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Richard Genée, *1823 in Danzig, †1895 in Baden bei Wien, war ein deutsch-österreichischer Librettist, Bühnenautor und Komponist

 

Mit Franz Zell betrieb Richard Genée die „Operettenfirma“ Zell und Genée, die eine Vielzahl von Libretti für Operetten von Johann Strauß, Carl Millöcker, Franz von Suppé, Carl Michael Ziehrer etc. verfasste. Bei allen Operetten von Johann Strauß (ausser beim Zigeunerbaron) war Genée an der Instrumentation mitbeteiligt, wie Handschriftenvergleiche beweisen. Dies kann Dr. Fritz Aigner, Leiter der Musikabteilung der Wien-Bibliothek, sehr schön belegen.

 

 

Werke:

Die Fledermaus, 1874, Text zusammen mit Carl Haffner, Operette in 3 Akten, (Musik: Johann Strauss)

Fatinitza 1876, zusammen mit F. Zell, Operetten in 3 Akten, (Musik: Franz von Suppé)

Nanon, die Wirthin vom Goldenen Lamm 1877, Text zusammen mit F. Zell, Operette in 3 Akten, (Musik: Richard Genée)

Boccaccio 1879, zusammen mit F. Zell, Operetten in 3 Akten, (Musik: Franz von Suppé)

Gräfin Dubarry 1879, zusammen mit F. Zell, Operette in 3 Akten, (Musik: Carl Millöcker)

Das Spitzentuch der Königin 1880, zusammen mit Heinrich Bohrmann-Riegen, Operette in 3 Akten, (Musik: Johann Strauss)

Apajune, der Wassermann 1880, zusammen mit F. Zell, Operette in 3 Akten, (Musik: Carl Millöcker)

Eine Nacht in Venedig 1883, zusammen mit F. Zell, Operette in 3 Akten, (Musik: Johann Strauss)

Gasparone 1884, zusammen mit F. Zell, Operette in 3 Akten, (Musik: Carl Millöcker)


Rzebitschek (Walzer aus Nanon): 50689-4285


Bei der Uraufführung erregte vor allem das für die damalige Zeit äusserst knappe Kostüm der Sängerin Bertha Olma der Nanon Aufsehen. Nach der Sängerin Bertha Olma, 1851–1902, die in den Jahren 1877/78 am Theater an der Wien in Operetten von Richard Genée, Carl Millöcker und Johann Strauß (Sohn) auftrat, ist in Wien eine Gasse benannt.



Beispiele für die Präsenz des Komponisten Richard Genée auf Schweizer Spielwerken:


Knapp vor 1900 wird der Genée als einer der wichtigsten Komponisten des Spielwerkfabrikanten H. B. Abrahams erwähnt.



Übersicht

1: Zwei Musikstücke von Genée auf einem Schweizer Spielwerk, Vertrieb in Deutschand durch Holzweissig Nachfolger, Nr. 25263

2: Karrer 8577

3: Mermod Frères 22387

4: Ungemarkte Spieldose (vielleicht Paillard?) 7770

5: Paillard 7805

6: ungemarkt, unnummeriert

7: ungemarkt, unnummeriert

8: ungemarkt, unnummeriert

9: ungemarkt, Nr. 8211, 4 Walzen

10: ungemarkt, Nr. 61998

11: ungemarkt, Nr. 22191

12: Mermod Frères 107215

13: Kleinformatiges Spielwerk SV Nr. 18335 (ungemarkt, nach 1900)

14: Paillard 8420

15: Paillard Piccolo – Zither

16: Ungemarkt, Händlernummer 1770 Piccolo – Zither

17: Ungemarkt (Engerln in allen vier Bordüren)

18: Ungemarkt

19: Mermod Frères 48852

20: Ungemarkt 44505

21: Mermod Frères 16475

22: Mermod Frères 23233

23 und 24: L'Épée 25354 und 26062

25: Mermod 15203

26: PVF 15549

27: Mermod Frères 61492

28: PVF 25346

29: Kapitel 2/2 (Gueissaz)




1: Zwei Nummern auf einem ungemarkten Spielwerk Nr. 25263

Gleich zwei Mal vertreten ist Nanon auf folgendem ungemarkten Schweizer Spielwerk:

Leider hat der Kamm nur 62 Zungen, da ja für elf leer durchlaufende Spuren Platz sein muss. Hätte man 115 Zungen wie bei Nicole mit 6 Musikstücken, wäre das Spielwerk über einen Meter lang.

Hans-Jürgen Eisel fasst zusammen: „Viele Musikstücke, relativ wenige Zungen, eher dünner Klang“.

Ausschnitt des Firmensignets des Spielwerkes Nr. 25263.
Die Deutung des Monogrammes verdanken wir H. A.V. Bulleid:


Eine weiteres Beispiel für eine „Abbildung in der Abbildung“ auf einer Musiktafel haben wir noch nicht gesehen!

Ernst Holzweissigs Nachfolger Leipzig, und den Lithographen hat Bulleid bei einem anderen Spielwerk eruiert


Wezel & Naumann, Leipzig-Reudnitz

Bulleids Schätzung der Enstehungsjahre dürfte jedoch nicht ganz stimmen:
24423: 1888
25172: 1882

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2: Karrer Nr. 8577

Als Nummer 6 ist die Nanon auf dem Spielwerk Karrer Nr. 8577 zu hören:

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3: Mermod Frères Nr. 22387


Nr. 2 auf dem Spielwerk Mermod Frères Nr. 22387

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4: Ungemarkte Spieldose (vielleicht Paillard?) Nr. 7770 ()

Nr. 7:

(©Amero Auctions, USA, March 8th, 2020)

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5: Paillard Nr. 7805 ()

Same handwriting as Nr. 7777 (see above)? Vergleiche / Compare Nr. 7777 Nr. 7 (siehe oben):

Ähnliche Handschrift?

PICT, Privatbesitz

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6: ungemarkt, unnummeriert

PICT, Privatbesitz


7: ungemarkt, unnummeriert


Nr. 2: Nanon

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8: ungemarkt, unnummeriert


Nr. 2: Nanon

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9: ungemarkt, Nr. 8211, 4 Walzen




Walze Nr. 4, Nr. 1: Nanon


Oct. 2020

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10: ungemarkt, Nr. 61998



Siehe die Musiktafel
„Links Frau mit Lyra, rechts Helvetia mit Schweizer Kreuz, beide in die Bildmitte schauend“:
Paillard (?)



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11: ungemarkt, Nr. 22191

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12: Mermod Nr. 107215

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13: „SV“ Nr. 18335 (Akronym „SV“ unaufgelöst, nach 1900), Nr. 1: Nanon Walzer Nr. 4 (ohne Nennung des Komponisten)

 

 

Erstes Musikstück (oder hier klicken)



Zweites Musikstück (oder hier klicken)

Drittes Musikstück (oder hier klicken)

(Danksagung an Hans-Jürgel Eisel, den Copyright-Inhaber des Bildmaterials und der Tonaufnahmen für die freundliche Zurverfügungstellung)

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14: Paillard Nr. M 8420



Siehe die Musiktafel
„Links Frau mit Lyra, rechts Helvetia mit Schweizer Kreuz, beide in die Bildmitte schauend“:
Paillard (?)



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15: Paillard Piccolo – Zither


February 2021: 11 inch cylinder plays eight songs. Measures approximately 6 1/2 in. x 12 1/2 in. x 9 in.



Siehe die Musiktafel
„Links Frau mit Lyra, rechts Helvetia mit Schweizer Kreuz, beide in die Bildmitte schauend“:
Paillard (?)



16: Concerto-Celeste-Bells, Händlernummer 1770


17: Ungemarkt (Engerln in allen vier Bordüren)


18: Ungemarkt


19: Mermod 48852


Nr. 2: Nanon


20: Ungemarkt 44505: Bitte hier klicken


21 Mermod 16475


der typische Siebener des oder der SchreiberIn von Mermod


Nr. 7: Annen-Walzer


Deckelverzierung. Länge der Schatulle: 23 Inch


22: Mermod 23233


8: Nanon


23 und 24: L'Épée 25354 und 26062


25: Junod 15203


26: PVF 15549


27: Mermod Frères 61492


28: PVF 25346


29: Gueissaz: Kapitel 2/2


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