Alois Maly in Prag

 

Ab Mitte der 1850-er Jahre bis etwa 1910 dürften vermutlich drei Generationen von Spielwerkmachern,

der Großvater Alois Maly als Arbeiter bei Rzebitschek,

 

und der Sohn sowie der Enkel, beide gleichen Namens, die Firma geführt haben.

 

Es kann jedoch nicht ausgeschlossenen werden, dass um 1900 ein anderer Uhrmacher oder ehemaliger Arbeiter die alteingesessene Firma übernahm und den Originalnamen beibehielt.

 

Einige Splitter zu einer noch zu schreibenden Übersicht zur Geschichte der Spielwerkhersteller-Familie A. Maly

 

Gemarkte Spielwerke sind gelb gekennzeichnet.

Die folgende Liste umfasst etwa Spielwerke, von denen fast alle ikonographisch belegt sind

 

Gemeinsamkeiten der zumeist ungemarkten Maly-Spielwerke

 

1.) Positionsstifte sind immer vorhanden.

2.) Schmale, hohe („kompresse“) Typen der Ziffern.

3.) Ein schlanke hohe „N“ (mindestens bis zur „Zahl“ (Werknummer) 982 feststellbar) mit einem hochgestelltem „o“ und einem Doppelstrich darunter.

4.) Die Grundplatten der Zwei- und Drei-Musikstück-Werke sind gleich dick.

5.) Das Ritzelrad von Zwei-Musikstück-Werken weist 16 bis 17 Zähne auf.

6.) Zwei schmale Ausnehmungen auf der Kammträgerbasis (ähnlich wie bei Rzebitschek-Werken, vermutlich zum Abheben des Kammträgers von der Grundplatte mit einem geeigneten Instrument, vermutlich einem Schraubenzieher) wurden immer gefunden.

7.) Die letzte Basszunge weist immer zwei Spitzen auf, die Abstände aller Spitzen sind gleich (ähnlich wie bei Rzebitschek-Werken).

8.) Die Ausnehmung am Rand des Federhausdeckels ist halbrund oder dreieckig.

9.) Ein Punkt nach der Angabe der „Musiknummer“ und der „Zahl“ (ähnlich wie bei Rzebitschek-Werken) kommen nur bis zur Werknummer 721 vor.

10.) Der innere Schenkel des Räderwerkblockes weist nahe der Walze bei Rzebitschek- und Maly-Werken eine kleine Senke auf, die bei Werken von Slawik & Preissler fehlt.

11.) Auffällig ist, dass bei Maly der NQ, der Nummerquotient, die Division von Werknummer durch und Musikzahl, nur etwa 4 beträgt.

Werk-Nr.

Musik-
pro-
gramm

 

 

I.)

Mit einem schlanken hohen N (für Nummer)

[A. Maly]

Vor 1850?

 

 

Wenn die Ziffern der Nummerierung als einziges zuverlässiges Erkennungsmerkmal herhalten, ist die Identifikation unnummerierter Werke leider nicht möglich.

Es ist sehr unwahrscheinlich, dass schon der erste einigermaßen gelungene Versuch, ein Spielwerk herzustellen, als vermutlich noch gar nicht am eine Serienproduktion gedacht wurde, mit Nummer versehen wurden.
Zu den mit einem „M“ gekennzeichneten Werke von Rzebitschek und in der Folge auch von Maly (!) bitte hier klicken.

■Weder Eisel noch Seemann noch Kowar haben je ein Werk gesehen, das hier hereinpasst und welches hier zumindest als Arbeitshypothese eingereiht werden könnte.

Das soll allerdings nicht heissen soll, dass es diese nicht gibt.

Etwaige In Frage kommende Werke weisen alle keine am Kamm sichtbaren Positionsstifte auf. Es ist nicht anzunehmen, dass Maly sich bei der Konstruktion der ersten Spielwerke nicht an die Vorlagen hielt, die er in der Musikwerkefabrik Rzebitschek gesehen hat. Maly hätte in Prag keinen anderem Spielwerkhersteller als Diestgeber gefunden als die Fabrik von Franz Rz. (bzw. vorher die von Willenbacher & Rz.).

 

58

23

[A. Maly]

Um oder nach 1850

 

 

13-cm-Walze, 5 Kammschrauben, 2 Musikstücke. PICT

■Slg. Seemann

 

60

21

[A. Maly]

 Um oder nach 1850

 

 

10-cm-Walze, 2 Musikstücke. PICT

■Slg. Seemann

 

380

107

[A. Maly]

~1857/1858

 

 

10-cm-Walze, 2 Musikstücke: Cavatine (Ernani), Bagatelle (Johann Strauss jun.), PICT

Kowar: The Music of the Austrian Monarchy (2020)

 

386

20

[A. Maly]

~1857/1858

 

 

10-cm-Walze, 2 Musikstücke. PICT

■Slg. Seemann

 

498

107

[A. Maly]

~1858/1859 

 

 

10-cm-Walze, 2 Musikstücke. PICT

■Slg. Seemann

 

515

86

[A. Maly]

~1858/1859 

 

 

10-cm-Walze, 2 Musikstücke. PICT

■Slg. Seemann

 

525

145

[A. Maly]

~1858/1859 

 

 

10-cm-Walze, 82 Zungen, 2 Musikstücke. PICT

■Hinweis von Ralf Smolne

 

559

78

[A. Maly]

~1858/1859 

 

 

10-cm-Walze, 2 Musikstücke (darunter der Radetzkymarsch), PICT+INFO

Die Grundplatte dieses Spielwerkes ist mit „15/12 41“ datiert. Da 1841 nicht in Frage kommt, (der Radetzkymarsch wurde erst 1848 uraufgeführt), kommt nur noch 1941 in Frage. Vermutlich kam damals auch die völlig unübliche laienhaft montierte Sperrlinken-Spiralfeder dazu.

■Slg. Seemann

 

635

177

[A. Maly]

~1859/1860

 

 

10-cm-Walze, 2 Musikstücke. PICT

■Slg. Seemann

 

647

185

[A. Maly]

~1859/1860

 

 

 

 

10-cm-Walze, 2 Musikstücke. PICT

■Eisel

 

II.)

Mit einem schlanken hohen N (für Nummer) ODER OHNE NUMMER

762

235

[A. Maly]

 

~1859/1860

 

 

10-cm-Walze, 2 Musikstücke. Durch Austausch des Kammes umgewandelt in das Spielwerk Nr. 935. Am Bleigewicht der längsten Basszunge mit einer Einritzung eines „M“ und der Musiknummer: PICT+INFO

■Slg. Seemann

 

843

266

[A. Maly]

~1859/1860

 

 

 

17-cm-Walze, 3 Musikstücke: 1. Kde domov můj; 2. Die Zigeunerin [UA 1854]; 3. Juristenballklänge [1855]. PICT

■Eisel

 

935

43

[A. Maly]

~1860/1861

 

 

 

10-cm-Walze, 2 Musikstücke. Das Werk Nr. 762 wurde durch den Austausch des Kammes umgewandelt in die Nr. 935 und mit einem frühen Musikprogramm, einem Volkslied und einem Musikstück aus Verdis Traviata, der Nr. 43, ausgestattet. PICT+INFO

■Slg. Seemann

 

941

169

[A. Maly]

~1860/1861

 

 

 

10-cm-Walze, 2 Musikstücke. PICT

■Slg. Seemann

 

982

309

[A. Maly]

~1860/1861

 

 

10-cm-Walze, 2 Musikstücke. PICT

■Slg. Seemann

 

III.)

OHNE schlankes hohes N

1046

132

[A. Maly]

 ~1860/1861

 

 

10-cm-Walze, 2 Musikstücke. PICT

■Slg. Seemann

 

1297

375

[A. Maly]

 ~1860/1861

 

 

10-cm-Walze, 2 Musikstücke. PICT

■Slg. Seemann

 

1329

410

[A. Maly]

 ~1861/1862

 

 

10-cm-Walze, 2 Musikstücke. PICT

■Slg. Seemann

 

1445

367

[A. Maly]

 ~1861/1862  

 

 

10-cm-Walze, 2 Musikstücke. PICT

■Slg. Seemann

 

1485

419

[A. Maly]

 ~1861/1862

 

 

10-cm-Walze, 2 Musikstücke. PICT

■Slg. Seemann

 

1724

498

[A. Maly]

   ~1861/1862

 

 

10-cm-Walze, 2 Musikstücke, MUSIC, darunter Myrthenkränze, Walzer von Johann Strauß (1854)

■Privatbesitz (Bericht: Seemann)

 

1848

46

[A. Maly]

  ~1861/1862

 

 

10-cm-Walze, 2 Musikstücke. PICT

■Slg. Seemann

 

2023

1669

[späterer A. Maly-Nachfolger (?) mit fiktiver, zu hoher Musiknummer, die erst Jahrzehnte später in das Schema passen kann!]

  ?

 

 

10-cm-Walze, 2 Musikstücke. PICT

■Slg. Seemann

 

2065

622

[A. Maly]

 ~1861/1862

 

 

10-cm-Walze, 2 Musikstücke. PICT

■Slg. Seemann

 

2283


A. Maly

Gusseiserne Grundplatte; 4 Musikstücke

■Kowar (2019) S. 223

2333

551

[A. Maly]

~1862/63

 

 

10-cm-Walze, 2 Musikstücke, darunter die Demolirer-Polka (1862), PICT

■Slg. Seemann

 

2578

623

[A. Maly]

~1862/63

 

 

10-cm-Walze, 2 Musikstücke: 1. „Erinnerungen an Gmunden“ von F. Kropf (1861), 2. Arie aus dem „Troubadour“, PICT

■Privatsammlung Franken, Bayern

 

2682

705

[A. Maly]

~1862/63

 

 

10-cm-Walze, 2 Musikstücke: PICT

■Slg.Seeman

 

2867

941

A. Maly A. Maly in Prag

~1863/63

 

 

~13-cm-Walze, 5 Kammschrauben, 3 Musikstücke, PICT

Craig Smith, New York, USA

 

3075

778

[A. Maly]: HOFUHRMACHER C. FELSING, BERLIN

~1864/65 

 

 

10-cm-Walze, 2 Musikstücke: Wo sind meine Häuser, Fraget warum ich ein Slawe bin, PICT

■Bearbeitung Seemann

 

3194

902

[A. Maly]

~1864/65 

 

 

10-cm-Walze, 83 Zungen, 2 Musikstücke, PICT

■Kowar (2017), S. 214

 

3257

808

[A. Maly]

~1864/65 

 

 

10-cm-Walze, 82 Zungen, 2 Musikstücke, PICT

■Bericht: Seemann

 

3529

831

[A. Maly]

~1866/67 

 

 

10,6-cm-Walze, 83 Zungen, 2 Musikstücke

■Kowar (2017), S. 214

 

3609

46

[A. Maly]

~1866/67 

 

 

10-cm-Walze, 82 Zungen, 2 Musikstücke, PICT
■Bericht Seemann

 

3614

911

[A. Maly]

~1866/67 

 

 

10-cm-Walze, 2 Musikstücke, PICT
■Slg. Seemann

 

3643

875

A. Maly / in Prag (G)

~1867/68

 

 

 

10,66-cm-Walze mit 2,66 cm Ø, Kamm mit 84 Zungen, Grundplatte 15,4 x 6,95 x 0,71 cm, 2 Musikstücke. Mit Firmenstempel auf der Grundplatte!

PICT

■Eisel; Overige Oostenrijkse makers Duits.htm; Kowar (2017), S. 214

 

3732

? 

[A. Maly]

 ~1867/68

 

 

Etwa 13-cm-Walze (nach dem Foto geschätzt), 5 Kammschrauben, in Kassette, 3 Musikstücke, PICT

■Bearbeitung Seemann

 

3768

787 

[A. Maly]

~1867/68 

 

 

10-cm-Walze mit 2,5 cm Ø, 2 Musikstücke PICT

■Slg. Seemann

 

3789

400

[A. Maly]

~1867/68 

 

 

10-cm-Walze mit 2,5 cm Ø, 2 Musikstücke, PICT

■Slg. Seemann

 

3935

893 

[A. Maly] im einzigen bekannten Reiseköfferchen der Firma Maly

~1868/69

 

 

 

10-cm-Walze mit 2,5 cm Ø, 2 Musikstücke. PICT. Die Existenz eines Reiseköfferchens beweist, dass die Firma Maly auch Vertreter ausgeschickt haben muss.

■Craig Smith, New York, USA

 

3952

911

[A. Maly]

 ~1868/69

 

 

10-cm-Walze mit 2,5 cm Ø, 2 Musikstücke, PICT

■Slg. Seemann

 

3962

775

[A. Maly]

 ~1868/69

 

 

10-cm-Walze mit 2,5 cm Ø, 2 Musikstücke, PICT

■Slg. Seemann

 

4245

46

[A. Maly]

~1868/69

 

 

10-cm-Walze mit 2,5 cm Ø, 2 Musikstücke, PICT

■Bericht Seemann

 

4406

626

[A. Maly]

~1868/69

 

 

10-cm-Walze mit 2,5 cm Ø, 2 Musikstücke, PICT

■Slg. Seemann

 

5074

1116

[A. Maly]

 ~1870/72

 

 

10-cm-Walze, 2 Musikstücke, PICT

■Slg. Seemann

 

5096

262

[A. Maly]

 ~1870/72

 

 

10-cm-Walze mit 2,5 cm Ø, 2 Musikstücke, PICT

■Slg. Seemann

 

5104

902

[A. Maly]

  ~1870/72

 

 

10-cm-Walze mit 2,5 cm Ø, 2 Musikstücke, PICT

■Slg. Seemann

 

5120

1293

[A. Maly]

 ~1870/72

 

 

10-cm-Walze mit 2,5 cm Ø, 2 Musikstücke, PICT

■Slg. Seemann

 

5337

1183

[A. Maly]

 ~1872/74

 

 

10-cm-Walze mit 2,5 cm Ø, 2 Musikstücke, PICT

■Slg. Seemann

 

5601

1098

[A. Maly]

 ~1872/74

 

 

10-cm-Walze mit 2,5 cm Ø, 2 Musikstücke, (Donauwalzer, aus La traviata), PICT

■Slg. Seemann

 

5849

1320

[A. Maly]

 ~1875/77

 

 

10-cm-Walze mit 2,5 cm Ø, 2 Musikstücke, PICT

■Bericht Eisel

 

5904

1333

[A. Maly]

  ~1875/77

 

 

~10-cm-Walze mit 2,5 cm Ø, 2 Musikstücke, PICT

■Bericht: Seemann

 

5966

821

[A. Maly]

  ~1875/77

 

 

10-cm-Walze mit 2,5 cm Ø, 2 Musikstücke, PICT

■Slg. Seemann

 

6113

1393

[A. Maly]

 ~1876/78

 

 

13,5-cm-Walze mit 2,5 cm Ø, 2 Musikstücke, PICT

■Slg. Seemann

 

6480

1443

[A. Maly]

  ~1879/80

 

 

10-cm-Walze mit 2,5 cm Ø, 2 Musikstücke, PICT

■Slg. Seemann

 

6697

556

[A. Maly]

  ~1880/81

 

 

10-cm-Walze mit 2,5 cm Ø, 2 Musikstücke (eine davon mit ungarischem Kolorit), PICT+MUS

■Bericht Seemann

 

6706

1502

[A. Maly]

 1882/84 

 

 

13-cm-Walze mit 2,5 cm Ø, 3 Musikstücke: 1. Cagliostro Quadrille (Strauss, aus der Operette Cagliostro in Wien, [UA 1875}, 2. Laura Walzer, Bettelstudent, Millöcker [1882], 3. Norma, Cavatine, Bellini. PICT+MUSIC

■Slg. Seemann

 

6800

1516

[A. Maly]

 1882/84 

 

 

10-cm-Walze mit 2,5 cm Ø, 2 Musikstücke, 1. Laura-Walzer (Bettelstudent, Millöcker), 2. Duett aus Faust und Margarete (Gounod), 3. Arie aus Norma, casta diva, Bellini, PICT

■Slg. Seemann

 

 

6816

1526

A. Maly (G)

 1882/84

 

 

 

Firmenstempel unter dem Kamm, PICT, 4 Musikstücke (darunter tschech. Hymne Kde domov muy)

■Slg. Seemann; Kowar (2017), S. 214

 

IV.) MIT einem BREITEN N

6906

656

A. Maly oder Salisch & Nowak

~1884 

 

 

10-cm-Walze, PICT: FOLLOWING SOON

■Slg. Seemann

 

6976

670

A. Maly oder Salisch & Nowak

~1884 

 

 

10-cm-Walze, PICT

■Slg. Seemann

 

6986

672

A. Maly oder Salisch & Nowak

1884/86

 

 

10-cm-Walze, PICT

■Slg. Seemann

 

1599

Verwaister Musikzettel

1884/1886 (?)

 

 

Anonymer Musikzettel Nr. 1599: 2 Musikstücke: 1.) Kde domov muy, von František Škroup, 2.) Nacht in Venedig, [UA 1883], von Johann Strauss (Sohn), könnte zu Alois Maly passen

■Archiv Seemann

 

7005

704

A. Maly oder Salisch & Nowak

1884/1886 (?) 

 

 

10-cm-Walze, PICT

■Slg. Seemann

 

V.)

OHNE N

Es folgen als Einschub vier Spielwerke, bei denen die Werknummern rot unterlegt ist. Allen ist gemeinsam, dass sie von Luuk Goldhoorn und Niko Wiegman gemeinsam publiziert wurden

7192

 

[A. Maly in Prag]

1885/1887 (?) 

 

 

Gusseiserne Grundplatte 34 x 13 cm, 21 -cm-Walze mit 4 cm Ø, 5 mm Abstand zwischen den Musikstücken (statt des Schweizer Normalmaßes von 0,43 mm), 6 Kammschrauben, PICT, 4 Musikstücke

■Luuk Goldhoorn und Niko Wiegman, Ein unbekannter Spieluhrmacher, in: Das Mechanische Musikinstrument 104 (2009), S. 31-33

 

7338

1752

[A. Maly in Prag]

~1886/88

 

 

10-cm-Walze, PICT

■Slg. Seemann

 

7533

1895

[A. Maly in Prag]

~1887/89

 

 

10-cm-Walze, PICT+MUSIC

■Slg. Seemann

 

7542

1867

[A. Maly in Prag oder ein Zeitgenosse]

~1887/89

 

 

Gusseiserne Grundplatte 34 x 13 cm, 21 -cm-Walze mit 4 cm Ø, Gusseiserne Grundplatte 34 x 13 cm, 5 mm Abstand zwischen den Musikstücken (statt des Schweizer Normalmaßes von 0,43 mm), 6 Kammschrauben, PICT, 4 Musikstücke.

■Luuk Goldhoorn und Niko Wiegman, Ein unbekannter Spieluhrmacher, in: Das Mechanische Musikinstrument 104 (2009), 31-33; Niko Wiegman, persönliche Mitteilung

 

7547

1909

[A. Maly in Prag]

~1886/88

 

 

10-cm-Walze, PICT

■Slg. Seemann

 

7550

1908

[A. Maly in Prag, Wiederverwertung einer Schweizer Grundplatte]

~1888/90

 

 

21-cm-Walze mit 4 cm Ø, 0,5 mm Abstand zwischen den Musikstücken (statt des Schweizer Normalmaßes von 0,43 mm), 6 Kammschrauben, PICT+DOKU, 4 Musikstücke: Kde domov můj, Prodaná nevěsta, Posldení růže, Narodní čtverylka (National-Quadrille).

■Slg. Seemann; Luuk Goldhoorn und Niko Wiegmann, Ein unbekannter Spieluhrmacher, in: Das Mechanische Musikinstrument 104 (2009), 31-33, Danksagung an Niko Wiegmann für weitere Informationen und Bereitstellung weiterer Fotos

 

7650

 

[A. Maly in Prag]

 ~1888/90

 

 

Gusseiserne Grundplatte 34 x 13 cm, 5 mm Abstand zwischen den Musikstücken (statt des Schweizer Normalmaßes von 0,43 mm), 6 Kammschrauben, PICT+INFO, 6 Musikstücke: 1.) Dalibor / Když Zdeněk...; 2.) B. Smetana: Prodaná nevěsta, ?,   B. Smetana  (Die verkaufte Braut); 3.)
Hubička, ukolébavka   B. Smetana  (Kuss, Wiegenlied); 4.) Královna loutek, valčík, Bayer (Puppenfee, Walzer), 5.) Tannhäuser, pochod, Wagner (Marsch); 6.) Rokoko valčík, Strauß (Walzer)

■Anthony Bulleid, The Music Box, 1990, 200–202, zitiert nach Luuk Goldhoorn und Niko Wiegmann, Ein unbekannter Spieluhrmacher, in: Das Mechanische Musikinstrument 104 (2009), 31-33

 

Ende des Einschubes, Fortsetzung der Liste von gemarkten und ungemarkten Spielwerken von Maly

7669

2028

A. Maly in Prag (G)

 ~1889/91

 

 

19,9-cm-Walze mit 3,4 cm Ø, PICT, 4 Musikstücke (darunter „Faustwalzer“ v. Gounod, „Klosterglocken“ von Louis Lefébure-Wely, „Ständchen“ v. Schubert)

■Slg. Seemann; Kowar (2017), vorderer Umschlag (Abb.) und S. 214

 

8768

787

A. Maly in Prag (G)

 ~1895/97

 

 

10-cm-Walze, PICT

■Slg. Seemann

 

8787

3440

A. Maly in Prag (G)

 ~1895/97

 

 

10-cm-Walze, PICT

■Slg. Seemann

 

Maly-Kamm auf Olbrich-Grundplatte 16090-1636

 

 

 

10-cm-Walze, PICT

■Slg. Seemann

 

Gusseiserne Grundplatte, vermutlich Maly oder zumindest einem Arbeiter, der Zugang zu einem Maly-Walzenklobem hatte, zuzuschreiben

 

 

 

17-cm-Walze. PICT, siehe auch den Abschnitt über gemarkte Bestandteile

■Slg. Seemann, Breker 9. 11. 2018, Los Nr. 92 (Slg. Goldhoorn)

 

 

 

Noch bis etwa 1910 gab es in Prag einen Uhrmacher dieses Namens oder zumindest eine Firma, sie sich so nannte.

 

 

 

 

Eine lückenlos durchgehende Nummerierung dürfte es auch bei der Firma Maly nicht gegeben haben.

 

 

 

Die Geschichte der Firma Maly insgesamt und vor allem deren Ende ist leider noch unerforscht.

 

 

 

Die Maly–Salisch&Nowak-Konjunktion

 

Das Nummerierungssystem von Maly (erste drei Zeilen) geht fließend in das von Salisch & Nowak (letzte zwei Zeilen) über!

 

 

Werk-Nr.

Musik

Maly 6976

670

Maly 6986

672

Maly 7005

704

SN 7016

717

SN 7019

718

 

Oder gab es eine andere Form der Kooperation oder eine Übernahme eines Restbestandes an Spielwerken?

 

 

 

 

Es bedarf im Fall der Firma Maly noch besonderer Anstrengungen, um hier Klarheit zu schaffen.

 

 

 

Warum diese Firma nur wenige gemarkte Spielwerke herstellte, bleibt unklar. Möglicherweise sollten die ungemarkten Produkte nicht auf die Tatsache aufmerksam machen, dass es sich um KEINE Produkte der viel bekannteren und gut renommierten Firma Rzebitschek handelt.

 

 

 

Wie schon eingangs erwähnt, sind auch die Besitzverhältnisse der Firma unklar.

 

Die Qualität der Spielwerke wird von Hans-Jürgen Eisel, der schon mehrere Werke dieses Kokurrenten der Musikwerkefabrik Rzebitschek restauriert hat, sehr positiv bewertet, der Klang kommt dem der Rzebitschek-Spielwerke durchaus nahe oder ist denen sogar ebenbürtig.