Frederic William (eigentlich Guillaume) Ducommun und Jeanne Catherine Girod,

Firmenbestand 1820 bis 1872 (als Spielwerkhersteller) bzw. bis 1885 (als Hersteller von Teilen von Spielwerken)


1.) Sektionalkamm- (single section comb) Spielwerke

(derzeitiger Stand: Spielwerke)


2.) Einzelkamm-
(single section comb) Spielwerke

(derzeitiger Stand: Spielwerke)


Derzeitiger Gesamtstand der hier erfassten Ducommun-Girod-Spielwerke: Exemplare




Zur Sitemap Sektionalkammspielwerke der Firma Ducommun-Girod, (derzeit: Spielwerke)


Link zur Firmengeschichte


Ducommun-Girod-Spielwerke mit zusätzlicher Angabe der Hauptkomponisten, den „Säulenheiligen“

Sechs verschiedene Designs

10/3: ungemarkte + gemarkte Spielwerke
10/5: ungemarkte + gemarkte Spielwerke
16/5: Spielwerk
10/6: Spielwerke
22: Spielwerk

+++++ = Spielwerke

Design

Nr.

Jahr

Erste Nummerierung:
F. W. Ducommun:
1820 bis 1862

10/3: •HerBelMeyerAubBoe – RoBeetWeHayMo•

Spieldosen mit mehreren Varianten des Musikzettels (bitte durchklicken)

Design

Nr.

Jahr

Erste Nummerierung:
F. W. Ducommun:
1820 bis 1862

10/5: •RoBelDonAubMeyer – HerWeSLanLabytzgy oder ...Labitzky•

Spieldosen

10/6: •RoBelMeyerAubBoe – HerBeetWeHayMozard•

10/6

ohne Nummer

?

10/6

ohne Nummer (La cachucha)

?

10/6

ohne Nummer, weite Abstände

?

 

0000

1820

 

~0333

1821

 

~0666

1822

 

616

616

 

~1000

1823

 

1319

1823

 

~1333

1824

 

1340

1824

10/3

1546

1824

10/6

~1666

1825

 

~2000

1826

 

~2333

1827

 

~2666

1827/28

 

 

 

10/3: •HerBelMeyerAubBoe – RoBeetWeHayMo•

10/3

442A

?

 

3926

datiert April 1828

 

4000

1830

Ornamentbordüre mit einer Lorbeerkranz-Lyra (1)
(OHNE FABRIQUÉ en GENÈVE)

Ornamentbordüre mit einer Lorbeerkranz-Lyra (2)
(OHNE FABRIQUÉ en GENÈVE)

16/5: •HayMus – LabBoiRoMoMeyer – WeS – HändHerAubVerBelDon•

16/5

4305

1830

 

5000

1831

10/3

5339

1831

10/3

5995

1831

 

6000

1832

 

6425

1832

 

7000

1833

10/3

7777

1833

 

~8100

1834

8186

1834

10/3

9325

1834

10340 (für Würthel)

1835

 

<11000

1836

 

~12000

1837

 

13000

1838

10/3

13049

1838

10/5

13614

1838

 

14000

1839

 

15000

1840

 

16000

1841

16063

1841

 

~17200

1842

 

~18800

1843

Sekt-
ional-
kamm

19218

1843/44

10/5

19395

1843/44

 

>20000

1844

20798

1844/45

 

21000

1845

21908

1845/46

 

22000

1846

10/3

22566

1846

10/6

22886

1846/1847

 

23000

1847

10/6

23329

1847

 

24000

1848

24186

1848

10/6

24858

1848

 

25000

1849

10/6

ungemarkt,
ungleiche Abstände ...

um 1849?

10/6

25002

1849

10/6

25135

1849

10/6

25501

1849

 

26000

1850

 

26583

1850

 

26788

1850

 

27000

1851

 

28000

1852

10/3

28386

1852

10/6

28001

1852

10/6

28386

1852

 

29000

1853

10/3

29928

1853/1854

 

30000

1854

10/3

30072

1854

10/3

30725

1854

 

32000

1855

 

33000

1856

 

34000

1857

10/3

34733

1857

 

35000

1858

 

Erste Ratschenaufzugs-Werke ab Werknummer 36000

 

36200

1859

 

36274

1859

 

~37500

1860

 

~38800

1861

 

knapp vor 40000

1862

10/3

43418

1863/64

10/3

45930 (?)

~1880
1st tune: Spitzentuch der
Königin, UA 1880

Erste Harmoniphone-Flöten-Werke im Jahr 1862

1862 (Litho: Pilet-Cougnard)

Zweite Nummerierung:
Jean Ducommun et Cie.:
1862 bis 1885

 

1 bis ~666

1863

 

~1332

1864

1612
Harmoniphone

1864

 

Letzte Schlüsselaufzugs-Werke bis etwa Werknummern unter 1000

 

2000

1865

 

2666

1866

 

3332

1867

 

4000

1868

 

4666

1869

 

5332

1870

 

6000

1871

 

6666

1872

 

7332

1873

 

8000

1874

 

8666

1875

 

9332

1876

 

10000

1877

 

10666

1878

 

11332

1870

 

12000

1880

 

12666

1881

 

13332

1882

 

14000

1883

 

14666

1884

 

16000

1885

Dritte Nummerierung: (Vielleicht Neubeginn durch einen weiteren Firmeninhaber?):
1885

 

1–600

1885


 


Nur die Firma Ducommun-Girod hat
Nummern zwischen 1 bis 15000
(mit oder ohne Lücken?)
doppelt vergeben!


FIRMENGESCHICHTE

Der Aufsatz von Pierre Germain und Suzanne Maurer (TMB 7, 2, 1975, S. 59–60)

bietet auf knappem Raum eine wunderbare Übersicht, aus der wir hier ausgiebig zitieren dürfen.




Der 1794 oder 1795 geborene Friederic Guillaume (anglisiert William) Ducommun ließ sich 1815 in Genf nieder. Frederic William Ducommun lebte in einem Haushalt mit seinem Vater David und seinen Bruder Henri. Im Jahr 1816 heiratete er seine etwa gleichaltrige Halbschwester Jeanne Catherine Girod, eine Tochter seines Vaters David aus erster Ehe.

In Parenthese: Der Beginn der Firmengeschichte von Olbrich, Rzebitschek und Ducommun-Girod: Anton Olbrich wurde 1790 geboren und dürfte seine Spielwerkproduktion um 1820/1821 begonnen haben, dessen Josef Bruder kam 1800 auf die Welt und stieg in das Firma seines Bruders ein. Franz Rezitschek wurde im Jahr 1801 geboren, über den Beginn seiner Firma gibt es viele Angaben aber keine vewiesenen Fakten. Frederic William (eigentlich Guillaume) Ducommun und seine Gattin Jeanne Catherine, geborene Girod, kamen als um 1794/1795 Geborene ziemlich genau zwischen Anton und Josef Olbrich zur Welt. Was den Verkauf von Spielwerken betrifft, sollte die Firma Ducommun-Girod durch ein bestehendes Netzwerk an Zwischenhändlern oder Händlern zu einem Konkurrenten der Olbrichs werden, wie zahlreiche in Österreich erhalten gebliebene Uhren mit Spielwerken beweisen. Für die Exstenz eines Spieluhren bereffenden Exportmarktes von Österreich in die Schweiz gibt es keine Hinweise. Anton Olbrich lieferte vorwiegend im Kaisertum Österreich und in der Öst.-Ungarischen Doppelmonarchie, also vorwiegend im eigenen Land aus, und Ducommun-Girod in der Schweiz und Frankreich. Rzebitschek belieferte nach eigenen Angaben in die ganze Welt, vornehmlich jedoch Böhmen, Österreich und (im Gegensatz zu Olbrich) auch Deutschland.


Custot-Ducommun (1826–1828)


Ab 1828 Ducommun-Girod

 


Sieben Jahre lang wurden in dem roten Pfeil markierten Gebäude die Spieldosen von Ducommun-Girod gefertigt. Nach dem Abriss des Gebäudes dürften die Söhne nur mehr Spielwerkteile hergestellt haben. Im Jahr 1885 ging auch diese Ära zu Ende.


In Parenthese: Das Ende der Firmen Olbrich, Rzebitschek und Ducommun-Girod: Die Spuren Anton Olbrichs senior verlieren sich um 1862 im Dunkel der Geschichte, Ducommun-Girod stellte die Spielwerkherstellung 1872 ein, Josef Olbrich starb 1875 hinterließ einen Witwenbetrieb, der noch einige Jahre lang tätig war. 1885 beendete Ducommun-Girod auch die Herstellung von Spielwerkteilen. Am 30. März 1892 verstarb Anton Obrich jun. „nach längerer Krankheit“. Gustav Rzebitschek löste seine Firma wegen schlechten Geschäftsganges 1897 auf.




BOUJOL war einer der Zulieferfirmen, die Ducommun-Girod belieferten


1.) Sektionalkamm- (single section comb) Spielwerke