Die LECOULTRES

===== WORK IN PROGRESS =====


In alphabetischer Reihenfolge:
Ami Lecoultre
Brechet
C[arles]. A[ntoine] Lecoultre (Vater von François David L.)
C[arles]. Antoine Lecoultre
C[arles] Lecoultre
Jacques-DAVID Lecoultre
Constant Lecoultre
Duppert, Aline
F. C. Lecoultre
Eugen Lecoultre
François Louis Lecoultre
Gallay, Jean
Golay, Julie
Golay & L.
H. Lecoultre
Henri Lecoultre
Jules Lecoultre
Lecoultre, Charles Antoine
LB (Lecoultre Brothers) = LF (Lecoultre Frères)
Lecoultre Frères (LF)
Lecoultre Frères (Constant, Eugène und Jules Lecoultre, St. Croix)
Lecoultre-Sublet
Charles Lecoultre
Lecoultre & Brechet
Lecoultre & Falconnet
Lecoultre & Granger Perrelet
Ulysse Lecoultre


H. Lecoultre, ?–?



Henri  Joseph Lecoultre, 1822–1840

Werknummern: 1– ~3000

Siehe H. Lecroultre


Golay et  Lecoultre, um 1822/1830

Bekannte Werknummer: 5476


Henri  Joseph Lecoultre & Jean François Granger, 1840–1844

Granger starb 1844


Henri  Joseph Lecoultre & [Aline] Duperrut, 1841–1852

Werknummern: ~3000–~5000

1847: Hooked teeth


Weitere Info siehe in dem Artikel der Zeitschrift TMB wie oben angegeben (online nachlesbar).

1852 zog sich Henri Joseph Lecoultre zurück, letzte Werknummern dürften um die 5000 gewesen sein (TMB 21, 3, 2003, S. 1010)


Weitere Angaben


Lecoultre-Sublet, 1852–1870

Lecoultre-Sublet betrieb ein Spieldosengeschäft in St. Croix.

“The Lecoultre-Sublet company was very active for about twenty years. Its  founder was probably a Lecoultre from the Vallée de Joux who settled in Sainte-Croix, hoping to find a favorable climate for the manufacture of music boxes, as was the case for Eugène Lecoultre in 1890.

Paris World Exhibition 1855
This enterprise can be tracked as far back as 1852 and, in the following years, on the occasion of national and international exhibitions. For his first participation in an exhibition, Lecoultre-Sublet obtained an honorable mention for his “music boxes of excellent harmony” in Paris in 1855.

National Exhibition in Bern
Two years later, at the National Exhibition in Bern, he was again awarded an honorable mention for the music boxes he presented.

Paris World Exhibition 1867
The quality of his products was confirmed in Paris in 1867, because the jury of the Exposition unverselle gave him a bronze medal for his music boxes and mechanical organs.

In 1870, Lecoultre-Sublet took part in the meeting of manufacturers convened for the purpose of creating a factory for blanks for large music boxes. After that, nothing more was heard.” (Piguet 2004, p. 253)

TMB 18, 5, 1998, p. 136, Nr. 31; Bellamy, Music Makers of Switzerland, (2015), p. 6; Piguet 2004, p. 252-253


Constant Lecoultre, Eugène und Jules Lecoultre, St. Croix (1852–1890)

Im Jahr 1853 hatte Constant Lecoultre ein Geschäft im so genannten Badehaus von Sainte-Croix, in dem er Messer und Rasierklingen seiner Brüder verkaufte (Piguet 2004, p. 252-253)


Eugène und Jules Lecoultre, St. Croix, 1890–1906

TMB 18, 5, 1998, p. 136, Nr. 30

Lecoultre Frères, (Eugène und Jules Lecoultre, 1890–1906)

Eugène Lecoultre (1893–1906)

On 25th August 1890, when the industry had finally disappeared from the Vallée de Joux, Eugène and Jules Lecoultre created Lecoultre Frères in Sainte-Croix, to make music boxes of all types. Three years later, Eugène continued on his own. Eugène Lecoultre who, according to the industrial census of 1904, employed only himself, manufactured large and small boxes. [...] Eugène Lecoultre gave up this activity on 5th May 1906. (Piguet 2004, p. 252-253)

TMB 18, 5, 1998, p. 136, Nr. 30; Bellamy, Music Makers of Switzerland, (2015), p. 6


J[acques] Lecoultre & Falconnet

Mehr Info ...


Lecoultre Frères,
Lecoultre Brothers,
1828 / 1830–1871

Possibly an agent for Lecoultre Frères: Humbert & Brolliet/Brolliez

(1828=Eigenangabe der Lecoultres / 1830 (Bulleid)

Werknummern: 1–35000 (1865)

35000–39000 (1871) (TMB 21, 3, 2003, S. 101)

Am Kamm: LG Gve oder L. B. oder LB oder LF oder FL
Häufiger Händler-Name: BB Cie

Nachfolgefirma: Auguste Perrelet & Cie


Lecoultre & Brechet, 1844–1854


Nr. 27740

Werknummern: 18000–<27000


Jacques-David Lecoultre in Le Brassus, tätig 1829–1850, im Jahr 1814 der Erfinder des Einzelkammes, der sich jedoch erst ab 1820 durchsetzte

Werknummern: 6000–23000

Siehe ein Sektionalkammspielwerk und ein
weiteres Sektionalkammspielwerk



Zu einer höheren Auflösung klicken

Rouage à Balancier

Hooked Teeth


Ami Lecoultre, Spielwerkmacher in den 1850er Jahren in St. Croix, danach in Lausanne

Mitglied der Jury der Nationalen Ausstellung in Zürich 1883

(Piguet 2004, p. 252-253)


C[harles] Lecoultre: 1865–1871

Werknummern: 35000–39000

Zum Spielwerk Nr. 38496





 

F. C. Lecoultre (gegründet) / Lecoultre & Brechet

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4/2: •RoMozard – MeyerHal•

Spielwerke: Nummer unbekannt; 2753, 3814, 5895, 7580, 8268, 8954, 18294, 21109; 23666, 24093, 25876, 26627, 27740, [Wechsel von Lecoultre & Brechet auf Lecoultre Frères] 28312, 28477, 32572, 35904, 39263


4/3: •Bollini [=Bellini]Her – AuberWe•

Spielwerke: 2138, 2847, 11144


4/5: •RosHal – MeyerAub•

Spielwerke: 10920, 36766 und ein weiteres hierhergehöriges mit der Seriennummer 11233


12/3: •BelMoRoWeMeyerFlot – VerDonSLabGSch•

Spielwerk: 39553
(Wenn diese Angabe wirklich stimmt, ist es eben die berühmte Ausnahme von der Regel, oder aber diese Musiktafel ist eine spätere Zutat und damit ein Artefakt)


Firmeninformation in Schatulle Nr. 25981


Lecoultre-Granger

14/3/a: •HerHayVerMozard – AdamBerlDavidRo – BelAubWe – MeyerBoieBeet•

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Spielwerk: 3809




Spielwerke von Lecoultre




Perrelet: 1871–1890

Werknummern: 39000–49000

Spielwerk: Unnummeriertes Werk




Zur Familiengeschichte

Charles Antoine LeCoultre, 1803 bis 1881, war Uhrmacher und Mitbegründer der Firmen LeCoultre und Jaeger-LeCoultre.

Charles-Antoine LeCoultre erlernte von seinem Vater Jacques-David das Handwerk des Messerschmieds, in dessen Werkstatt man sich auch mit der Veredelung von Stahl für die Uhrenherstellung befasste. Daneben war sein Vater auch Hersteller von Bestandteilen für Spieldosen.

Charles-Antoine L. ging  nach Genf und lernte bei seinem Onkel François Louis L. das Uhrmacherhandwerk.
Ab 1829  fertigte er auch selbst Rasiermesser. 1830  firmierte er zusammen mit seinem Vater Antoine unter dem Namen Jacques David LeCoultre & Fils.

Charles-Antoine LeCoultre heiratete am 28. Juli 1831 in Le Sentier Zélie Julie Golay, die Tochter des Unruh-Fabrikanten Louis Samuel Golay, eine weit entfernt verwandte Cousine. Aus der Ehe entstammen  acht Kinder, von denen drei Uhrmacher werden und dem Betrieb des Vaters beitraten: Elie,  Paul und August Benjamin L.

1833 gründete Charles-Antoine L. gemeinsam mit seinem Bruder François Ulysse L. die Fabrik Antoine LeCoultre & Frère in Le Sentier  im Vallée de Joux, aus der später die berühmte Manufaktur  Jaeger-LeCoultre  werden sollte.

Im Herbst 1833 kam es zum Bruch zwischen Vater und Sohn. Dieser richtete sich im Dachgeschoss des väterlichen Hauses eine eigene Werkstatt ein und stellte sechs Arbeiter ein. Das neu gegründete Unternehmen gedieh prächtig. Die Zahnräder waren so exakt, dass sie bei vielen Uhrenmanufakturen gekauft wurden.

Man begann zunächst mit der Herstellung von Maschinen, Werkzeugen (Lecoultre-Stichel), Zahnrädern und Trieben,  und später (ab 1835) wurden komplette Rohwerke produziert.

Im Jahr 1853 schloss sich Charles-Antoine L. mit seinem Schwiegersohn, Jean Gallay, 1819 – 1861,  zur Firma Antoine LeCoultre & Fils zusammen.

(Louise Augustine Marie Le Coultre, (1834-1893), hatte die Tochter von Charles-Antoine L., einen Arbeiter aus der Fabrik, einen Uhrmacher namens Jean Gallay, geheiratet).

Firma Antoine LeCoultre & Fils wurde ab etwa 1858 durch Gallay in ernsthafte finanzielle Schwierigkeiten gebracht. Nicht die Qualität der Produkte war die Ursache, sondern eine riskante Kundenstrategie und eine missglückte finanzielle Gebarung. In dieser Phase fand Charles-Antoine in Auguste Borgeaud einem Uhrmacher, Kaufmann und Buchhalter, einen neuen Partner. Diese neue Firma nannte man LeCoultre Borgeaud & Cie., deren Rohwerke mit der Beschriftung LCB gestanzt wurden. Mit dem Einstieg von drei Söhnen im Betrieb wurde die Firmierung in LeCoultre & Cie umbenannt und ab 1881, nach dem Tod von Charles-Antoine LeCoultre erneut in LeCoultre & Fils. (Le Coultre wurde eigentlich noch immer separat geschrieben). Ab 1899  hieß der Betrieb LeCoultre & Cie SA.

Charles-Antoine LeCoultre entwickelte sowohl Industriemaschinen als auch Präzisionsinstrumente, wie z. B. im Jahr 1844  das Millionometer, ein Instrument, mit dm man in millionstel Millimeter messen konnte, weiters 1847  den Bascule-Aufzug  (Kronenaufzug mit Wippe) und zwanzig Jahre später sogar den  „Remontoir a vue“.

Charles-Antoine LeCoultre verstarb am 26. April 1881. Sein Sohn Elie LeCoultre übernahm die Leitung der Firma.
(https://watch-wiki.org, http://wizard.webquests.ch/ch_industrielle.html?page=2336)



Siehe eine Bordüre einer Musiktafel, die mit vielleicht mit Lecoultre zusammenhängt und bitte auch diesen Link anzuklicken