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Charles Lecocq, *1832 (Paris), †1918 (ebenda), (Lebensdaten wie P. Bucalossi), war ein französischer Operettenkomponist.

 

Insgesamt schrieb Lecocq mehr als 50 Operetten und über 100 Lieder. Sein größter Erfolg wurde die Operette La Fille de Madame Angot (UA 1873), die in Frankreich bis heute ein Klassiker des Operettenrepertoires ist.

 

In Österreich wurden in Wien, Baden bei Wien (Giroflé Giroflá), Innsbruck (Giroflé, Giroflá), Graz etc. durchaus auch Lecocq-Operetten gespielt, von denen das eine oder andere Musikstück in das Musikprogramm eines Spielwerkes aufgenommen worden sein könnte, vor allem aus der Operette La Fille de Madame Angot, (Die Tochter der Madame Angot), die in Berlin und auch in Wien (Carl-Theater, 1874) großen Erfolg hatte. Die österreichischen Kritiker verglichen Lecoq gerne mit Jacques Offenbach, dessen Musik sie jedoch als wesentlich besser und qualitätsvoller einstuften. Auf Schweizer Spielwerken hingegen sind Musikstücke von Lecoq sehr häufig zu finden. In Prag fand Lecoq im Vergleich zu anderen Städten Europas nicht so großen Anklang.

 

La Fille de Madame Angot, (Die Tochter der Madame Angot). UA 1872 (Brüssel). Beispiel für ein kleinformatiges Schweizer Spielwerk: Nr. 737

 

Les Cent Vièrges. UA 1872. PVF 41596

 

Giroflé-Girofla (UA 1874) PVF 41596

 


Nach den heutigen Urhebergesetzen sind auch Bearbeitungen von Musikstücken (wie zum Beispiel das op. 123 von Eduard Strauß) nach Themen aus der Operette Giroflé-Girofla) genau zu bezeichnen!


Zur Präsenz von Musikstücken von Lecoq auf Spielwerken von Nicole siehe Bellamy: The Nicole Factor (2006), S. 195.


Auf den Musiktafeln der Schweizer Hersteller war Lecoq einer am Beginn des untersten Viertels der Häufigkeitsskala anzutreffenden „Säulenheiligen“:


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