Geographische Karten

Von Süden nach Norden:

Genf mit dem Lac Leman (Genfer See), Lausanne

Das Vallée de Joux, südwestlich davon das noch zum Vallée de Joux gehörige Le Brassus (=LB=rote Markierung)

Der kleine Lac de Joux über den Buchstaben „e de Jo“ von „Vallée de Joux“

Von Süden nach Norden:

Genf mit dem Lac Leman (Genfer See),

das Vallée de Joux mit dem kleinen Lac de Joux,

nordöstlich der Neuenburger See, um den die bis etwa 1830 die Spielwerkmacher von Neuenburg=Neuchâtel=Neuchatel angesiedelt waren. In dieser Region wurden nur Sektionalkammspielwerke hergestellt, den Technologieschub der Umstellung auf die single section comb-Bauweise machten diese Hersteller nicht mit und stellten um 1830 die Produktion ein.

Interessanterweise kam es zu keiner Übernahme der Einzelkammtechnik, wie es im immerhin benachbarten Vallée de Joux üblich und sogar dort entwickelt worden war. Einen Patentschutz hätte es damals ja keinen gegeben, vielleicht spielte die Ausbildung des benachbarten Tales als ein von allen Seiten abgeschossenes, muldenförmiges Hochtal eine Rolle?


Die im östlichen Teil des Vallée de Joux gelegene Ortschaft Le Brassus, wo die Spielwerke mit den Basszungen links gebaut wurden, stand im Gegensatz
im Gegensatz zu Wien, wo (vielleicht schon ab 1806, hochwahrschinlich ab etwa 1820/1821, allerspätestens ab 1823) Spielwerke vom Wiener Typ, der durch die Positionierung der Basszungen rechts gekennzeichnet ist, gebaut wurden.

Das „Match“ zwischen Le Brassus und Wien/Prag ging unentschieden aus: Die Eidgenossen und die Spielwerkmacher im Kaisertum Österreich blieben jeweils bei ihrer Bauweise. Die wenigen Ausnahmen bestätigen die Regel.


Das Vallée de Joux ist ein völlig abgeschlossenes Hochtal im Schweizer Jura. Es erstreckt sich über eine Länge von rund 20 km in Südwest-Nordost-Richtung. Es besitzt einen meist 1 bis maximal 1,5 km breiten flachen Talboden, während das gesamte Talbecken (mit den angrenzenden Hängen) etwa 4 bis 5 km breit ist.

Das Vallée de Joux stellt eine Synklinale (griech. synklínein „zueinander neigen“) dar, das ist der nach unten gerichtete Teil einer Falte/Mulde, die durch Zusammenstauchung von Gesteinen unter seitlichem Druck entstanden ist.

Der nordöstliche Teil des Tales wird von dem größeren Lac de Joux und dem (viel) kleineren Lac Brenet eingenommen. Die völlige Abgeschlossenheit der Talschaft – das Vallée de Joux ist bezogen auf seine Fläche (32,4 km²) die grösste Senke ohne oberirdischen Abfluss in der Schweiz – ermöglicht in winterlichen Strahlungsnächten die Bildung eines ausgeprägten Kaltluftsees. Am 31. Januar 1888 wurde eine Temperatur von minus 41° C registriert.

Ab dem 18. Jahrhundert erlebte im Vallée de Joux die Uhrenindustrie eine Blütezeit. Die Uhrmacherei wurde anfangs hauptsächlich als Heimarbeit verrichtet, später entstanden mehrere Uhrenfabriken. Heute haben sich verschiedene Unternehmen des Vallée de Joux auf die Mikrotechnik und Feinmechanik spezialisiert. Von Bedeutung sind hochspezialisierte Zulieferbetriebe für die Uhrenindustrie (Herstellung von Luxusuhren, Edelsteinindustrie), darunter

Audemars Piguet,

Breguet SA,

Jaeger-LeCoultre und

Meylan.

1970 lebten noch 7700 Einwohner im Vallée de Joux gezählt worden, 2004 waren es nur mehr rund 6200 Menschen.

 



Das Vallée de Joux mit dem Lac de Joux und dem kleinen Lac Brennet

Die Talschaft ist in die drei Gemeinden Le Chenit, L’Abbaye  und Le Lieu  aufgeteilt, die sich wiederum aus zahlreichen verschiedenen Strassensiedlungen zusammensetzen.

Die wichtigsten Ortschaften sind Le Sentier und Le Brassus (Gemeinde Le Chenit) sowie Le Pont (Gemeinde L’Abbaye) am Nordostufer des Lac de Joux.

Die Hauptortschaften ds Vallée de Joux sind Le Chenit und L`Abbaye


Avenche südöstlich vom Murtensee, der südwestlich vom Neuenburgersee gelegen ist


Morge am Genfer See, im Kanton Waadt