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Hans Christian Lumbye, *1810 (Kopenhagen), †1874 ebenda), war ein dänischer Kapellmeister und Komponist, der „Johann Strauß des Nordens“

 

Als ein österreichisches Orchester aus der Steiermark bei einem Konzert in Kopenhagen die Zuhörer, unter ihnen auch Lumbye, mit den Werken von Joseph Lanner und von Johann Strauß (Vater) bekanntmachte, wurden deren Tanzmusik schnell sehr beliebt. Lumbye änderte seinen Kompositionsstil und wurde damit zum „Strauß des Nordens“, wovon zahlreiche
Walzer,
Galoppe,
Mazurken,
Polkas und
Märsche
ein Zeugnis ablegen. Lumbyes bläserdominiertes Konzertorchester, das heute noch (2019) besteht, mit seinen Glocken und Geräuschgeräten hatte einen charakteristischen Klang, der auf Spielwerken teilweise durch die Glocken der Schweizer Spielwerke gut zur Geltung kommt. Besonders bekannt wurde der Champagnergalopp (Youtube). Von Lumbyes 700 Kompositionen wird ein Teil heute noch gespielt, unter anderem auch in den Neujahrskonzerten der Wiener Philharmoniker. Wenn das eine oder andere Musikstück auf einer Walze eines (Wiener) Spielwerkes verwendet worden sein sollte, wird dieses ohne Musikzettel kaum detektiert werden können, da sich Lumbye stark an Johann Strauß (Vater) und Lanner anlehnt. H. C. Lumbye trat oft in Wien als Dirigent auf, letztmalig 1873.


„Walzerkönige“

Alle anderen Komponisten, die auch als „Walzerkönige“ oder als „Strauß einer bestimmten Region“ bezeichnet wurden, waren zu ihrer Zeit so populär, dass ihre Musikstücke auch auf Spielwerken verewigt wurden:

Joseph Gung'l (Grazer Strauß)
Joseph Labitzky („Walzerkönig von Böhmen“)
Josef Lanner, „Walzerkönig von (Alt-) Wien“
Hans Christian Lumbye, der„Johann Strauß des Nordens“ oder der „dänische Walzerkönig“
Johann Strauß senior, der „Walzerkönig von Wien in der Zeit bis 1849“

Emil Waldteufel, der „Walzerkönig von Paris“
Johann Zajitz (Johann Strauß von Rijeka“)

Die häufigsten Walzerkomponisten auf Schweizer Spielwerken sind die „Sträuße“, und die drei „L“: Labitzky, Lumbye und Lanner (in dieser Reihenfolge).


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