Sonderformen der Grundplatte
(in geschätzter chronologischer Reihenfolge)

 

a) Der Rundeckentyp (Messing)
(um 1820)

Sektionalkamm auf sehr dünner Grundplatte (Dicke: etwa 0,3 mm) Siehe bei den Rundecken-Spielwerken


b) Der Kleine Dreiohrentyp (Gusseisen)
(ab etwa 1875)

 

Materialsparend wurde der Verschraubungsteil in einen halbrunden vorstehenden Teil ausgelagert

 

 

Modell für Zwei-oder Drei-Musikstück-Werke: Ohne Füßchen!
Dicke: etwa 0,8 bis 0,9 cm
Für Zwei-Musikstücke-Werke


c) Der Große Dreiohrentyp (Gusseisen)
(ab etwa 1880)


Mit Füßchen!
Gesamtdicke: etwa 1 bis 1,2 cm
Für Spielwerke für drei und mehr Musikstücke


d) Der Dickwalzen-Dreiohrentyp (Gusseisen)
(späte 1890er Jahre)


Bisher nur ohne Füßchen gesehen
Für Spielwerke mit einer dicken Walze (mit zwei Musikstücken pro Umdrehung)


e) Einohrentyp (Gusseisen)
(späte 1890er Jahre)

Diese späte Typ der Grundplatte konnte sich in Wien nicht mehr durchsetzen, die Ära der Kammspielwerke war ging dem Ende zu!

 

Es wurde nur ein einzige Beispiel gefunden, ein spätes Olbrich-Werk. Sass dieses das einzige Wiener Werk war, das hergestellt wurde bzw. bis heute überlebt hat, ist unwahrscheinlich. Es werden schon einige, wenige Werke mit einer solchen Grundplatte ausgestattet worden sein, gesichtet wurde erst eines, das oben genannte.


f) „Taillen-Grundplatte“
(vor und um 1900)

Schweizer Produktion: Liebevoll ausgeführten Randverzierungen versprechen eine gediegene Verarbeitung:

 


g) Grundplatten mit aufwändigen Randverzierungen
(vor und um 1900)

 

machen natürlich nur dann wirklich einen Sinn,
wenn sie eine Pult-Kassette eingebaut sind, die einen Einblick in schrägem Winkel von oben erlaubt. Dazu ein Beispiel.


Sollten Sie, verehrte Leserin oder Leser, ein Spielwerk mit einem hier nicht verzeichneten Design haben, haben Sie bitte die Freundlichkeit und verständigen Sie uns!