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Vicente Martín y Soler, *1754 (Valencia), †1806 (St. Petersburg), italienisch Vincenzo Martini, russisch Висе́нте Марти́н-и-Соле́р, war ein spanischer Opernkomponist, der zu seiner seinen Lebzeiten, besonders während seines Aufenthaltes in Wien, mehr Erfolg als Mozart hatte, jedoch nach seinem Tod rasch für lange Zeit vergessen wurde

La Madrileña: In der Zeit von Martin y Solers Lebensabschnitt in Madrid, 1768 bis 1776, kam seine erste Oper heraus: In San Ildefonso bei Segovia führte Martín seine erste Oper, Il tutore burlato, auf. Das Werk wurde später unter dem Titel La Madrileña zu einer Zarzuela in spanischer Sprache umgearbeitet. (Wikipedia)

Schweizer Spielwerk PVF Nr. 6471


Una cosa rara. In seiner Wiener Zeit, 1785 bis 1788, wurde Martín y Soler zum Lieblingskomponisten Kaiser Joseph II. Unter seiner persönlichen Leitung wurde das Burgtheater zum wichtigsten Zentrum der Opera buffa nördlich der Alpen. Martín y Soler brachte in Wien drei Opern heraus, wobei die zweite, Una cosa rara, in Wien ungeheures Aufsehen erregte und zum Tagesgespräch wurde. Mozarts Nozze di Figaro wurde durch die Cosa rara aus dem Spielplan gedrängt. Aus dem Sextett „O quanto un sì bel giubilo“ zitierte Mozart im Finale seines Don Giovanni.

Bisher wurde kein Beleg dafür gefunden, dass die Cosa rara in das Repertoire eines Wiener Spielwerkes aufgenommen wurde. Das oben genannte Sextett hat jeder Opernfreund, der Mozarts Don Giovanni kennt, im Ohr und wurde vielleicht schon fälschlich Mozart zugeschrieben.


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