Zur Terminologie

 

Man unterscheidet

 

den Schlüsselhalm, der bei Spielwerksschlüsseln
als Hohldorn gestaltet ist, und die

 

Reite (Räute, Räude oder Reide), der handliche Teil zur Aufzugsbetätigung.

 

Wie bei allen Uhren-Aufzugsschlüsseln fehlt der bei sonstigen Schlüsseln wesentliche Teil, der Bart.

 

Eine umfangreiche Dokumentation ist geplant, sogar schon ein einem allerdings noch sehr frühen Vorbereitungsstadium, da für standardisierte Aufnahmen eine spezielle stativartige, billig herzustellende Vorrichtung konstruiert werden muss.



Wie sieht ein „typischer“ Olbrich- und ein ebenso typischer Rzebitschek-Schlüssel aus?


Antwort: So einfach lässt sich diese Frage nicht beantworten. Es wird für die meisten Spielwerkfirmen, egal ob in Wien oder in Prag, billiger gewesen sein, die Aufzugsschlüssel zuzukaufen.

 

Es werden wohl die Grundregeln des Zubehörhandels gelten: Die Zulieferfirmen übernahmen prinzipiell, heute wie damals, entweder schmutzige, oder mit Geruchsbelästigung verbundene Arbeit oder die Fertigung von Zubehörteilen, die sie nach kurzer Einschulung ungelernte niedriger bezahlte Kräfte einsetzen konnten.

 

Für die Herstellung eines Spielwerkes benötigt viel Fachwissen und Erfahrung, ein Aufzugsschlüssel verlangt wesentlich weniger Fertigkeiten des Arbeiters. Es wird daher wohl so gewesen sein, dass zumindest zum Teil die kostbarere Arbeitszeit des eigenen Arbeiters ökonomischer im eigenen Betrieb einzusetzen war und die Schlüssel zugekauft wurden. Das lässt sich leicht beweisen:

 

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