Lithographische Anstalt Ruegg & Schaufelberger

Ruegg & Schaufelberger war nur für die Musiktafeln für den Retailer Gautschi zuständig, alle anderen wurden von der Druckerei Oswald Elsener bedient. Beide Lithographischen Anstalten waren in Zürich beheimatet. Der amerikanische Händler Gautschi bekam also seine Spieldosen mit seinen speziellen Musiktafeln mit der Erwähnung seines Namens bereits aus der Schweiz geliefert. Interessant ist, dass nicht einfach Elsener beide Varianten druckte, sondern mit Ruegg & Schaufelberger eine eigene Lithographische Anstalt betraut wurde. Man kann nur annehmen, dass dies aus Gründen der Geheimhaltung geschah. Von der Druckerei Elsener sind uns von eiou.at schon Musiktafeln aus späterer Zeit untergekommen, sodass es sich nicht um eine Fortsetzung eines Druckauftrages handeln kann. Da ein Spielwerkfabrikant nicht von vorne herein abschätzen kann, ob er von einer Musiktafel nur ein paar dutzend oder tausende brauchen wird, gingen die Hersteller so vor, dass sie sich immer nur kleinere Mengen amschafften und bei Bedarf nachbestellten. Die Gründe für diese unnötige Doppelgleisigkeit sind demnach unklar. Geheimhaltung wäre ein mögliches Erklärungsmodell, wirft jedoch die unbeantwortbare Frage auf, warum da einer vom anderen nichts wissen sollte.

 

Siehe Gueissaz Nr. 6098, vgl. auch Gueissaz Nr. 17320