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Kuhreihen
Kühreihen
Kuhreigen
Kühreigen
ranz de vaches
ist eine Gattung von Hirtenliedern, mit denen in den Schweizer Alpen und im Mittelland früher die Kühe zum Melken angelockt wurden (Wikipedia)

 

„Der K. inspirierte viele Komponisten, die ihre Werke mit diesem pastoralen Stimmungsbild zu bereichern suchten. Über André Ernest Modeste Grétrys und Friedrich Schillers "Wilhelm Tell" (1791 und 1804) fand der K. Eingang in Kompositionen von Ludwig van Beethoven, Hector Berlioz, Robert Schumann, Felix Mendelssohn, Gioacchino Rossini, Franz Liszt, Richard Wagner und anderen.“ (Historisches Lexikon der Schweiz, 30. November 2011)

 

Ein Appenzeller Kuhreihen, der bereits 1710 bekannt war (Hofers Dissertation (Basel 1710), auch in Rousseaus Musiklexikon (Paris 1768), wurde durch Joseph Weigls Singspiel Die Schweizer Familie (Wien 1809) europaweit (!) bekannt.

 

Auf böhmischen und Wiener Spielwerken wurden Kuhreihen bisher noch nicht gefunden. Beispiel für eine Schweizer Spieldose: JHS (unnummeriert)


In der Zeit vor 1823, dem ersten gesicherten Jahr der Produktion von Anton Olbrich, wurden in Wien vorwiegend Schweizer Spielwerke in die Uhren eingebaut, wenn man von einigen Ausnahmen (Götz, OGSH), Spielwerkproduktion in Wien um 1806) absieht. Über den Kuhreihen auf Schweizer Spielwerken siehe unbedingt bei Paul Bellamy: The Nicole Factor (2006), S. 198, leider ohne Bezugnahme auf die oben erwähnte Schweizer Familie von Josef Weigl, 1809, von der das eine oder andere Musikstück eigentlich auf Schweizer Spielwerken dieser Zeit vertreten sein müsste.


Zur allerersten Orientierung mag die obige Aufstellung dienen, die Details sind im Internet abrufbar


Zu einem Sektionalkammspielwerk mit 80 Zungen


Wie ein anonymes Werk (Nr. 26056) mit einem schweizerischen Programm beweist, war der Kuhreigen auch noch um 1880/1890 beliebt


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