwa 25 Jahre alten Spielwerk repariert haben dürfte. Aber er trug sich immerhin auf der Innenseite des Kammträgers sein, nahm also offenbar einen spielwerkspezifischen Eingriff vor und vermutlich keinen am Räderwerk, der ja die Domäne eines Uhrmachers wäre.

 

Quiz: Testen Sie Ihr Wissen!

 

Frage: In der Mitte des 19. Jahrhunderts, genau genommen im Jahr 1855, erschien ein Klavierstück, dass binnen Kurzem das erfolgreichste seiner Art wurde. Die geistige Urheberin war eine Komponistin!

 

Der Musikwechsel-Finger kann, aus einer rechteckigen Handfläche ragend, ein- und ausschaltbar sein oder

meist mit einer kleinen quadratische Handfläche, fix montiert (in einer Inlay- oder einen Onlay-Technik).

 

Auch Franz Einsidl muss Arbeiter beschäftigt haben. Es wurde erst einer gefunden, der sich in einem Spielwerk verewigt hat.

 

Zwei gefundene Arbeiter bei Anton Olbrich sind hier schon eine Meldung wert: Joseph Chrobak und ein gewisser Murarek (?)

 

Zwischenbericht nach einer Neustiftung einer Walze eines Spielwerkes von Bartl: 1.) Was fand sich in der Walze?
2.) Wie klingt es, wenn eine Zunge knapp nach dem ersten Anzupfen ein weiteres Mal angerissen wird?

 

Was ist eine Stelzenmontage?

 

Wenn sich in der Firma Olbrich offenbar zumindest zwei Arbeiter auf einem einzigen Spielwerk verewigt haben, hat das was zu bedeuten?

 

Die Handwerkskunst ein Spielwerk herzustellen, ist gewiss eine schulungsintensive Angelegelenheit. Haben sich vielleicht Schulungsmodelle oder Vorlagen oder so etwas ähnliches erhalten?

Vielleicht oder sogar vermutlich schon. Ein Beispiel für die Firma Rzebitschek

und ein weiteres für Olbrich.

 

Das erste dokumentierte Spielwerk des Wiener Herstellers Friemel auf dieser Webseite

 

Über den Wiener Spielwerk-Hersteller Friemel

 

Der einzige bekannte Reisekoffer der Firma Maly, der einem Vertreter gute Dienste geleistet haben wird!

 

Wurde von der Firma Rzebitschek die Werknummer 39549 doppelt vergeben oder handelt es sich um einen Lesefehler?

 

Die Ziffern „1“ und „2“ finden sich nicht ganz so selten auf der Oberseite des Windfangblockes, aber eine „3“ war uns von der Webseite eiou.at bisher noch nicht bekannt!

 

Ein von Craig Smith, News York, USA, präsentiertes Maly-Spielwerk zählt nicht nur zu den ganz wenigen gemarkten Werken, (in der Maly-Liste erkenntlich an dem gelb unterlegten Namensfeld), sondern wurde auf der Grundplatte vor dem Kammträger sogar doppelt mit den Namenszug „A. Maly“ gestempelt, vermutlich als eines der ganz wenigen wenn nicht sogar als einziges Musikwerk dieses Herstellers!

 

Sowohl Vater Franz Rebitschek wie auch sein Sohn Gustav Rzebitschek haben auch einen Puppenautomatenhersteller beliefert. Es dürfte sogar derselbe gewesen sein!

 

Ein Spielwerk mit liegendem Federhaus von Josef Olbrich? Das von Hans-Jürgen Eisel entdeckte Werk sieht auf den ersten Blick nicht unbedingt nach einer Bastelarbeit aus und könnte vielleicht sogar original sein!

 

Wenn sich Rzebitschek in ein Bassgewicht einritzt, ist das ein Autograph, oder, besser wohl eine „Autoritzung“?

 

Was vermuten Sie, wenn aus Kommodenuhr ein Spielwerk erklingt, und es findet sich weder rechts noch links noch vorne eine Möglichkeit dieses aufzuziehen, und die Uhr ist von üblicher Tiefe, sodass ein Einbau des Musikwerkes der Länge nach nicht möglich ist ...?

 

Bei den Markierungen unter dem Windfang der Rzebitschek-Spielwerke wurde nunmehr eine elfte Möglichkeit gefunden, ein „K“

 

Das Spielwerk Anton Olbrich 15616-1756 erwies sich bei näherer Untersuchung als furchtbares Hybrid, von dem kein brauchbares musikalisches Ergebnis mehr erwartet werden darf. Und doch ist es bemerkenswert, da es eine bisher nicht bekannt gewesene Stempelung, ein „H“, aufweist!

 

Als spätestes Federhaus mit einer Rille wurde die Ruine eines Werk mit der Nummer 5745 gefunden, obwohl diese Rille schon längere Zeit, vielleicht schon zwei Jahre lang, nicht mehr üblich war. Ein Foto eines Spielwerkes mit dem selben Musikprogramm und einer niedrigeren Werknummer, 5135, aus der Sammlung von Bill Wineburgh, weist, wie nicht anders zu erwarten, KEINE Rille mehr auf. Warum bei dem späteren Werk noch ein Rillen-Federhaus verarbeitet wurde, ist unklar.

 

Bei Olbrich-Spielwerken gibt es ein weiteres Nummerierungssystem mit Zahlen meist im 4000-er Bereich. Dieses beginnt schon in der Frühzeit Josef Olbrichs und setzt sich bei Spielwerken beider Brüder und bei ungemarkten Werken in unterschiedlichem Ausmaß fort. An der systematischen Erfassung dieses Systems wird derzeit gearbeitet bzw. wurde damit begonnen. Diverse einander widersprechende Spekulationen gibt es zwar, einigermaßen schlüssige Deutungsversuche liegen jedoch noch nicht vor. Eines steht fest: Man hätte sich nicht die Mühe gemacht diese Nummern einzuritzen, wenn diese nicht eine wichtige Funktion gehabt hätten.

 

Zum Markenzeichen von Josef Olbrich wurde sein „Jos: Olbrich“, während Anton Olbrich fast durchgehend bei seinem „A. Olbrich“ blieb. Doch keine Regel ohne Ausnahmen: Bei den Spielwerken ungefähr mit 12.000- bis 13.700-Nummern war sein Firmensignet kurze Zeit „A: Olbrich“ – also MIT DOPPELPUNKT. <

Eine scheinbare Ausnahme bilden die Spielwerke, die nur mit „Olbrich“ gemarkt sind. Es handelt sich mit Werke von Anton Olbrich, bei denen das „A.“ nur undeutlich oder nur sehr schwer erkennbar ist.

 

Kerben unten an den Kloben, (z.B. denen für die Walze): Wozu dienen diese?

 

Der Hohltrieb, nahezu ein Markenzeichen für Olbrich, oft auch bei Spielwerken von Einsidl, der (auch) einmal bei der Olbrich-Offizin gearbeitet haben muss

 

Die für Prager Spielwerke typische Kammträger-Ausnehmung findet sich nur sehr selten bei einem Wiener Werk!

 

Gemarkte Bestandteile in Spielwerken, einer erster Überblick!

 

Ungemarkte Spielwerke mit gusseiserner Grundplatte, und im Werk findet man eine vierstellige Nummer in großer Schrägschrift eingeritzt ... Ist das Spielwerk nun Anton oder Josef Olbrich zuzuschreiben?

 

Wozu dient der Papierstreifen unter dem Kammträger?

 

Der Nummernquotient (NQ) einer Spielwerkfirma, der Quotient zwischen Werk- und Musiknummer, gibt Aufschluss darüber, wie viele Spielwerke im Durchschnitt mit dem selben Musikprogramm das Werk verlassen haben.

 

Braucht man bei einem Uhrenspielwerk ein Kegelradgetriebe? Nein, normalerweise nicht, ausser man will das Spielwerk nicht von der Seite, sondern von vorne oder von hinten aufziehen.

1. März 2019

Das Kapitel Spielwerkschlüssel neu überarbeitet

 

Rzebitschek: Markierungen auf der Oberseite des Windfangblockes: Bisher wurden 9 Möglichkeiten gefunden

 

Rzebitschek: Markierungen auf dem Kamm: Bisher wurden 16 Möglichkeiten gefunden

 

Ein Barockkomponist auf einem Spielwerk von Rzebitschek ist sicherlich aussergewöhnlich

 

Verstempelungen kamen überall vor: Zwei mal „Willenbacher“ statt „Willenbacher & Rzebitschek“ (bei Goldhoorn abgebildet), unzählige Male bei den Werknummern und Musikzahlen, ja sogar bei den Kammnummern/Kammmarken gibt es ein mit „1“ und „2“ gekennzeichnetes Exemplar!

 

Windflügeltypen

 

Sonderformen der Grundplatten

 

Die Rzebitschek-Kammnummern: Neben den Ziffern 0 bis 9, der Zahl 10, und keiner Kammernummer, gibt es noch zwei weitere Möglicheiten von Kammmarken, ein Pluszeichen und ein Sternchen!

 

Friedrich Schillers Ballade „Der Gang nach dem Eisenhammer“ von 1799 wurde sehr populär und fand auch Eingang in die Tonkunst: Carl Loewe schuf ein Musikstück, das auf Schiller Bezug nahm. Auch die bildende Kunst bemächtigte sich diese Themas und das Sujet einer Schmiedewerkstatt wurde sogar zum beliebtesten Bilderuhrenmotiv des gesamten 19. Jahrhunderts überhaupt. Eine Bilderuhr mit diesem Motiv und mit einem Spielwerk mit Loewes Musikstück hat das eiou-Team zwar noch nicht gefunden, aber es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis jemand das finden wird, wenn man nur einmal danach sucht. Die Noten sind hier abgebildet! „Wer suchet der findet!“

 

Sperrklinken aus Messing? Wegen der hohen Abnützungsgefahr des weichen Messings nicht sehr sinnvoll, aber trotzdem gibt es ein Beispiel (siehe das letzte Bild)

 

Dreiohren-Grundplatte

 

Kammheber

 

Gab es in der Firma Rzebitschek so etwas ähnliches wie ein „Musterwerk“, nach dem weitere Spielwerke mit dem selben Musikprogramm hergestellt wurden? Einkratzungen auf der Aussenseite des Kammträgers zweiter Werke deuten darauf hin. Bitte klicken sie sich hier zum früheren der beiden Werke und von dort aus zum späteren und jeweils zu den beiden PICT

Interessant ist, dass beide hier verlinkten Werke eine weitere niedrige 2000-er Nummer aufweisen! Ist das ein Hinweis, dass sie auf nur firmenintern vergebenen Werknummern?

1. Februar 2019

Über die Montage des Kammes

 

Kammrillen-Rzebitschek-Werke, also ungemarkte Willenbacher & Rzebitschek-Werke, erstrecken sich bis von den unnummerierten, (intern wohl als 2000-er gelisteten) bis in die 3000-er nummerierten Werknummern hinein

 

Rätselfrage zum Werk Bartl Nr. 4146

 

Es ist sehr angenehm, wenn man die Lebendaten der verschiedenen Hersteller auswendig weiß. So haben sich redaktionsintern die Kürzel „JO75“ und „Franz89“ eingebürgert: Josef Olbrich, 75-jährig verstorben im Jahr 1875, und Franz Rzebitschek, 89-jährig verschieden im Jahr 1889. Sie waren also ungefähr gleich alt. Vielleicht waren die beiden sogar Jahrgangskollegen: Franz R. verstarb anfangs Dezember 1889 und Josef O. anfangs März 1875, die genauen Geburtsdaten beider sind leider (noch) nicht bekannt).

Einmal haben sie sich die beiden beruflichen Kollegen und geschäftlichen Kontrahenten vielleicht sogar getroffen, da beide im Jahr 1854 in München ausgestellt haben. Und wer trug den „Sieg“ davon, wer erzielte die „bessere Presse“ und konnte damit die Auftragsbücher vielleicht besser füllen?

 

Mit Gustav Rzebitscheks Ausflug in die Elektrotechnik werden wir uns nicht umfassend, aber doch so viel wie unbedingt nötig auseinandersetzen. Hier die erste, noch etwas unvollständige Fassung, der bald die endgültige folgen wird.

 

„Melodiezettel“ - warum man den Begriff eher vermeiden sollte und Begriffsdefinition

 

Wann wurden die 90°-gewinkelten Nummern auf der Grundplatte von der Ära der Angabe der Musik- parallel über der Werknummer abgelöst?

 

Ab wann wurde der Kamm der Rzebitschek-Spielwerke mit dem Firmensignet versehen? (Neufassung)

 

Malys zumeist ungemarkten Spielwerke boten sich ja geradezu an, von Uhrmachern oder anderen Händlern mit ihrem Firmenstempel versehen zu werden. Von dieser Möglichkeit wurde jedoch sehr selten Gebrauch gemacht.

 

Die Schreibweise „Rebiček“ ist uns normalerweise nur im Zusammenhang mit Gustav R. geläufig, wurde aber auch dessen Vater Franz etwa 1860 verwendet!

 

Die Stempel der Firma (Willenbacher &) Rzebitschek

 

Der Rzebitschek-Arbeiter Tichy

---- 2019 ----

Vor 200 Jahren entstanden die ersten Spielwerke von Franz Rzebitschek, wenn man der anderweitig leider nicht beweisbaren Angabe des Sohnes Gustav Rzebitschek aus dem Jahr 1915 Glauben schenken will. Auch wenn die verschwägerten Herren Alois Willenbacher und Franz Rzebitschek ihre gleichnamige Firma mit großer Wahrscheinlichkeit erst etwas später gegründet haben dürften, wurde nunmehr, etwa 200 Jahre nach der (laut Angabe des Sohnes Gustav erfolgten) Fertigung des ersten Musikwerkes, am 15. Januar 2019, im Internet ein eigenes Portal,

www.rzebitschek.com,

eingerichtet, um den noch heute zahlreichen Liebhabern der Spielwerke dieser Firma, die bis zum Jahr 1897 Bestand haben sollte, eine Freude zu machen.

Ein ungenannt bleiben wollender, fast 90-jähriger Bauer in einem entlegenen Bauernhof in Kärnten meinte im Dezember 2018: „De Rebschek haun i am ollaliabsten“ („Die Rzebitschek-Werke habe ich am allerliebsten“). Dieser Äusserung schließen sich viele Spielwerk-Freunde, vor allem der langjährige Rzebitschek-Spezialist und -Forscher Hans-Jürgen Eisel aus Erfurt, vollinhaltlich an, wenn er auch einräumt, dass es sehr schöne, ebenbürtige Musikwerke der Brüder Anton antonolbrichund Josef Olbrich, Alois Bartl und Franz Einsidl gibt.

Für die beiden nach Rzebitschek größten Firmen,

www.antonolbrich.com,

und

www.josefolbrich.com,

wurden ebenfalls eigene Portale geschaffen.

 

 

Nationalhymnen gehören zum unentbehrlichen Repertoire der Spielwerkehrsteller. Interessant, dass Rzebitschek sich auch des Westfalen-Liedes angenommen hat, und im Gegensatz zu den Olbrich-Brüdern auch an den deutschen Absatzmarkt gedacht hat. Bitte klicken Sie sich zum Kapitel Nationalhymnen, von dort aus bitte den letzten Eintrag, Brüder, lasst die Gläser klingen, anklicken!

 

Wenn ein Werk nicht spielfähig ist und die Nummern wegen starker Verschmutzung nicht ablesbar sind, kann man daraus nichts lernen, ausser, wie in diesem Fall, dass ein früherer Besitzer gerne zu Mittag geschlafen hat.

 

Konnte ein Spielwerk als Vorlage zur Fertigunung weiterer Werke mit diesem Musikprogramm dienen?

 

Die Form des Federhauskloben könnte man bei manchen Werken mit dem Querschnitt einer Glocke vergleichen. Bei einem frühen Willenbacher&Rzebitschek-Werk fand sich ein besonders schönes Beispiel

 

Die Form des Federhauskloben könnte man bei manchen Werken mit dem eines Napoleonhute von vorne vergleichen. Bei einem frühen Willenbacher&Rzebitschek-Werk fand sich ein besonders schönes Beispiel

 

Bilder von Rzebitschek-Werken 20.000 bis 52.000: Klicken Sie sich durch!

Zwei
Werk-
nummern!

Gibt es auch zwei Exemplare eines Rzebitschek-Spielwerkes mit derselben Werknummer und unterschiedlicher Musiknummer?

Selbe
Werk- u.
Musik-Nr.!

Gibt es auch zwei Exemplare eines Rzebitschek-Spielwerkes mit derselben Werk- und Musiknummer?

 

Was ist ein Positionsstift?

 

Palmetten, Punkt-, S-, 1-, 2-, Strich- oder N-Markierungen: Vermutlich Marken einer Zulieferfirma oder/und eine hauseigene Typenbezeichnung?

 

Der fruchtbarste Wiener Komponist seiner Zeit wurde bisher von der Musikforschung nur wenig untersucht. Es ist trotzdem anzunehmen, dass so manches Couplet von Adolf Müller sen. stammt, von dem man schätzt, dass er mehr als 4500 Musikstücke geschrieben hat. Auch seiin Sohn, Adolf Müller jun., und ein weiterer Müller mit dem Vornamen Wenzel sind im Verdacht, auf Wiener Spielwerken vertreten zu sein. Auf Musikzetteln tauchen sie jedoch „nie“ auf. Warum eigentlich?

 

Kammnummern: Das kleine Universum der fakultativen Nummerierung der Kämme gibt noch Rätsel auf.

 

Was tun, wenn am Zahnkranz des Federhauses Zähne fehlen?

 

Wenn man danach sucht, findet man nicht so selten Einrisse an den Windflügeln. Das plötzliche Abstoppen bedeutet offenbar für das dünne Messingblech eine Belastung, der sie auf Dauer nicht gewachsen sind.

 

Wurde das Spielwerk in die Uhr „hineingeboren“ oder wurde es bald (etwa wegen nicht zusagendem Musikprogramm) oder später ausgewechselt? Das verraten die Befestigungsschrauben. Nicht immer ist die Situation so eindeutig wie auf der Abbildung, manchmal muss man noch die Beilagschrauben entfernen, um etwaige Abweichungen der Bohrlöcher zu sehen. Natürlich können die Bohrlöcher der Grundplatten mehrerer Spielwerke theoretisch zufällig auch identisch sein, sodass eine wirklich hundertprozentige Sicherheit nicht erreichbar ist, sondern nur eine extrem hohe Wahrscheinlichkeit.

 

Wenn ein Kamm eines Rzebitschek-Spielwerkes aus zwei Sektionen zusammengesetzt ist, (was sehr selten vorkommt), wo befindet sich dann, falls vorhanden, die Kammnummer?

 

Die RiP-RP-Stempel-Varianten

1. Januar 2019

Neues Gadget ab heute

 

Der Räderwerkblock mit einer walzenseitigen Aussparung der kammseitigen Wand, die typisch für Rzebitschek-Werke ist und bei anderen Spielwerken aus Prag nur selten vorkommt

 

An den „Zweiern“ sollt Ihr sie erkennen!

Die beiden Spielwerke, deren Nummern abgebildet sind, sind von welchen Herstellern?

Bitte beachten Sie die Ziffer „Zwei“ und klicken Sie aufs Bild zur Auflösung!

 

Wenn Sie sich bei der obigen Frage durchgeklickt haben, ist Ihnen vielleicht aufgefallen, dass die beiden rund 30 Jahre trennen. Welches war das frühere? Bitte klicken Sie hier!

 

Was ist ein Rzebitscheck?

Antwort: Ein Tippfehler. Oder ein Spitznamen für das Rzebitschek-Eck (Řebíček-Eck). Aber:

Was ist ein Rzebitschek-Eck? Zur Antwort bitte hier klicken!

24. Dezember 2018

Peter Götz könnte gut der erste Spielwerkhersteller des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation gewesen sein. Er hatte 1824 ein damals bereits etwa achtzehn Jahre altes Duett im Repertoire, der er wohl schon früher verewigt haben dürfte, denn es stammt aus dem Jahr 1796 und wurde zu seiner Zeit äusserst populär.

24. Dezember 2018

Dieser Annahme entsprechend wurde auch das ganze Kapitel über den ersten Spielwerkmacher, in dem Götz als erster Anwärter schon im Sommer 2018 geführt wurde, der neuesten Erkenntislage angepasst.

 

Welche Musik der biblische König David vor 3000 Jahren gespielt hat, ist nicht überliefert, was sich vor mehr als 200 Jahren ein anonymer Spielwerkhersteller darunter vorgestellt hat, sehr wohl.

 

Ein Spielwerk von Bartel, das keine Nummerierung aufweist, beinhaltet ein typisch schweizerisches, auf den Markt in England schielendes Programm, sodass es nicht in das Lexikon der Komponisten der Spielwerke aus Prag und Wien übernommen werden konnte. Es wird sich wohl um ein Schweizer Werk handeln, bei dem Bartel vermutlich nur als Händler aufgetreten ist. Natürlich wäre es kein Problem gewesen, jedes beliebige Spielwerk nach Gehör zu bestiften, aber von einem Wiener Hersteller wurde gewiss auch ein hiesiges Musikprogramm erwartet.

 

Spielwerke mit Einkratzungen des Namens des Arbeiters sind sehr selten, ein kleines Sternchen nach der Musiknummer jedoch ist bisher weder Olbrich noch bei einem anderen Hersteller gefunden worden. Die neu aufgefundene Handschrift auf einem Olbrich-Spielwerk stimmt nicht mit der überein, die man sonst üblicherwese in Spielwerken dieses Herstellers findet. Die Bedeutung dieser besonderen Kennzeichnung ist unklar, ebenso, ob dieser Faktum mit der Tatsache, dass das Werk nicht gemarkt wurde, im Zusammenhang steht. Denkbar wäre, dass das Spielwerk im unfertigen Zustand übernommen wurde und der kundige Käufer, vielleicht ein anderer Spielwerkarbeiter, die Fertigstellung selbst getätigt hat. Da es das einzige bekannte Werk mit der Musiknummer 905 ist, gibt es keine Vergleichsmöglichkeit.

 

Die Datierung der Olbrich-Spielwerke ist durch die viele Kompositionen von Josef Lanner und den Mitgliedern der Strauß-Dynastie erleichtert. Die im Internet zugänglichen Unterlagen sind umfangreich und tun sich manchmal nur bei den WoO, den Werken ohne Opuszahl schwer, die, nachgelassen oder verschollen, datierungsmäßig manchmal etwas in der Luft hängen können. Das schlägt die Stunde der Olbrich-Spielwerke: Wenn das Werk Nummer 2662 mit der Musiknummer 127 ein WoO enthält, ist das schon ein starker Hinweis für dessen Datierung...

 

Die Kenntnisse der Spielwerk-Arbeiter betreffend die Rechtschreibung oder die musikalischen Ereignisse der damaligen Zeit sollte man nicht überschätzen. Ein langer Arbeitstag inklusive Sonntagsarbeit ließ kaum eine Freizeit zu, sodass die Musikzettel durchaus grob fälschlich beschriftet sein können. Wenn beim Werk 10469-821 die Oper Nabucodonosor, die heute nur mehr unter der Abkürzung Nabucco läuft, irrigerweise dem Maestro Donizetti zugeschrieben wird, ist dieser Fehler ist leicht zu korrigieren.

Ob allerdings der Gratien- (Grazien-) Walzer den Komponisten Johann Strauß oder Faistenberger zuzuschreiben ist, setzt voraus, dass ein Spielwerk vorliegt, auf dem die Musik eindeutig erkennbar ist. Wenn dies nicht der Fall ist, zum Beispiel weil das Werk nicht spielfähig ist, kann keine Aussage getroffen werden, da beide Tondichter einen Walzer des obgenannten Namens geschrieben haben.

 

Die Werke der Slawik & Preissler sind nun erstmals mit einer groben Schätzung der Datierung versehen. Besonders am Anfang war es mehr ein raten als ein schätzen. Unglückseligerweise helfen die wenigen Werke mit bekanntem Musikprogramm auch nicht viel weiter. Erst wenn mehr Werke mit gut datierbaren Musikstücken eingepflegt werden können, wird man imstande sein, die sicherlich nötigen Feineinstellungen vorzunehmen.

 

Ist eine fehlende Zunge durch das Einschlagen von Duplikatstiften für die Nachbarzunge teilweise ersetzbar?

 

Hat die Wiener Aufzugsfedernfirma Martin Miller und Sohn auch Rzebitschek in Prag beliefert?

Auf der Unterseite des Kammträgers oder Kammbockes eines Olbrich-Spielwerkes finden sich 12 Kerben. Wozu haben die gedient?

 

Was bedeutet es, wenn zwei Werke dieselben Musiknummern aufweisen? Dann spielen beide meistens, aber nicht immer, dieselben Musikstücke ab. Die Seltenheit der Ausnahmen bestätigen diese Regel. Die Musiknummer 3890 wurde bei Rzebitschek offenbar zwei Mal für verschiedene Musikprogramme vergeben.

 

Das vielleicht bekannteste Musikstück eines rumänischen Komponisten wurde von Rzebitschek auf einem Spielwerk verewigt

10. Dezember 2018 (I)

Eine Art von Spielwerken, die es im frühen 19. Jahrhundert gegeben haben muss, und von deren Herstellern (oder sogar einzigem Hersteller) man noch gar nichts weiß, muss unbedingt Berücksichtigung finden. Die Einreihung erfolgte bei den Spielwerkmachern, auch wenn noch keine Namen genannt werden können, und, so wie es aussieht, noch länger nicht genannt werden können: Es handelt sich vielleicht sogar nicht nur um ein Unikum, sondern vielleicht sogar um ein Unikat

10. Dezember 2018 (II)

Wer waren wichtigsten Komponisten, deren Musikstücke auf den Spielwerke der Wiener Hersteller verewigt wurden? Rossini, Johann Strauß Vater und Sohn, Lanner, Meyerbeer, Verdi? Ein Komponist fehlt noch, ein ganz ganz wichtiger, dessen Namen nicht ganz so geläufig ist, weil er von der Musikforschung bisher etwas vernachlässigt wurde oder werden musste, da die obgenannten Komponisten wichtiger sind als der vielleicht bedeutendste „Schlagerkomponist“ seiner Zeit

10. Dezember 2018 (III)

„Hauptmann geht zu Hoffmann“: Es ist nicht wirklich bewiesen, ob sich Rzebitschek an eine 1841 in Prag eröffnete Musikalienleihanstalt gewandt hat, aber es ist sehr wahrscheinlich, ja anders kaum denkbar.

 

Der „Kärntner Lieder Walzer“ von Philipp Fahrbach [sen.] kommt in diesem Verzeichnis auf drei Werken von Rzebitschek und nur einmal auf einem Olbrich-Werk vor. Das wird natürlich ein Zufall sein, ist aber immerhin ein Hinweis, dass sich Fahrbach-Kompositionen auch in Prag verkaufen ließen, und auch ein Fingerzeig auf die Export-Tätigkeit des bekannten Prager Herstellers

 

Sind die Spielwerke, die mit A:OLBRICH gemarkt sind, also mit einem Doppelpunkt nach dem „A“, vielleicht Anton Olbrich junior zuzuordnen, in Analogie, dass auch sein Onkel Josef einen Doppelpunkt nach seinem „JOS“ gesetzt hat? Eine erste Abgrenzung, die Olbrich junior bald wieder aufgab?

 

Unglaublich, dass immer noch nicht bekannt ist, wann und wo Anton Olbrich gestorben ist. Aber die Anheimsagung seines Gewerbes, offenbar OHNE WITWENFORTBETRIEB, muss in den Jahren

um 1862

erfolgt sein. In der durchgehenden Olbrich-Nummerierung war man damals etwa bei der Werknummer

17000

angelangt. Damit musste der Anton Olbrich nicht mehr die Konkurrenz durch seinen Vater fürchten, aber gleichzeitig drängte eine Versandhandelfirma auf den Markt:

1863: J. H. HELLER aus BERN

Beim Umsatz der Wiener Käufer wird Anton Olbrich jun. nicht viel bemerkt haben, aber in der Provinz wurde Heller mehr und mehr ein bedeutender Gegenspieler.

 

Können benachbarte Musiknummern dasselbe Musikprogramm enthalten? ANTWORT: Natürlich nicht, sonst hätte man die beiden zu einer einzigen Nummer zusammegezogen. Aber zum Teil kann es schon vorkommen: So enthalten die Olbrich-Musiknummern 1968 und 1969 beide den Radetzkymarsch, wenn auch mit unterschiedlichen zweiten Musikstücken. Das Phänomen der gehäuften Weiterverwendung von Musikstücken gleich bei der nächsten oder einer der folgenden Nummern verdient bei zukünftigen Recherchen Beachtung! Mit dem Klick kommen Sie zum Olbrich Werk-Nr. 1969 und der zweite Eintrag danach ist die Nummer 1968 und von beiden aus geht es zum Radetzymarsch, wo beide Nummern in trauter Nachbarschaft aufgelistet werden!

 

Teile der Spielwerke von Anton Olbrich erstmals mit einer ungefähren Datierungsschätzung

 

Kammnummern: drei fehlen noch!

 

Eine Komposition von Ludwig Gruber, geboren 1874, der im Jahr 1908 als opus 394 das Lied „Mei Muatterl war a Weanerin“ geschrieben hat, auf einem Spielwerk knapp nach 1850: Geht das? Unter Úmständen schon, wenn es eine spätere Neubestiftung ist. Aber das Rätsel ist viel leichter aufzulösen: in diesem Fall ist nur ein Lesefehler schuld...

 

Der pivot - muss man/frau den kennen? Eigentlich schon!

 

Interessant: Bei den Unidentifizierten Musikstüclen prangen gleich als erster Eintrag zwei Spielwerke, eines von Einsidl, das andere von Olbrich, die beide offenbar dieselbe Komposition spielen, onwohl diese noch nicht ermittelt werden konnte!

 

Der „eingeflochtene“ Windflügel

 

Keine stringente Vergabe der Musiknummern bei Anton OLBRICH?

Vergleiche dazu weiter unten die Angabe zu Rzebitschek

Die Musiknummer 352 findet sich in Kowars verdienstvollem Spielwerke-Buch von 2017 vier Mal bei Olbrich: Nr. 7388 und 8068, jeweils mit 9,8-cm-Walzen, und weiters bei der Nr. 8689 und einem Werk ohne Werknummer, das drittgenannte mit einer über 14-cm-Walze, das letztgenannte mit einer über 16-cm-Walze. Diese beiden können unmöglich von der selben Übertragungsschablone stammen und die der beiden erstgenannten Zwei-Musikstück-Werke muss auch anders dimensioniert gewesen sein! Fazit: In der Geschichte einer Jahrzehnte existierenden Firma sind stringente Nummernvergaben unwahrscheinlich sondern nur innerhalb kurzer Zeiträume denkbar.

 

Dicker Windfang: Bitte beim betreffenden Bild weiter zu klicken!

2018, Dezember

Auf der Musikseite ist den Nationalhymnen eine eigene Seite gewidmet. Noch sind die Spielwerkaufnamen nicht komplett, sodass derzeit die Tonaufnahmen leider noch auf Youtube-Verlinkungen beschränkt sind

 

Keine stringente Vergabe der Musiknummern bei RZEBITSCHEK?

Unter-
schiedliche
Musik-
nummern,
selbe
Musik-
stücke?

Vergleiche dazu weiter oben die Angabe zu Olbrich

Die Rzebitschek-Musiknummern 718 und 1116 umfassen beide Musikstücke aus Donizettis „Belizar“ und Rossinis „Semiramis“. Das können, müssen aber nicht Motive aus den selben Arien sein, und das gleiche trifft für das Arrangement zu: Es kann, muss aber nicht identisch sein. Möglicherweise waren die Hilfswerkzeuge zur Übertragung des Arrangements auf die Walze (Bestiftungs-Schablonen) defekt und mussten, da Bestellungen vorlagen, neu angefertigt werden. Wenn bei der Neuanfertigung einer Bestiftungsschablone die alte, zerschlissene noch als Vorlage dienen konnte, sind die Nummern 718 und 1116 identisch arrangiert, andernfalls musste ein neuer unterschiedlicher Satz der Musik kreiert werden.

2018, 26. 11.

Wann endet die Ära der Sektionalkammspielwerke? Die Antwort auf diese Frage wird so manchen Leser überraschen: In Prag etwa ein Jahrzehnt früher als in Wien!

 

Gab es für Spielwerke so etwas wie eine eine Garantie?

 

Von wem dieses Spielwerk wohl stammen mag?

 

Wer verfertigte das erste Spielwerk in Österreich-Ungarn bzw. in Deutschland?

 

Stahlfeder, woher nahm Olbrich diesen Ausdruck im Jahr 1834? Antwort: Von Keeß, der ihn 1823 schon verwendete und von Olbrich zu „Stahlfedernharmonie“ erweitert wurde.

 

Stahlfedernharmonie, wer verwendete diesen von Olbrich geprägten Ausdruck später noch? Einsidl und Alois Bartl!

 

Die ideale Lagerung von Stahl zur Vermeidung der Rostbildung ist leider für Spielwerke nicht geeignet

 

Der Originalwortlaut zu den Keeß-Aussagen zm Jahr 1806 und 1820

 

Wien, Prag, Komotau: Nicht nur in der Hauptstadt Böhmens, Prag, und in der k. k. Haupt- und Residenzstadt Wien, sondern auch in Komotau (Kommotau) gab es einen Spielwerk- oder Uhrmacher, der seine Werke stempelte! (Hinweis von H.-J. Eisel)

 

Ein Beispiel für eine größere spielwerkhältige Kartandel

 

Olbrich-Mitarbeiter

 

Längerfristig muss bei Olbrich ein Arbeiter tätig gewesen sein, der seine Werke mit „M“ kennzeichnete

 

Möglicher Olbrich-Arbeiter: Helbig

 

Möglicher Olbrich-Arbeiter: Hb (=Helbig?)

 

Möglicher Olbrich-Arbeiter: Stelzer

 

Möglicher Olbrich-Arbeiter: Piegler

 

Frühester Olbrich-Arbeiter: Feick

 

Ein neuer, vermutlicher Olbrich-Arbeiter ist vorzustellen, Joseph Chrobak

 

Ende des Abschnittes über die Olbrich-Mitarbeiter

 

Unsere Wunsch- (Desiderata-) Liste

 

Eine nicht fachgerechte Montage der Sperrklinke der Aufzugsfeder und ihre katastrophalen Folgen

 

Ein unklar emarktes Wiener Werk mit der apokryphen „Hommotan“ oder „Hommotau“

 

Bei ausgebautem Kamm sollte die Unterseite des Kammträger ganz genau angeschaut werden!

 

Bemerkungen zur Zuverlässigkeit der Wiener Handels-Almanache

 

Eine taxative Liste derjenigen Gegenstände, in die Spielwerke eingebaut wurden, wird wohl kaum jemand zusammenstellen können. Etliche Beispiele finden interessierte Leser(innen) hier

 

Schwierige Erfassung der Nummern, aus der man lernen kann

 

Liste von Uhrfedermachern, die sich auf der Aufzugsfeder finden lassen könnten

 

Wetten, dass Sie so etwas noch nie gesehen haben? Wie sieht es im Innenleben des Räderwerkblockes (mit dem Windfang) denn wirklich aus? Freuen Sie sich mit uns über die sensationellen Fotos von Hans-Jürgen Eisel!

 

Die erste der beiden heute noch bestehenden Zulieferfirmen für Spielwerkfabrikanten

 

Die zweite der beiden heute noch bestehenden Zulieferfirmen für Spielwerkfabrikanten

 

Wie unterscheiden sich die Schweizer von den österreichischen Spielwerken?

2018, 5. 11.

Neue Erkenntnisse zu Peter Götz

 

Neufassung des Abschnittes, der sich mit den Preisen befasst, welche für Spielwerke zu ihrer Entstehungszeit verlangt wurden (mit mehreren Ergänzungen)

 

Hat es österreichische Cartel-Spielwerke gegeben? Nein!

2018 / Nov.

Zwischen dem Großen Walzenrad und der Schnecke sind normalerweise zwei Zahnräder dazwischengeschaltet, bei den frühen Sektionalkammspielwerken sind es deren drei. Gibt es auch ein Beispiel für vier Zahnräder? Ja! Bitte hier klicken!

 

Aufzug des Spielwerkes mit einem Schlüssel oder durch Zug an einer Schnur oder durch Betätigung der Ratsche, ohne Feder geht es nicht. Wenn jedoch für die Bewegung von winzigen Figürchen kleinere Kräfte ausreichen, hat sich der Vater von J. N. Mälzel etwas besonderes einfallen lassen ...

 

Neue Details zum Spiel- (Flöten-) Werkmacher Ludwig Boltzmann

 

Und wovon lebte ein Wiener Spielwerkmacher im 20. Jahrhundert wirklich? Von der Reparatur von Grammophonen ...!

 

Stahlfeder-Spielwerk: Der späteste Beleg der Verwendung dieses Wortes ist von 1885!

 

Neuer Fund: Johann Völkel, im Jahr 1843 Arbeiter bei Olbrich

 

Neu im Lexikon der Fachausdrücke: Zickzackkamm

 

Neu im Lexikon der Fachausdrücke: Schwalbenschwanzkamm

 

Nach dem Eintrag über die Spielwarenhandlung Zur Chinesin finden sich einige Leerzeilen mit Fülltext und erst dann das Einde der Datei.
Warum?
Weil die Verlinkungen immer am Bildschirm ganz oben angezeigt werden!
Wenn aber auf die letzte Zeile verlinkt wird, und es folgt ja kein Text mehr danach, muss man/frau erst mühselig den ganzen Bildschirm absuchen. Das ist unzumutbar, und deswegen wurden die Leerzeilen eingefügt!

Bitte klicken Sie sich von der „Chinesin“ zurück zu den „Spieluhrmachern und -händlern“ und dann ist zu ersehen, was gemeint ist.

2018, 22. Okt.

Erstpublikation der Lebensdaten aller fünf Orgel- oder/und Flötenuhrmacher namens Wiest! Bisher war nicht bekannt, dass ausgerechnet Johann Joseph und Joseph Wiest beide 1749 geboren wurden!

 

Ein neuer Olbrich-Mitarbeiter: Hb, vielleicht (Helbig?)

 

Der Spielwerkhersteller als „Verleger“, der ein Musikstück für die Nachwelt bewahrt, für den das Spielwerk die einzige Quelle ist? Dafür gibt es zwar keinen messerscharfen Beweis, aber immerhin einen starken Hinweis!

 

Erstaunlicher Bücherfund im Internet: Ein Wähler-Verzeichnis von Wien ab 1850! Bei künftigen auf die Jahre 1850 bis etwa 1880 betreffenden prosopographischen Fragestellungen sollte man diese Quelle stets im Auge behalten!

 

Rzebitschek-Kammnummern: Es gibt auch eine Nummer 10!

 

„Ausgespielte“, stark beanspruchte Spielwerke sind wie erkennen?

 

Die Größendimensionen der einzelnen Teile sind beim Verschub der Walze enorm wichtig

Dazu noch:

Neufassung des Links zu einer Skizze am Schluss des Stichwortes

 

Die drei Bolzen in der Nähe des Großen Walzenrades

 

Die erste Musikaufnahme ist nicht etwa einem toll restaurierten Spielwerk gewidmet, sondern es wird ein Problemfall vorgestellt.

 

Wie weit verschiebt sich beim Musikstückwechsel die Walze? Mit dieser Frage hat sich Hans-Jürgen Eisel eingehend auseinandergesetzt. Folgen Sie seinen interessanten Ausführungen, was da alles beachtet werden musste.

 

Animierte Nahaufnahmen des Sternrades verdeutlichen seine Funktionsweise

2018, 3. Okt.

Ist der Hersteller von ungemarkten Spielwerken um und nach 1860, die sich erhalten haben und bisher nicht zugeschrieben werden konnten, Alois Schenk? Wenn sich diese Arbeitshypothese erhärten lässt, wäre damit eine Lücke geschlossen.

 

Als sich Josef Olbrich selbständig machte, ging erin der Firma seines Bruder Anton Olbrich wenigstens ab? Ja, zumindest drängen sich solche Vermutungen auf, wenn man folgende Fotos ansieht

2018 / Okt.

Dilettantische Windflügelbeschwerungen

 

Paradigmenwechsel: Das scheinbare gemeinsame Nummerierungssystem von Anton (sen. und jun.) und Josef Olbrich

 

Kippers Artikel von 1924 über die Spielwerkerzeuger ist faksimiliert nachzulesen

 

Olbrich 3874-163

 

Ein bisher den Spielwerkfreunden unbekannt gebliebener Uhrmacher namens Hekel bot schon 1827 Reparaturen von Spielwerken an. Zu diesem Zeitpunkt war Anton Olbrich erst vier Jahre lang als Spieluhrmacher tätig und schon erwuchs ihm, zumindest war Reparaturen betrifft, eine Konkurrenz.

 

Hat das Spielwerk einen Schlüssel? Die umgekehrte Frage stellt sich sehr viel seltener ...

 

Auch vom dritten Wiener Spieluhren- oder Spielwerkerzeuger des 20. Jahrhunderts, Josef Barbolani, haben sich keine gemarkten Werke erhalten...

 

1822 bis 1830: Welche Musikstücke waren auf Spielwerken, die zu dieser Zeit in Wiener Uhren eingebaut wurden, zu hören?

 

Mailüfterl (1853)

 

Bei den Datierungsangaben zu den Rzebitschek-Werken gibt es zwei echte oder nur scheinbare Diskrepanzen. Diese lassen sich aber nicht so ohne weiteres beheben

 

Primitiv-Flötenuhren, also solche, die von Pater Primitivus gebaut wurden, hatten einen hervorragenden Ruf, weil ...

 

Peter Götz als möglicher Hersteller einer Spieluhr im Jahr 1822

 

Warum betont Anton Olbrich Mitte 1849 so sehr, dass er der einzige Hersteller von Spielwerken sei?

 

Hat der Uhrmacher Johann Unsinn seine Spielwerke selber hergestellt? Lesen Sie hier, warum dies nur eine unsinnige Annahme sein kann

 

Der Rákóczi-Marsch auf Spielwerken Wiener und Prager Provenienz

 

Wie erkennt man, um welche Walzeninhalte es sich handelt? Für die erstaunliche Antwort bitte hier klicken!

 

Erster Versuch einer Datierungsschätzung der Rzebitschek-Spielwerke

 

Wien, 1840: Wo konnte man in der Wiener Innenstadt ein Spielwerk kaufen?

 

Kipper, der letzte Spielwerkerzeuger Wiens

 

Ph. Brunnbauer, Spielwerkhändler

 

Kietaibl, Spielwerkhändler

 

Ferdinand Molzer, Drehorgelmacher

 

Gustav Mermod, Spielwerkhändler

 

Josef war ein beliebter Vornamen bei den Spieluhrmachern: Josef Olbrich, sein Nachfolger Josef Wyskocil, Josef Einsidl, der Sohn von Franz Einsiedl, und Josef Rzebitschek, der Sohn von Franz Rzebitschek

 

Wie seht die Walze innen aus?

 

Gibt es auch Wiener Spielwerke mit Glocken?

 

Fodern, ein bislang unbekannt gebliebener Arbeiter in einer Spielwerk-Offizin

 

Kassetten gab es auch schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts

 

Doppelte Basszunge

 

Selten, aber doch: Eine Beilagscheibe am Kamm eines Rzebitschek-Werkes

 

Neue Recherchen zu Karl Schidlo

2018 / Sept.

Spielwerk in Aktentasche eingebaut

 

Spielwerk mit Einkratzung „Fodern“

 

Neue Details zur Firmengeschichte Olbrichs: 1875: Anton O. junior als Maßstabhersteller!

 

Neue Details zur Firmengeschichte Olbrichs: 1852: Arreststrafe für Anton O., und ein Patent!

 

„Kastenspielwerk“

 

Anton Emil Titl, ein populärer Komponist aus der Biedermeier- und Spätbiedermeierzeit

 

Wechselwalzen

 

Neufassung des Stichwortes (Original-) Kassetten

 

Gibt es eine Möglichkeit, den Windflügel zu adjustieren?

 

Neufassung des Stichwortes Schnecke

 

Die drei Schnecken des Spielwerkes

2018 / Aug.

Neufassung des Stichwortes Malteserkreuz

 

© Otmar Seemann, Wien, 2018–2021